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Starke Nerven, kurze Bonds: High Yield für volatile Zeiten
28.05.25 12:30
AB
München (www.anleihencheck.de) - Kurzlaufende Hochzinsanleihen rücken in den Fokus: in einer Zeit von geopolitischen Unsicherheiten und hoher Volatilität bieten sie stabile Erträge bei einem überschaubaren Risiko. Denn sie reagieren weniger empfindlich auf Marktbewegungen und profitieren im Moment von ungewöhnlich flachen Zins- und Spread-Kurven, so die Experten von AB.
Marktsignale würden auch weiterhin für Ungleichgewichte an den Finanzmärkten sorgen und schüfen erhöhte Volatilität. Einige Anleger seien von den Hochzinsanleihen verunsichert. Aber der Anstieg der Volatilität sorge auch für Chancen. Durch einen Fokus auf Schuldtitel mit einer kürzeren Laufzeit könnten Anleger die Volatilität ihres Portfolios verringern - und das, ohne auf Ertragspotenziale verzichten zu müssen.
Kürzere Anleihen würfen eine geringere Rendite ab als Anleihen mit längeren Laufzeiten. Aber auch in normalen Zeiten sei der Ertrag einer kurzfristigen Hochzinsstrategie hoch. Die flacheren Treasury- und Spread-Kurven hätten zur Folge, dass kurzlaufende Hochzinsanleihen heute mehr Rendite abwürfen als mittel- und langfristige Anleihen. Das stelle eine deutliche Abweichung von den historischen Normen dar. Die Renditen seien im Vergleich zu den historischen Niveaus der letzten eineinhalb Jahrzehnte auch deutlich höher. Die schwächsten Renditen würden derzeit viele Zehn-Jahres-Prognosen für Aktien übertreffen.
Dieser Wert gelte als zuverlässiger Indikator für die fünfjährige Rendite. Höhere Renditen würden einen Puffer gegen Marktvolatilität bieten. Dies sei im April deutlich geworden, als sich die Renditespannen bei Hochzinsanleihen aufgrund von Zollbedenken um etwa 60 Prozent ausgeweitet hätten. Der Sektor habe trotzdem besser als der Aktienmarkt performt. Hochzinsanleihen mit kurzer Laufzeit hätten ein attraktiveres Risikoprofil. Sie würden weniger empfindlich auf Veränderungen der Spreads reagieren - besser als bei längerfristigen Hochzinsanleihen. Anleger hätten auch einen besseren Überblick über die unmittelbaren finanziellen Risiken und könnten ausfallgefährdete, kurzfristige Anleihen leichter vermeiden. Im Gegenzug müssten Anleger in der Regel mit Renditeeinbußen rechnen. Im Moment würden Anleger bei kurzlaufenden Hochzinsanleihen mehr Geld für weniger Risiko erhalten.
In Zeiten der Marktvolatilität könnten sich hochverzinsliche Anleihen mit kurzer Laufzeit besonders gut bewähren. Während vergangener Aktienmarktkorrekturen fingen kurzfristige Hochzinsanleihen im Durchschnitt etwa drei Viertel des Rückgangs traditioneller Hochzinsanleihen und weniger als die Hälfte des Rückgangs von Aktien ab.
Analysen würden zudem zeigen, dass Hochzinsanleihen mit kurzer Laufzeit in Phasen erhöhter Risikobereitschaft einen Großteil des Aufwärtspotenzials des breiteren Hochzinsmarktes mitnehmen würden - ein Hinweis auf potenziell bessere risikobereinigte Ergebnisse über vollständige Marktzyklen hinweg.
Die Anleger müssten natürlich nach wie vor vorsichtig sein, wenn es um den Einsatz von Kapital gehe. Eine erhöhte Volatilität könnte zu einer Streuung unter den Kreditemittenten führen. Zölle könnten für Unternehmen sowohl von Vorteil als auch von Nachteil sein. Das sich verlangsamende Wachstum stelle ein besonderes Problem für zyklische Unternehmen und Anleihen mit CCC-Rating dar. Das unterstreiche die Bedeutung eines aktiven Managements.
Derzeit lägen die besten Chancen bei nicht-zyklischen und hochverzinslichen Krediten, solche, die ein Rating von B und höher aufweisen würden. Sie seien besser gegen wirtschaftliche Schocks abgesichert. CCC-geratete Emissionen seien mit einem deutlich höheren Ausfallrisiko behaftet. In der Vergangenheit weise ein Portfolio aus BB- und B-gerateten Anleihen eine geringere Volatilität auf - und zwar im Vergleich zu Anleihen mit Investment-Grade-Rating BBB. Dabei gehe es um Anleihen mit kurzer Laufzeit. Hochzinsanleihen mit kurzen Laufzeiten seien daher eine gute Gelegenheit für Anleger, die Volatilität einzudämmen und gleichzeitig ein attraktives Ertragspotenzial zu erzielen. (28.05.2025/alc/a/a)
Marktsignale würden auch weiterhin für Ungleichgewichte an den Finanzmärkten sorgen und schüfen erhöhte Volatilität. Einige Anleger seien von den Hochzinsanleihen verunsichert. Aber der Anstieg der Volatilität sorge auch für Chancen. Durch einen Fokus auf Schuldtitel mit einer kürzeren Laufzeit könnten Anleger die Volatilität ihres Portfolios verringern - und das, ohne auf Ertragspotenziale verzichten zu müssen.
Kürzere Anleihen würfen eine geringere Rendite ab als Anleihen mit längeren Laufzeiten. Aber auch in normalen Zeiten sei der Ertrag einer kurzfristigen Hochzinsstrategie hoch. Die flacheren Treasury- und Spread-Kurven hätten zur Folge, dass kurzlaufende Hochzinsanleihen heute mehr Rendite abwürfen als mittel- und langfristige Anleihen. Das stelle eine deutliche Abweichung von den historischen Normen dar. Die Renditen seien im Vergleich zu den historischen Niveaus der letzten eineinhalb Jahrzehnte auch deutlich höher. Die schwächsten Renditen würden derzeit viele Zehn-Jahres-Prognosen für Aktien übertreffen.
In Zeiten der Marktvolatilität könnten sich hochverzinsliche Anleihen mit kurzer Laufzeit besonders gut bewähren. Während vergangener Aktienmarktkorrekturen fingen kurzfristige Hochzinsanleihen im Durchschnitt etwa drei Viertel des Rückgangs traditioneller Hochzinsanleihen und weniger als die Hälfte des Rückgangs von Aktien ab.
Analysen würden zudem zeigen, dass Hochzinsanleihen mit kurzer Laufzeit in Phasen erhöhter Risikobereitschaft einen Großteil des Aufwärtspotenzials des breiteren Hochzinsmarktes mitnehmen würden - ein Hinweis auf potenziell bessere risikobereinigte Ergebnisse über vollständige Marktzyklen hinweg.
Die Anleger müssten natürlich nach wie vor vorsichtig sein, wenn es um den Einsatz von Kapital gehe. Eine erhöhte Volatilität könnte zu einer Streuung unter den Kreditemittenten führen. Zölle könnten für Unternehmen sowohl von Vorteil als auch von Nachteil sein. Das sich verlangsamende Wachstum stelle ein besonderes Problem für zyklische Unternehmen und Anleihen mit CCC-Rating dar. Das unterstreiche die Bedeutung eines aktiven Managements.
Derzeit lägen die besten Chancen bei nicht-zyklischen und hochverzinslichen Krediten, solche, die ein Rating von B und höher aufweisen würden. Sie seien besser gegen wirtschaftliche Schocks abgesichert. CCC-geratete Emissionen seien mit einem deutlich höheren Ausfallrisiko behaftet. In der Vergangenheit weise ein Portfolio aus BB- und B-gerateten Anleihen eine geringere Volatilität auf - und zwar im Vergleich zu Anleihen mit Investment-Grade-Rating BBB. Dabei gehe es um Anleihen mit kurzer Laufzeit. Hochzinsanleihen mit kurzen Laufzeiten seien daher eine gute Gelegenheit für Anleger, die Volatilität einzudämmen und gleichzeitig ein attraktives Ertragspotenzial zu erzielen. (28.05.2025/alc/a/a)


