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Rumänien: Kein Zinsschritt erwartet
04.07.19 12:45
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die gute konjunkturelle Entwicklung in Rumänien führte im April zu einem Lohnanstieg von fast 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Dies übertrage sich auch auf die Preise, die Inflationsrate habe im Mai bei 4,1 Prozent gelegen. Dennoch werde für die heutige Sitzung der Notenbank mit keiner Anhebung des Leitzinses gerechnet. Da Zinssenkungen der FED mittlerweile fast sicher erscheinen würden und sich auch die EZB zunehmend einer nochmals expansiveren Geldpolitik zuwende, wollten die rumänischen Währungshüter ein zu großes Zinsdifferential zu den USA und der Eurozone vermeiden. Ein solches würde die heimische Währung stärken, eine weitere Ausweitung des Leistungsbilanzdefizits könnte die Folge sein. Dieses liege bereits jetzt bei über vier Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
Der Rumänische Leu habe seit Ende Mai gegenüber dem Euro 0,5 Prozent aufwerten können und sei gemessen an der Kaufkraftparität derzeit leicht überbewertet. In den kommenden Monaten rechnet die Deutsche Bank AG mit einer leichten Korrektur, eine stärkere Abwertung würde auf Widerstand von Seiten der Politik stoßen. Eine Verringerung der Kaufkraft der Bevölkerung im Ausland käme vor den Präsidentschaftswahlen Ende des Jahres ungelegen. (04.07.2019/alc/a/a)
Dies übertrage sich auch auf die Preise, die Inflationsrate habe im Mai bei 4,1 Prozent gelegen. Dennoch werde für die heutige Sitzung der Notenbank mit keiner Anhebung des Leitzinses gerechnet. Da Zinssenkungen der FED mittlerweile fast sicher erscheinen würden und sich auch die EZB zunehmend einer nochmals expansiveren Geldpolitik zuwende, wollten die rumänischen Währungshüter ein zu großes Zinsdifferential zu den USA und der Eurozone vermeiden. Ein solches würde die heimische Währung stärken, eine weitere Ausweitung des Leistungsbilanzdefizits könnte die Folge sein. Dieses liege bereits jetzt bei über vier Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
Der Rumänische Leu habe seit Ende Mai gegenüber dem Euro 0,5 Prozent aufwerten können und sei gemessen an der Kaufkraftparität derzeit leicht überbewertet. In den kommenden Monaten rechnet die Deutsche Bank AG mit einer leichten Korrektur, eine stärkere Abwertung würde auf Widerstand von Seiten der Politik stoßen. Eine Verringerung der Kaufkraft der Bevölkerung im Ausland käme vor den Präsidentschaftswahlen Ende des Jahres ungelegen. (04.07.2019/alc/a/a)


