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Spannende Woche: Zinssitzungen der FED, der Bank of England und der Bank of Japan


17.12.24 09:50
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Mit Zinssitzungen der FED, der Bank of England und der Bank of Japan verspricht die aktuelle Handelswoche noch einige Ereignisse, ehe es in die Weihnachtsferien geht, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Im Mittelpunkt stehe die FED, die am Mittwoch mit hoher Wahrscheinlichkeit eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte vornehmen werde. Experten würdeen jedoch darauf hinweisen, dass mögliche Importzölle unter dem designierten US-Präsidenten Donald Trump die Inflation antreiben und den Zinssenkungszyklus bremsen könnten. Einige Marktbeobachter würden bereits im Frühjahr eine Pause der Zinssenkungen erwarten. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hingegen habe heute weitere Zinssenkungen in der Eurozone angekündigt, unter der Prämisse, dass sich die Wirtschaftsdaten weiterhin wie erwartet entwickeln würden.

Besonders im Hinblick auf die gestern veröffentlichten Einkaufsmanagerindices bleibe die wirtschaftliche Lage weiterhin angespannt. In der Eurozone habe der Einkaufsmanager-Gesamtindex von 48,3 auf 49,5 zulegen können, signalisiere damit allerdings nach wie vor eine schrumpfende wirtschaftliche Aktivität. Ein ähnliches Bild habe sich in Deutschland abgezeichnet, wo der Index, der sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch Dienstleistungen beinhalte, zwar auf einen Wert von 47,8 zugelegt, damit jedoch unter der Wachstumsschwelle von 50 verharrt habe. Unter diesen Umständen hätten sich Investoren an den europäischen Aktienmärkten zurückhaltend gezeigt. Der DAX und der EURO STOXX 50 hätten 0,45% bzw. 0,42% verloren. Auch der ATX habe Verluste von 0,68% verkraften müssen.

In den USA habe sich die Rekordrally der Technologiewerte fortgesetzt. Unterstützung sei vom Einkaufsmanager-Gesamtindex gekommen, dessen Verbesserung von 54,9 auf 56,6 besser als erwartet ausgefallen sei. Folglich habe der NASDAQ 100 mit einem Zuwachs von 1,45% einen neuen Rekordstand erreichen können. Auch der S&P 500 habe den Handelstag mit einem Plus von 0,38% beendet. Lediglich der Dow Jones habe mit -0,25% aus der Reihe getanzt.

Der Ölpreis sei gestern von schwachen Verbraucherausgaben in China belastet worden. Aktuell koste ein Fass der Nordseesorte Brent rund USD 74. Der Goldpreis habe gestern seitwärts tendiert. Aktuell koste eine Feinunze rund USD 2.650. Der Bitcoin habe gestern neue Rekordstände erreichen können, nachdem der zukünftige US-Präsident Donald Trump mögliche Pläne für eine strategische Bitcoin-Reserve der USA angedeutet habe. Derzeit koste ein Bitcoin rund USD 106.800.

Die asiatischen Börsen würden sich heute Morgen mit gemischten Vorzeichen zeigen. Während Japan und Hongkong mit leichten Verlusten handeln würden, zeige sich Festland-China etwas fester. Im Datenkalender werde es heute vor allem in Deutschland spannend, wo die Veröffentlichung des ifo-Index und der ZEW-Konjunkturerwartungen anstehe. Daneben würden in den USA Daten zur Industrieproduktion und den Einzelhandelsumsätzen präsentiert. (17.12.2024/alc/a/a)