Sixt-Anleihe: ein interessantes Papier aus der zweiten Reihe


28.08.12 10:22
Anleihencheck Research

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst Sven Krupp von Anleihencheck Research hält die Unternehmensanleihe (ISIN DE000A1PGPF8 / WKN A1PGPF) des Fahrzeugvermieters Sixt weiterhin für ein interessantes Investment für den europäischen Corporate Bonds-Sektor.

Die Unternehmensanleihe der Sixt AG sei mit einem Kupon von 3,75% p.a. ausgestattet, was bei einem aktuellen Kurs von 102,48% einer jährlichen Anleiherendite von 3,26% entspreche. Das Papier laufe noch bis zum 16.05.2018 und die Stückelung betrage 1.000 Euro.

Sixt sei der führende Fahrzeugvermieter in Deutschland. Zudem expandiere das Unternehmen erfolgreich in Europa. Zusammen mit seinen Lizenznehmern und Partnern sei Sixt auf der ganzen Welt vertreten.

Das Unternehmen habe in der ersten Jahreshälfte 2012 den Umsatz um 2,8% auf 777,1 Mio. Euro ausweiten können und die Vermietungserlöse seien um 8,0% auf 452,7 Mio. Euro gewachsen. Wachstumstreiber sei vor allem das Auslandsgeschäft gewesen, bei dem der Vermietungsumsatz im Periodenvergleich um 20,2% zugelegt habe. Das EBIT habe nach sechs Monaten 88,5 Mio. Euro erreicht und habe damit nur um 4,2% unter dem um einen im ersten Quartal 2011 angefallenen Einmalertrag von 4,4 Mio. Euro bereinigten Vorjahreswert von 92,3 Mio. Euro gelegen. Das EBT, die zentrale Ertragsgröße des Konzerns, habe bei 63,4 Mio. Euro gelegen, was einem Rückgang um 5,4% gegenüber dem um den Einmalertrag bereinigten Vorjahreswert von 67,0 Mio. Euro entspreche (ausgewiesenes EBT: 71,4 Mio. Euro). Wie angekündigt, hätten sich höhere operative Aufwendungen sowie die Anlaufkosten für Wachstumsinitiativen wie dem Aufbau des Vermietgeschäfts in den USA und dem Premium-Carsharing-Angebot DriveNow dämpfend auf die Ergebnisentwicklung ausgewirkt. Nach Steuern habe Sixt einen Halbjahresgewinn von 43,8 Mio. Euro ausgewiesen, gegenüber 50,2 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2011.

Den Ausblick für das Gesamtjahr 2012 habe die Sixt-Geschäftsführung bestätigt. Vor dem Hintergrund der nachlassenden Konjunktur in Europa gehe der Vorstand von einem schwierigeren Jahr aus. Sixt rechne mit einem weiteren Anstieg der Vermietungserlöse und halte auch ein Wachstum des Leasingumsatzes für möglich. Dabei werde eine erneut gute Ertragslage erwartet. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Risiken und höherer operativer Kosten dürfte aber das sehr hohe Ergebnisniveau des Jahres 2011 nun nicht mehr zu erreichen sein.

Nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research sind die publizierten Halbjahreszahlen von Sixt solide ausgefallen. Der Leasing-Bereich habe weiter zugelegt - im Ausland um beeindruckende knapp 20%. Damit wirke sich die zunehmende Internationalisierungsstrategie des Managements weiter sehr positiv auf die Geschäftsentwicklung aus. Und auch die Profitabilität liege mit einer EBIT-Marge von über 9% weiterhin auf einem komfortablen Niveau.

Die Analysten von Anleihencheck Research sind für die zweite Jahreshälfte für die weltweite Konjunkturentwicklung verhalten optimistisch gestimmt, so dass sie die Zielvorgaben von Sixt für plausibel halten.

Für Anleger, denen ein Direktinvestment in die Sixt-Aktie zu spekulativ sei, könnte die o.a. Anleihe interessant sein. Das Papier biete mit einer Rendite von 3,26% eine attraktive Verzinsung. Die Eigenkapitalquote von Sixt per Ende Juni 2012 in Höhe von 23,5% könnte zwar höher sein, jedoch liege sie auf einem vertretbaren Niveau. Sollte es nicht zu einer starken Wirtschaftsabkühlung kommen, sollte Sixt weiter positive Cashflows und Erträge erwirtschaften. Somit halten die Analysten von Anleihencheck Research die Unternehmensanleihe von Sixt für ein durchaus interessantes Investment für den europäischen Corporate Bonds-Sektor, auch wenn das Papier eine leicht spekulative Note hat. (Analyse vom 28.08.2012) (28.08.2012/alc/a/a)


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Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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