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Skeptische Stimmen in der EZB


17.04.19 09:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nach einem Bericht, dass einige EZB-Ratsmitglieder die Wachstumsprognosen der Zentralbank für zu optimistisch halten, nahmen die Wachstumssorgen in Europa gestern zunächst zu und belasteten den Euro, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Auch die Nachricht, dass im EZB-Rat bisher wenig Überzeugung für eine Staffelung des Einlagezinses zur Stützung des Bankensektors bestehe, habe die Gemeinschaftswährung belastet. Allerdings scheinen im Wechselkurs bereits viele negative Entwicklungen in der Eurozone eingepreist zu sein, so die Deutsche Bank AG. Es habe bereits eine überraschend starke Erwartungskomponente des ZEW-Index gereicht, um die anfängliche Schwäche des Euro gegen den US-Dollar wieder auszugleichen. Eine weitere Aufwertung sei jedoch ausgeblieben, trotz schwacher Zahlen zur US-Industrieproduktion. Danach habe die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe im März gegenüber Vormonat stagniert, die gesamte Produktion der US-amerikanischen Industrie sei sogar leicht zurückgegangen. Getrieben worden sei der Rückgang von der Automobilindustrie und ihren Zulieferern, deren Produktion um 2,5 Prozent nachgegeben habe.

Gestützt worden sei der Dollar hingegen vom erneuten Anstieg der Stimmung in der US-Bauwirtschaft im April, der auf eine robuste Entwicklung im Immobiliensektor hindeute. Insgesamt habe der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar seine Seitwärtsbewegung damit beibehalten. (17.04.2019/alc/a/a)