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Rising Stars und ihre positiven Effekte auf High-Yield-Anleihen
21.01.22 09:45
Fisch Asset Management
Zürich (www.anleihencheck.de) - Obwohl der Jahresstart am High-Yield-Anleihenmarkt mit leichten Kursrückgängen begann, sind wir für die Anlageklasse auf Jahressicht vorsichtig optimistisch, so Kyle Kloc, Senior Portfolio Manager bei Fisch Asset Management in Zürich.
Die Experten würden davon ausgehen, dass die Chancen gut stünden, das Renditeergebnis von 2021 von 2,1 Prozent (währungsgesichert in Euro) zu wiederholen oder sogar leicht zu übertreffen. Dafür würden zum Beispiel weiter tiefe Ausfallquoten sprechen. Zwar dürften sie in den Industrieländern, die 2021 historische Tiefstände von unter einem Prozent erreicht hätten, leicht steigen.
Es würde die Experten jedoch überraschen, wenn der Anstieg weit über die Marke von einem Prozent hinausgehen würde. Denn die Emittenten würden ein kräftiges Gewinnwachstum verzeichnen und die Verschuldung liege auf moderatem Niveau, hinzu würden günstige Laufzeitenprofile kommen. In den Schwellenländern und besonders in Asien würden die Ausfallquoten erwartungsgemäß über denen in den Industrieländern liegen, doch insgesamt würden die Experten bei diesem Thema eine überwiegend positive Entwicklung erwarten.
Unterstützend würden die Experten auch das Neuemissionsvolumen sehen, da es zwar weiter auf relativ hohem Niveau liegen dürfte, jedoch etwas geringer als im Rekordjahr 2021 sein sollte. Und auch die Nachfrage nach Hochzinsanleihen dürfte vergleichsweise stark bleiben. Denn die fundamentalen Aussichten seien nach wie vor günstig und viele Investoren seien wegen der niedrigen Zinsen gezwungen, das Kreditrisiko in ihren Portfolios zu erhöhen, um ihre Renditeziele erreichen zu können. Speziell bei in US-Dollar denominierten Papieren mit BB-Rating dürfte sich die Ende vergangenen Jahres von der Versicherungsaufsicht vorgenommene Änderung, die eine vorteilhaftere Eigenkapitalbehandlung von Anlagen in dieser Kategorie vorsehe, ebenfalls positiv auswirken.
Von noch größerer Bedeutung sei allerdings, dass der High-Yield-Markt dieses Jahr voraussichtlich schrumpfen werde. Nach der Welle von 'Fallen Angels' im Jahr 2020 aufgrund des Corona-Schocks würden die Experten für 2022 ein Rekordvolumen von 'Rising Stars' erwarten, die sich ihr ehemaliges Investment-Grade-Rating zurückerobern würden. Einige Prognosen würden davon ausgehen, dass sich das High-Yield-Marktvolumen dadurch um bis zu zehn Prozent verringern werde. Dieser Trend, der bereits Ende 2021 Fahrt aufgenommen habe, sollte einen deutlichen positiven Effekt auf die Anlageklasse haben.
Die High-Yield-Spreads in den Industrieländern lägen mit rund 310 Basispunkten (gemessen am ICE BofAML Global Developed Markets High Yield Index) nahe ihren historischen Tiefständen - insofern sei der Spielraum für eine weitere Verengung nicht sehr groß. Darin würden sich die niedrigen Ausfallquoten ebenso wie der Umstand widerspiegeln, dass die Verschuldung der meisten Emittenten so gering sei wie selten zuvor. Die Experten würden daher erwarten, dass sich die Spreads bis Ende des Jahres - ohne Berücksichtigung des Effekts der großen Gruppe von 'Rising Stars' - etwas erweitern würden.
In den Schwellenländern seien die Bewertungen nach der etwas schwächeren Performance in 2021 wieder interessanter. Die Experten würden damit rechnen, dass sich in den Emerging Markets vermehrt attraktive Chancen eröffnen würden. Dabei spiele bei der Titelselektion das richtige Timing in Kombination mit der Länder- und Sektorenauswahl eine entscheidende Rolle. Generell würden aus Renditesicht High-Yield-Bonds eine wichtige Alternative für Anleiheninvestoren bleiben. (21.01.2022/alc/a/a)
Die Experten würden davon ausgehen, dass die Chancen gut stünden, das Renditeergebnis von 2021 von 2,1 Prozent (währungsgesichert in Euro) zu wiederholen oder sogar leicht zu übertreffen. Dafür würden zum Beispiel weiter tiefe Ausfallquoten sprechen. Zwar dürften sie in den Industrieländern, die 2021 historische Tiefstände von unter einem Prozent erreicht hätten, leicht steigen.
Es würde die Experten jedoch überraschen, wenn der Anstieg weit über die Marke von einem Prozent hinausgehen würde. Denn die Emittenten würden ein kräftiges Gewinnwachstum verzeichnen und die Verschuldung liege auf moderatem Niveau, hinzu würden günstige Laufzeitenprofile kommen. In den Schwellenländern und besonders in Asien würden die Ausfallquoten erwartungsgemäß über denen in den Industrieländern liegen, doch insgesamt würden die Experten bei diesem Thema eine überwiegend positive Entwicklung erwarten.
Von noch größerer Bedeutung sei allerdings, dass der High-Yield-Markt dieses Jahr voraussichtlich schrumpfen werde. Nach der Welle von 'Fallen Angels' im Jahr 2020 aufgrund des Corona-Schocks würden die Experten für 2022 ein Rekordvolumen von 'Rising Stars' erwarten, die sich ihr ehemaliges Investment-Grade-Rating zurückerobern würden. Einige Prognosen würden davon ausgehen, dass sich das High-Yield-Marktvolumen dadurch um bis zu zehn Prozent verringern werde. Dieser Trend, der bereits Ende 2021 Fahrt aufgenommen habe, sollte einen deutlichen positiven Effekt auf die Anlageklasse haben.
Die High-Yield-Spreads in den Industrieländern lägen mit rund 310 Basispunkten (gemessen am ICE BofAML Global Developed Markets High Yield Index) nahe ihren historischen Tiefständen - insofern sei der Spielraum für eine weitere Verengung nicht sehr groß. Darin würden sich die niedrigen Ausfallquoten ebenso wie der Umstand widerspiegeln, dass die Verschuldung der meisten Emittenten so gering sei wie selten zuvor. Die Experten würden daher erwarten, dass sich die Spreads bis Ende des Jahres - ohne Berücksichtigung des Effekts der großen Gruppe von 'Rising Stars' - etwas erweitern würden.
In den Schwellenländern seien die Bewertungen nach der etwas schwächeren Performance in 2021 wieder interessanter. Die Experten würden damit rechnen, dass sich in den Emerging Markets vermehrt attraktive Chancen eröffnen würden. Dabei spiele bei der Titelselektion das richtige Timing in Kombination mit der Länder- und Sektorenauswahl eine entscheidende Rolle. Generell würden aus Renditesicht High-Yield-Bonds eine wichtige Alternative für Anleiheninvestoren bleiben. (21.01.2022/alc/a/a)


