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Risikoabsicherung spricht für Wandelanleihen


12.05.16 10:24
Fisch Asset Management

Zürich (www.anleihencheck.de) - Der große Zyklus starker Aktienkursgewinne von 2009 bis ins vergangene Jahr hinein mit jährlichen Gewinnen von durchschnittlich über zehn Prozent neigt sich wohl dem Ende zu beziehungsweise scheint vorbei zu sein, so die Experten von Fisch Asset Management.

Dennoch bleibe es offensichtlich: Im Niedrigzinsumfeld seien Aktien mehr als eine Option. Dabei müssten sich Anleger verstärkt die Frage stellen, ob sie für das eingegangene Risiko noch angemessen entschädigt würden. Denn dass nach der durchaus langen Hausse vermehrt Rückschläge kommen würden - und bereits gekommen seien - liege auf der Hand. Zudem scheine die Unsicherheit, die die Märkte nach wie vor bestimme, weiter anzuhalten und sorge für erhöhte Volatilität.

"Aufgrund der wiederkehrenden Turbulenzen an den Aktienmärkten im Jahresverlauf wurde den Investoren der Vorteil einer asymmetrischen Partizipation an den Aktienmärkten deutlich vor Augen geführt. Entsprechend beobachten wir derzeit eine erhöhte Aufmerksamkeit der Anleger, in Wandelanleihen zu investieren. Denn die Wandelanleihe ist ein Paradebeispiel für eine solche asymmetrische Struktur", so Klaus Göggelmann von Fisch Asset Management in Zürich.

Mit asymmetrischem Kursverhalten bei Wandlern sei die Kombination aus garantiertem Rückzahlungspreis (limitiertes Risiko) und unlimitiertem Kurspotenzial nach oben gemeint. Dank des Wandlungsrechts würden Anleger von steigenden Aktienmärkten profitieren. Da aber kein Zwang zur Wandlung bestehe, könne bei schlechter Aktienbörsenlage die Anleihe behalten werden und man habe damit eine garantierte Rückzahlung. Daher würden Wandelanleihen einen effizienten Kapitalschutz bieten.

"Es ist diese Risikoabsicherung, die in der aktuellen Situation für Wandelanleihen spricht. Selbstverständlich unterliegen Wandler auch Kursschwankungen, doch diese sind deutlich geringer als bei Aktien. Die durchschnittliche implizite Volatilität der globalen Wandelanleihen liegt mit momentan 29,2 Prozent unter dem historischen Durchschnitt und auch klar unter dem Stand von 31,1 Prozent per Ende 2015. Dieser Wert signalisiert ein interessantes Einstiegsniveau in die Anlageklasse der Wandelanleihen und bietet Kurschancen. Denn erhöht sich die implizite Volatilität um ein Prozent, hat dies eine Preiserhöhung von 0,4 Prozent zur Folge", sage Göggelmann.

Abschließend meine der Manager des FISCH CB Global Defensive Fund: "Von Seiten der Zinsentwicklungen sehen wir aktuell keine größeren Risiken und die Anleihen-Ankaufprogramme diverser Notenbanken sorgen für Unterstützung. Da es keine regionalen oder sektoralen Favoriten gibt, liegt auf der Einzeltitel-Auswahl und der entsprechenden Kreditanalyse unser Hauptaugenmerk - auch um ein Ausfallrisiko bestmöglich auszuschließen." (12.05.2016/alc/a/a)