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Risikofreude nimmt wieder zu
13.12.21 12:15
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im Vorfeld der für den 16. Dezember anberaumten EZB-Sitzung zeigten sich die Anleger zuletzt etwas optimistischer, so die Experten von Union Investment.
Die Risikofreude habe zugenommen und sich in steigenden Aktienkursen widergespiegelt. Bezüglich der Corona-Omikron-Variante habe es im Wochenverlauf widersprüchliche Pressemeldungen hinsichtlich der Wirksamkeit der Impfstoffe gegeben. Darüber hinaus scheinen mittlerweile weltweit erneute Restriktionen zur Bekämpfung der Ausbreitung die Oberhand zu gewinnen. Letztlich habe sich in der Berichtswoche aber eine positive Sichtweise durchgesetzt. Die Anleger seien wieder ins Risiko gegangen und hätten auf die Aktienmärkte gesetzt. Die Börsen hätten weltweit im Plus gelegen.
Auch Anleihen mit Renditeaufschlag wie Unternehmenstitel und Papiere aus den Schwellenländern hätten sich wieder von den Verlusten der Vorwoche erholt. Die als sicher geltenden Bundesanleihen und US-Schatzanweisungen hätten hingegen ins Minus tendiert. Deren Renditen seien, vor allem in den USA, damit einhergehend angestiegen.
Mit Blick auf die Wirtschaftsdaten habe die deutsche Industrieproduktion im Oktober ein erfreuliches Plus verzeichnen können. Die Fertigung in der Industrie, beim Bau und den Energieversorgern habe um 2,8 Prozent über dem Vormonat gelegen. Erwartet worden sei lediglich ein Plus in Höhe von 0,9 Prozent. Für etwas Ernüchterung habe aber der gleichzeitig veröffentlichte ZEW-Index gesorgt. Die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung befragten Finanzmarktexperten seien sowohl die Lage als auch die Erwartungen betreffend eher in Moll gestimmt gewesen. Die entsprechenden Indices seien um 19,9 auf minus 7,4 und um 1,8 auf 29,9 Punkte gefallen. Zum ersten Mal seit Juni 2021 befinde sich der Lageindikator wieder im negativen Bereich. Bestehende Lieferengpässe und die Entwicklung der Corona-Pandemie würden Produktion und Einzelhandel belasten.
Der deutsche Auftragseingang in der Industrie habe sich im Oktober mit minus 6,9 Prozent gegenüber dem Vormonat eher überraschend rückläufig gezeigt. Hierzu hätten deutlich geringere Großaufträge und auch eine schwächere Auslandsnachfrage beigetragen. Ein nach wie vor hoher Auftragsbestand in der Industrie relativiere immerhin den Rückgang der neuen Bestellungen.
Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung hätten sich mit 184.000 in der Vorwoche zum 4. Dezember auf einem (niedrigen) Niveau bewegt, wie es zuletzt 1969 zu beobachten gewesen sei. Die verringerten Erstanträge würden auf eine weitere Erholung hindeuten, obwohl der in der Vorwoche veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht mit nur 210.000 neu geschaffenen Stellen eher enttäuschend ausgefallen sei.
Die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise seien im November um 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Die Konsensschätzung über Bloomberg habe bei plus 0,7 Prozent gelegen. Die Kernrate (ohne Lebensmittel und Energie) habe wie erwartet um 0,5 Prozent zugenommen. Im Jahresvergleich sei die Teuerung wie geschätzt um 6,8 Prozent angestiegen. Dies gelte auch für die Kernrate (plus 4,9 Prozent). (Ausgabe vom 10.12.2021) (13.12.2021/alc/a/a)
Die Risikofreude habe zugenommen und sich in steigenden Aktienkursen widergespiegelt. Bezüglich der Corona-Omikron-Variante habe es im Wochenverlauf widersprüchliche Pressemeldungen hinsichtlich der Wirksamkeit der Impfstoffe gegeben. Darüber hinaus scheinen mittlerweile weltweit erneute Restriktionen zur Bekämpfung der Ausbreitung die Oberhand zu gewinnen. Letztlich habe sich in der Berichtswoche aber eine positive Sichtweise durchgesetzt. Die Anleger seien wieder ins Risiko gegangen und hätten auf die Aktienmärkte gesetzt. Die Börsen hätten weltweit im Plus gelegen.
Auch Anleihen mit Renditeaufschlag wie Unternehmenstitel und Papiere aus den Schwellenländern hätten sich wieder von den Verlusten der Vorwoche erholt. Die als sicher geltenden Bundesanleihen und US-Schatzanweisungen hätten hingegen ins Minus tendiert. Deren Renditen seien, vor allem in den USA, damit einhergehend angestiegen.
Der deutsche Auftragseingang in der Industrie habe sich im Oktober mit minus 6,9 Prozent gegenüber dem Vormonat eher überraschend rückläufig gezeigt. Hierzu hätten deutlich geringere Großaufträge und auch eine schwächere Auslandsnachfrage beigetragen. Ein nach wie vor hoher Auftragsbestand in der Industrie relativiere immerhin den Rückgang der neuen Bestellungen.
Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung hätten sich mit 184.000 in der Vorwoche zum 4. Dezember auf einem (niedrigen) Niveau bewegt, wie es zuletzt 1969 zu beobachten gewesen sei. Die verringerten Erstanträge würden auf eine weitere Erholung hindeuten, obwohl der in der Vorwoche veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht mit nur 210.000 neu geschaffenen Stellen eher enttäuschend ausgefallen sei.
Die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise seien im November um 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Die Konsensschätzung über Bloomberg habe bei plus 0,7 Prozent gelegen. Die Kernrate (ohne Lebensmittel und Energie) habe wie erwartet um 0,5 Prozent zugenommen. Im Jahresvergleich sei die Teuerung wie geschätzt um 6,8 Prozent angestiegen. Dies gelte auch für die Kernrate (plus 4,9 Prozent). (Ausgabe vom 10.12.2021) (13.12.2021/alc/a/a)


