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Russland: Ausländische Anleihekäufe stützen den Rubel


18.07.19 10:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Russische Staatsanleihen locken mit einer hohen Realverzinsung und guten ökonomischen Fundamentaldaten, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Die russische Staatsverschuldung sei gering, das Finanzministerium verzeichne ein Haushaltsplus und der Leistungsbilanzüberschuss liege mittlerweile bei 7 Prozent des BIPs. Vor allem ausländische Investoren würden zunehmend in Rubel denominierte russische Staatsanleihen kaufen. Sie würden mittlerweile bereits 30 Prozent halten, zu Beginn des Jahres seien es noch 25 gewesen. Dies stütze den Russischen Rubel, der gegenüber dem Euro seit Jahresbeginn um gut 13 Prozent habe aufwerten können. Im April 2018 hätten sich allerdings sogar 35 Prozent der russischen Anleihen in ausländischer Hand befunden. Von diesem Höchststand trennen uns aber noch Zuflüsse in Höhe von umgerechnet mehr als 6 Milliarden Euro, so die Deutsche Bank AG.

Der Anleihekauf durch ausländische Investoren könne sich also noch fortsetzen und den Rubel weiter nach oben treiben. Das Risiko neuer Sanktionen gegen Russland habe den Rubel in diesem Jahr kalt gelassen. Einerseits dürfte dies an den soliden ökonomischen Fundamentaldaten liegen, andererseits aber auch daran, dass der Markt weitere Sanktionen für unwahrscheinlich halte, solange es keine neuen Konfliktpunkte mit den USA gebe. (18.07.2019/alc/a/a)