Rentenmarkt: Zinssorgen belasten


18.10.23 09:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die unerwartet starke ZEW-Umfrage und die positive Überraschung bei den US-Einzelhandelsumsätzen und den Produktionszahlen haben die Zinserwartungen auf beiden Seiten des Atlantiks forciert, so die Analysten der Helaba.

Eher "hawkish" wahrgenommen worden seien auch die jüngsten EZB-Kommentare (z. B. Lane). Entsprechend habe sich am Rentenmarkt eine schwächere Tendenz durchgesetzt, während sich der Euro per saldo gut habe behaupten können. Zurückhaltung dominiere das Geschehen an den Aktienmärkten. Neben den Zinserwartungen würden die kritische Lage im Nahen Osten und Sorgen vor einem Flächenbrand das Kaufinteresse hemmen.

Mit der Korrektur am Rentenmarkt seien die Renditen wieder gestiegen, wenngleich die hohen Niveaus von Anfang Oktober noch weit entfernt seien. Bundesanleihen mit 10-jähriger Laufzeit würden bei 2,88% rentieren, im Vergleich zu 3,02% vor zwei Wochen. Sollte sich die Lage in Gaza und Israel zuspitzen und die Risikoaversion wieder zunehmen, könnte eine Flucht in Sicherheit erneute Käufe von Bundesanleihen begünstigen und die Renditen wieder drücken. Mit Blick auf den Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei darauf verwiesen, dass sich von technischer Seite die Chancen auf einen erneuten Anstieg verschlechtert hätten. So sei die 21-Tagelinie, die heute bei 128,66 verlaufe, nach mehrfachen Tests unterschritten worden. (18.10.2023/alc/a/a)




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