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Reserve Bank of Australia überrascht die Märkte
01.08.23 16:58
XTB
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Reserve Bank of Australia (RBA) überraschte die Märkte heute mit einer zurückhaltenden geldpolitischen Entscheidung, so die Experten von XTB.
Die RBA habe die Zinssätze unverändert gelassen, wobei der Leitzins bei 4,10% geblieben sei. Die von Bloomberg befragten Wirtschaftsexperten seien im Durchschnitt von einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte ausgegangen. Die Geldmärkte hätten mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger als 40% für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte gerechnet. Letztendlich habe sich herausgestellt, dass der Markt Recht gehabt habe und die Ökonomen offenbar die Auswirkungen der soliden Arbeitsmarktdaten auf die Haltung der RBA überschätzt und die Auswirkungen der niedriger als erwarteten VPI-Daten für das zweite Quartal unterschätzt hätten. Obwohl in der zusammen mit der Entscheidung veröffentlichten Erklärung weitere Zinserhöhungen nicht ausgeschlossen worden seien, habe man das Gefühl, dass die RBA jetzt eine Pause einlegen werde. Und warum? Hierfür gebe es eine Reihe von Gründen:
- Der Arbeitsmarkt sei zwar immer noch verfestigt, aber er lockere sich auf
- Inflationstrends würden sich besser als erwartet entwickeln
- Vorherige Zinserhöhungen würden die Wirtschaft und bremsen die Nachfrage beeinträchtigen
Dennoch dürfte die RBA die Zinsen vorerst beibehalten wollen, da ihre vorherigen Maßnahmen Wirkung zu zeigen schienen. Auch die Geldmärkte würden diese Ansicht unterstützen - für die Sitzungen im September oder Oktober werde keine Änderung der Zinssätze eingepreist.
Trader würden in dieser Woche von einer weiteren Zentralbank hören - der Bank of England am Donnerstag um 13:00 Uhr. Die Ökonomen würden von der BoE ebenfalls eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte erwarten, genau wie im Falle der RBA. In diesem Fall gebe es jedoch keine Diskrepanz zwischen den Ökonomen und den Geldmärkten - die Geldmärkte würden eine Zinserhöhung der BoE um 25 Basispunkte in dieser Woche voll einpreisen. Darüber hinaus seien für die nächsten drei Sitzungen insgesamt drei Zinserhöhungen um 25 Basispunkte eingepreist. Das größte Risiko für das GBP scheine eine mögliche dovische Wende der BoE zu sein, ähnlich wie bei der FED und der RBA. Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage im Vereinigten Königreich sei es jedoch eher unwahrscheinlich, dass die Bank of England beschließen werde, die Zinserhöhung beizubehalten und eine dovishe Prognose abzugeben. (01.08.2023/alc/a/a)
Die RBA habe die Zinssätze unverändert gelassen, wobei der Leitzins bei 4,10% geblieben sei. Die von Bloomberg befragten Wirtschaftsexperten seien im Durchschnitt von einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte ausgegangen. Die Geldmärkte hätten mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger als 40% für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte gerechnet. Letztendlich habe sich herausgestellt, dass der Markt Recht gehabt habe und die Ökonomen offenbar die Auswirkungen der soliden Arbeitsmarktdaten auf die Haltung der RBA überschätzt und die Auswirkungen der niedriger als erwarteten VPI-Daten für das zweite Quartal unterschätzt hätten. Obwohl in der zusammen mit der Entscheidung veröffentlichten Erklärung weitere Zinserhöhungen nicht ausgeschlossen worden seien, habe man das Gefühl, dass die RBA jetzt eine Pause einlegen werde. Und warum? Hierfür gebe es eine Reihe von Gründen:
- Der Arbeitsmarkt sei zwar immer noch verfestigt, aber er lockere sich auf
- Inflationstrends würden sich besser als erwartet entwickeln
- Vorherige Zinserhöhungen würden die Wirtschaft und bremsen die Nachfrage beeinträchtigen
Dennoch dürfte die RBA die Zinsen vorerst beibehalten wollen, da ihre vorherigen Maßnahmen Wirkung zu zeigen schienen. Auch die Geldmärkte würden diese Ansicht unterstützen - für die Sitzungen im September oder Oktober werde keine Änderung der Zinssätze eingepreist.
Trader würden in dieser Woche von einer weiteren Zentralbank hören - der Bank of England am Donnerstag um 13:00 Uhr. Die Ökonomen würden von der BoE ebenfalls eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte erwarten, genau wie im Falle der RBA. In diesem Fall gebe es jedoch keine Diskrepanz zwischen den Ökonomen und den Geldmärkten - die Geldmärkte würden eine Zinserhöhung der BoE um 25 Basispunkte in dieser Woche voll einpreisen. Darüber hinaus seien für die nächsten drei Sitzungen insgesamt drei Zinserhöhungen um 25 Basispunkte eingepreist. Das größte Risiko für das GBP scheine eine mögliche dovische Wende der BoE zu sein, ähnlich wie bei der FED und der RBA. Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage im Vereinigten Königreich sei es jedoch eher unwahrscheinlich, dass die Bank of England beschließen werde, die Zinserhöhung beizubehalten und eine dovishe Prognose abzugeben. (01.08.2023/alc/a/a)


