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Schwellenländeranleihen bieten Chancen für aktives Management
23.07.25 11:45
Vontobel Asset Management
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Carlos de Sousa, Portfoliomanager für Schwellenländeranleihen bei Vontobel, sieht aufgrund der eingeengten Credit Spreads bei Schwellenländeranleihen Chancen für aktives Management.
Die Credit Spreads in den Schwellenländern hätten sich wieder verengt, da sich die Anlageklasse von der durch den "Liberation Day" Anfang April ausgelösten Volatilität erholt habe. Dennoch gebe es in der Anlageklasse weiterhin Bereiche mit attraktivem Wert, die interessante Einstiegspunkte für selektive Kreditstrategien bieten würden.
Ölexportierende Länder und Ölunternehmen in den Schwellenländern hätten sich nicht vollständig erholt, da die Aussichten für die Ölpreise nicht besonders vielversprechend seien. Länder wie Angola würden jedoch über große Devisenreserven verfügen, die es ihnen ermöglichen würden, bei Bedarf über einen längeren Zeitraum von den Kapitalmärkten fernzubleiben, oder sie könnten ein IWF-Programm in Anspruch nehmen, falls der Marktzugang nicht rechtzeitig wiederhergestellt werde. Ölunternehmen mit relativ niedrigen Break-even-Kosten und geringer Verschuldung im Vergleich zu ihren Wettbewerbern würden ebenfalls gute Werte in einem Umfeld bieten, das geprägt sei von relativem Öl-Pessimismus.
Carlos de Sousa sehe auch Potenzial in defensiveren, Investment Grade (IG)-gerateten Anleihen wie supranationalen Anleihen, insbesondere von afrikanischen Entwicklungsinstitutionen. Einige IG-geratete Länder wie Bulgarien, das im Januar 2026 dem Euro beitreten werde, würden ebenfalls interessante Möglichkeiten für eine defensive Strategie in einem Umfeld enger IG-Spreads bieten.
Carlos de Sousa erwarte in den kommenden Wochen eine gewisse Marktvolatilität, da die Frist für US-Zölle (1. August) näher rücke, was ihn zu einer eher vorsichtigen taktischen Haltung veranlasse. Insgesamt gehe er jedoch davon aus, dass die meisten Schwellenländer Abkommen mit den USA schließen würden, die dann deutlich niedrigere Zollsätze haben würden als die ursprünglich angedroht hätten. (23.07.2025/alc/a/a)
Die Credit Spreads in den Schwellenländern hätten sich wieder verengt, da sich die Anlageklasse von der durch den "Liberation Day" Anfang April ausgelösten Volatilität erholt habe. Dennoch gebe es in der Anlageklasse weiterhin Bereiche mit attraktivem Wert, die interessante Einstiegspunkte für selektive Kreditstrategien bieten würden.
Carlos de Sousa sehe auch Potenzial in defensiveren, Investment Grade (IG)-gerateten Anleihen wie supranationalen Anleihen, insbesondere von afrikanischen Entwicklungsinstitutionen. Einige IG-geratete Länder wie Bulgarien, das im Januar 2026 dem Euro beitreten werde, würden ebenfalls interessante Möglichkeiten für eine defensive Strategie in einem Umfeld enger IG-Spreads bieten.
Carlos de Sousa erwarte in den kommenden Wochen eine gewisse Marktvolatilität, da die Frist für US-Zölle (1. August) näher rücke, was ihn zu einer eher vorsichtigen taktischen Haltung veranlasse. Insgesamt gehe er jedoch davon aus, dass die meisten Schwellenländer Abkommen mit den USA schließen würden, die dann deutlich niedrigere Zollsätze haben würden als die ursprünglich angedroht hätten. (23.07.2025/alc/a/a)


