Rentenmarkt: Zinssorgen in den USA


11.02.22 09:21
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Äußerungen diverser EZB-Vertreter haben die Zinssorgen hierzulande zunächst nicht weiter dämpfen können, auch wenn die Notenbank vermutlich nicht so schnell agieren wird wie anfangs befürchtet, so die Analysten der Helaba.

Präsidentin Lagarde habe nochmals betont, dass ein zu schnelles Handeln die Erholung der Wirtschaft gefährden würde. Die EZB werde bei Bedarf und schrittweise agieren. Im Gegensatz dazu seien die Sorgen in den USA wieder größer geworden, nachdem die US-Inflation stärker gestiegen sei als erwartet. Inzwischen werde bis Juli dieses Jahres ein voller Prozentpunkt an Zinserhöhung eingepreist. Die Renditen würden steigen, wobei die US-Renditestrukturkurve flacher und die Bundkurve deutlich steiler geworden seien.

Der Spread zwischen 10- und 2-jährigen Bundesanleihen habe mit über 60 Basispunkten das Niveau von vor der EZB-Ratssitzung übertroffen und ein 3-Jahreshoch erreicht. Zudem setze sich die Underperformance der EWU-Peripherie fort. Die Spreads würden deutlich erhöhte Level aufweisen, wobei vor allem der Renditeanstieg griechischer Bonds ins Auge falle.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe nach einer regelrechten Achterbahnfahrt seine Verluste ausgeweitet und bei 164,37 ein neues Kontrakttief markiert. Damit bleibe das Abwärtsszenario intakt, wenngleich die überverkaufte Marktlage kaum habe abgebaut werden können. Kurzzeitige Erholungsphasen seien möglich, das Potenzial nach unten scheine aber noch nicht ausgeschöpft zu sein. Die nächste Unterstützung zeige sich bei 164,00. Widerstände würden die Analysten erst bei 166,11 und um 167,00 lokalisieren. (11.02.2022/alc/a/a)




hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
125,3206 € 125,717 € -0,3964 € -0,32% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009652644 965264 131,95 € 124,26 €