Staatsanleihen: Unter dem Einfluss der Notenbanken


15.12.21 09:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Am Rentenmarkt ist es im Vorfeld wichtiger Notenbankentscheidungen zu einer Konsolidierung gekommen, so die Analysten der Helaba.

Daran werde sich kurzfristig wohl kaum etwas ändern, wenngleich eine erhöhte Volatilität nicht ausgeschlossen werden könne. Die heutige FOMC-Entscheidung könnte etwas belasten. Es gelte aber zu berücksichtigen, dass eine beschleunigte Rückführung der Anleihekäufe bereits eskomptiert sei und daher die Auswirkungen auf die Zinserwartungen begrenzt sein dürften.

Österreich habe gestern das Funding mit einer Aufstockung im 10-jährigen Sektor abgeschlossen. Dabei hätten nochmal 0,8 Mrd. EUR eingesammelt werden können. Etwas größer sei das Emissionsvolumen in Italien ausgefallen. Dort sei das Schatzamt mit einer konventionellen BTP im Umfang von insgesamt 3,5 Mrd. EUR aktiv geworden. Die Überzeichnung sei mit 1,2 allerdings vergleichsweise gering ausgefallen.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) handele innerhalb des seit Ende Oktober existierenden Aufwärtstrendkanals, aber unterhalb des Kontrakthochs, das unlängst bei 175,02 markiert worden sei. Damit rentiere die 10-jährige Bundrendite oberhalb der mehrfach getesteten Marke von -0,40%. Hinweise auf ein dauerhaftes Unterschreiten gebe es nicht. Einerseits würden die Indikatoren ein uneinheitliches Bild liefern, andererseits dürften sich Marktteilnehmer im Vorfeld der wichtigen Notenbankentscheidungen mit Engagements zurückhalten. (15.12.2021/alc/a/a)




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