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Reserve Bank of Australia belässt die Zinssätze unverändert bei 4,35%


19.03.24 12:00
XTB

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Während die Aufmerksamkeit der Märkte im asiatisch-pazifischen Raum hauptsächlich der Bank of Japan galt, war sie nicht die einzige Zentralbank, die heute eine Entscheidung bekannt gab. Die Reserve Bank of Australia (RBA) beließ die Zinssätze zum dritten Mal in Folge unverändert bei 4,35%, so die Experten von XTB.

In der Erklärung der RBA sei die Formulierung gestrichen worden, wonach eine weitere Anhebung nicht ausgeschlossen werden könne, und stattdessen durch die Formulierung ersetzt, dass der Vorstand weder etwas ein- noch ausschließe. Die Bank habe darauf hingewiesen, dass der Weg zur Erreichung des VPI-Ziels weiterhin ungewiss sei, während Gouverneur Bullock gewarnt habe, dass der Inflationskrieg noch nicht gewonnen sei, aber Fortschritte gemacht worden seien.

RBA-Erklärung

- Zinspfad, der am besten gewährleiste, dass der Verbraucherpreisindex das Ziel erreiche, sei ungewiss
- "Wir müssen zuversichtlich sein, dass sich der Verbraucherpreisindex nachhaltig auf das Ziel zubewegt"
- Vorstand bleibe entschlossen, die Inflation auf das Zielniveau zurückzuführen
- Der Vorstand schließe weder etwas aus noch ein
- Die Inflation im Dienstleistungssektor sei nach wie vor hoch und schwäche sich allmählich ab
- Wachstum der Lohnstückkosten verlangsame sich, bleibe aber hoch

Rede von RBA-Gouverneur Bullock

- Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung
- Den jüngsten Daten zufolge auf dem richtigen Weg
- Risiken des Ausblicks fein austariert
- Nachlassende Energiepreise würden sich positiv auf Inflationsaussichten auswirken
- Inflationskrieg noch nicht gewonnen
- Beschäftigungszahlen genau im Auge behalten
- Arbeitsmarkt bleibe leicht angespannt
- Es gehe nicht nur um die Arbeitslosenquote
- Der Verwaltungsrat prüfe eine Reihe von Möglichkeiten zur Politik

Der AUD (Australischer Dollar) habe sich nach der Entscheidung und der Rede von Gouverneur Bullock abgeschwächt und gehöre heute zu den Währungen der G10-Staaten, die sich am schlechtesten entwickelt hätten, nur gegenüber dem Japanischen Yen habe er zugelegt. Die Geldmärkte sähen derzeit die erste Zinssenkung der RBA im September dieses Jahres. Da Gouverneurin Bullock habe gesagt, sie werde die Beschäftigungsdaten genau im Auge behalten, könnte AUD im Laufe der Woche noch etwas mehr Volatilität erfahren, wenn am Donnerstag um 1:30 Uhr deutscher Zeit die australischen Arbeitsmarktdaten für Februar veröffentlicht würden.

Ein Blick auf das AUD/USD-Tageschart zeige, dass das Paar heute eingebrochen sei und unter die Unterstützungszone von 0,6570 sowie den gleitenden Durchschnitt der 50er-Session gefallen sei. Das Paar versuche auch, zum ersten Mal seit zwei Wochen unter den gleitenden 200-Session-Durchschnitt zu fallen. Eine kurzfristige Unterstützungszone, die es zu beachten gelte, befinde sich im Bereich von 0,6500 und sei durch die vorherigen Kursreaktionen markiert. (19.03.2024/alc/a/a)