Rentenmarkt: Zinssenkungserwartungen gedämpft


15.03.24 09:12
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In den USA fiel die Erholung der Einzelhandelsumsätze zwar schwächer aus als erwartet, dafür sind aber die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe weiter gesunken und die Erzeugerpreise gestiegen, so die Analysten der Helaba.

Die Zahlen hätten die Zinssenkungserwartungen weiter gedämpft und am Rentenmarkt für steigende Renditen gesorgt. US-Anleihen mit 10-jähriger Laufzeit seien im Hoch auf 4,30% gestiegen, vergleichbare Bundesanleihen hätten im Hoch bei 2,43% rentiert - der Realrenditevorteil der USA sei wieder deutlich größer geworden.

Der richtungsweisende Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe sich unterhalb der 21-Tagelinie weiter abgeschwächt, die heute bei 132,60 verlaufe und als Widerstand fungiere. Auf der Unterseite sei Raum eröffnet bis zum Impulstief von Ende Februar bei 131,23, zumal sich auch das Bild der technischen Indikatoren getrübt habe.

Auffällig sei die fortgesetzte Einengung der EWU-Peripheriespreads in Folge der allgemein erhöhten Risikobereitschaft. Während die Renditen von Bundesanleihen zuletzt gestiegen seien, habe sich bei italienischen Renditen eine eher rückläufige Tendenz durchgesetzt. Der Renditeabstand habe sich im 10-jährigen Bereich auf zeitweise unter 120 BP reduziert, was zuletzt im November 2021 der Fall gewesen sei. Auch Anleihen anderer EWU-Staaten würden derzeit deutlich besser abschneiden als Bundesanleihen. (15.03.2024/alc/a/a)




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