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Schweden: Riksbank treibt Lockerung voran


03.01.25 11:48
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - In Schweden blieb die erwartete konjunkturelle Aufhellung im Oktober aus, so die Analysten von Postbank Research.

Die monatliche BIP-Schätzung habe einen Rückgang um 0,4 Prozent zum bereits schwachen September ergeben. Maßgeblicher Treiber sei die schwache Nachfrage aus dem In- und Ausland gewesen.

Zwar hätten die Einzelhandelsumsätze zuletzt auf Monatsbasis wieder angezogen, auf Jahresbasis habe die Wachstumsdynamik jedoch im Oktober von 2,1 auf 0,9 Prozent deutlich abgenommen.

Erfreulich sei die deutliche Stimmungsaufhellung im verarbeitenden Gewerbe im November gewesen. Der Einkaufsmanager sei zum dritten Mal in Folge gestiegen und liege mit 53,8 Punkten zuletzt deutlich im Expansionsbereich. Demgegenüber habe sich der PMI der Dienstleister deutlich auf 50,9 Zähler abgeschwächt.

Der Druck auf die Immobilienpreise sei im November den dritten Monat in Folge zurückgegangen und habe mit plus 1,0 Prozent zum Vormonat sogar leicht unterhalb des langfristigen Durchschnitts gelegen.

Die von der Riksbank präferierte CPIF-Inflation (ohne Zinsänderungen) sei zwar im November von 1,5 auf 1,8 Prozent angezogen, verharre aber weiterhin unter dem Zwei-Prozent-Ziel.

Entsprechend habe die Riksbank im Dezember den Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent gesenkt. Bis Mitte 2025 würden die Märkte nun einen Leitzins von rund zwei Prozent einpreisen. Die Riksbank sehe den Leitzins Ende 2025 jedoch bei 2,25 Prozent.

Der Druck auf die Schwedische Krone könnte jedoch bis Ende Juni anhalten und diese auf EUR/SEK 11,75 sinken. (Währungsbulletin Januar 2025) (03.01.2025/alc/a/a)