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Schweizer Notenbank schwächt den Franken
02.04.24 10:18
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - Damit hatten wohl nur die wenigsten Ökonomen gerechnet, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Die Schweizer Nationalbank (SNB) habe vor allen anderen großen Notenbanken die Zinswende eingeleitet. Der Leitzins liege nun bei 1,5 Prozent nach zuvor 1,75 Prozent. Der scheidende SNB-Chef Thomas Jordan habe die Entscheidung mit dem erfolgreichen Kampf gegen die Teuerung begründet. Im Februar habe die Inflationsrate mit 1,2 Prozent deutlich tiefer als in der Eurozone gelegen. Für den obersten Währungshüter der Schweiz sei damit das Ziel der Preisstabilität erreicht. Ein Grund für die Zinssenkung dürfte auch die schwächelnde Schweizer Wirtschaft sein: Die Notenbanker würden für dieses Jahr mit einem Plus von nur einem Prozent rechnen.
Die Zinssenkung habe den zuletzt begonnenen Abwärtstrend des Franken gegenüber der Gemeinschaftswährung einen zusätzlichen Schub verliehen. Mit rund 98 Rappen hätten Devisenhändler für einen Euro so viel wie zuletzt im Juni vergangenen Jahres gezahlt. Und: Es sollten nicht ausgeschlossen werden, dass der Euro auch weiterhin die Richtung vorgeben dürfte. Grund: Die Zinsdifferenz zwischen der Schweiz und dem Ausland sei derzeit so groß wie nur ein Mal seit der Euro-Einführung im Jahr 1999. Dreimonatsgelder etwa würden in Deutschland 2,5 Prozentpunkte höher verzinst als in der Schweiz. Vor diesem Hintergrund weise der Franken ein immer noch recht hohes Niveau auf und müsste sich weiter abschwächen. Ändern könnte sich die Lage indes, wenn auch die EZB ihre Leitzinsen senke. (Ausgabe vom 28.03.2024) (02.04.2024/alc/a/a)
Die Schweizer Nationalbank (SNB) habe vor allen anderen großen Notenbanken die Zinswende eingeleitet. Der Leitzins liege nun bei 1,5 Prozent nach zuvor 1,75 Prozent. Der scheidende SNB-Chef Thomas Jordan habe die Entscheidung mit dem erfolgreichen Kampf gegen die Teuerung begründet. Im Februar habe die Inflationsrate mit 1,2 Prozent deutlich tiefer als in der Eurozone gelegen. Für den obersten Währungshüter der Schweiz sei damit das Ziel der Preisstabilität erreicht. Ein Grund für die Zinssenkung dürfte auch die schwächelnde Schweizer Wirtschaft sein: Die Notenbanker würden für dieses Jahr mit einem Plus von nur einem Prozent rechnen.
Die Zinssenkung habe den zuletzt begonnenen Abwärtstrend des Franken gegenüber der Gemeinschaftswährung einen zusätzlichen Schub verliehen. Mit rund 98 Rappen hätten Devisenhändler für einen Euro so viel wie zuletzt im Juni vergangenen Jahres gezahlt. Und: Es sollten nicht ausgeschlossen werden, dass der Euro auch weiterhin die Richtung vorgeben dürfte. Grund: Die Zinsdifferenz zwischen der Schweiz und dem Ausland sei derzeit so groß wie nur ein Mal seit der Euro-Einführung im Jahr 1999. Dreimonatsgelder etwa würden in Deutschland 2,5 Prozentpunkte höher verzinst als in der Schweiz. Vor diesem Hintergrund weise der Franken ein immer noch recht hohes Niveau auf und müsste sich weiter abschwächen. Ändern könnte sich die Lage indes, wenn auch die EZB ihre Leitzinsen senke. (Ausgabe vom 28.03.2024) (02.04.2024/alc/a/a)


