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Reserve Bank of Australia könnte Lockerungszyklus vorantreiben


07.07.25 10:50
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Im ersten Quartal wuchs die australische Wirtschaft nur um 0,2% gegenüber dem Vorquartal zugelegt - eine deutliche konjunkturelle Abkühlung gegenüber den 0,6% des Vorquartals, so die Analysten von Postbank Research.

Allerdings sei laut Schnellschätzung der branchenübergreifende Composite PMI im Juni von 50,5 auf 51,2 Punkte gestiegen, was auf die zweitstärkste Wachstumsdynamik der Privatwirtschaft der vergangenen zehn Monate hinweise.

Erfreulich sei ebenfalls gewesen, dass die jährliche Inflationsrate nach drei Monaten bei konstant 2,4% im Mai auf 2,1% (gegenüber erwarteten 2,3%) gefallen sei. Die getrimmte durchschnittliche Jahresrate, das von der Notenbank Reserve Bank of Australia (RBA) präferierte Inflationsmaß, sei von 2,8 auf 2,4% auf den tiefsten Stand seit November 2021 gesunken.

Dass die Inflationserwartungen der privaten Haushalte im Juni von 4,1% auf 5,0% angestiegen seien, dürfte vor allem den auslaufenden Effekten der Energiepreissubventionen geschuldet sein, über die die Notenbank hinwegsehen könnte.

Nachdem sie den Leitzins im Mai wie erwartet auf 3,85% gesenkt habe, würden die Märkte für die nächste Sitzung am 8. Juli eine weitere Senkung nahezu komplett und bis Ende 2025 sogar bis drei solcher Schritte einpreisen.

Halte die wirtschaftliche Erholung an und bleibe der Preisdruck gedämpft, könnte sich das EUR/AUD-Währungspaar bis Ende des Jahres in etwa auf dem aktuellen Niveau bei 1,79 stabilisieren. (Währungsbulletin Juli 2025) (07.07.2025/alc/a/a)