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Sorgen um Unabhängigkeit der FED verunsichern Anleger


02.05.25 10:05
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Inflationsrate sank im März stärker als erwartet von 2,8 auf 2,4 Prozent, die Kerninflation von 3,1 auf 2,8 Prozent, so die Analysten von Postbank Research.

Die PCE-Kernrate sei jedoch im Februar von 2,6 auf 2,8 Prozent gestiegen.

Der Arbeitsmarktreport für März habe ein unklares Bild gezeigt, der Stellenaufbau habe mit 228.000 deutlich über den Prognosen gelegen. Die Arbeitslosenquote sei unerwartet von 4,1 auf 4,2 Prozent gestiegen, die Gehälter hätten sich nur noch um 3,8 Prozent zum Vorjahr erhöht.

Der ISM-Index der Industrie sei im März auf 49,0 Punkte gefallen, wobei die Subindices der Neuaufträge und der Beschäftigungen kräftig weiter in den Schrumpfungsbereich gefallen seien, während die Preise stark angestiegen seien. Der Index für Dienstleistungen sei wesentlich stärker als erwartet von 53,5 auf 50,8 Punkte gefallen.

Kräftige Rücksetzer habe es erneut beim Verbrauchervertrauen, sowohl vom Conference Board als auch der Uni von Michigan, gegeben. An den Swap-Märkten werde eine nächste Leitzinssenkung für Juli erwartet. Bis zum Jahresende würden kumuliert 95 bp., mithin knapp vier Senkungen eingepreist.

Alles werde aber von den Entwicklungen der US-Zollpolitik und von der Performance der US-Assets abhängen. Zudem hätten zuletzt Sorgen um die Unabhängigkeit der FED die Anleger verunsichert. Der US-Dollar sei von seinem Zwei-Jahres-Hoch bei EUR/USD 1,0139 im Februar bis auf ein 3,5-Jahrestief bei 1,1573 am Ostermontag zurückgefallen. Obgleich sich die Sorgen um die US-Wirtschaft als unbegründet erweisen könnten, dürfte der US-Dollar auf Sicht von sechs Monaten Richtung 1,20 abwerten. (Währungsbulletin Mai 2025) (02.05.2025/alc/a/a)