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Rentenmarkt: Zinsangst lässt nach
27.07.22 09:30
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Ein kräftiger Zinsschritt der FED ist vollständig eskomptiert und sollte daher kaum für Kursausschläge sorgen, so die Analysten der Helaba.
Vielmehr von Interesse dürfte die Kommunikation der FED im Nachgang zu der Entscheidung sein. Würden die Notenbanker um FED-Chef Powell weiterhin auf ein aggressives Vorgehen gegen die Inflation setzen, oder sie im Statement und der Pressekonferenz den sich eintrübenden konjunkturellen Perspektiven Rechnung tragen? Mehr noch: Gelinge eine glaubwürdige Kommunikation der Anti-Inflationspolitik ohne Rezessionsängste zu schüren? Während die Finanzmärkte vor der Entscheidung wohl in einer abwartenden Haltung verharren und auch auf die Entwicklungen rund um die Erdgaslieferungen aus Russland achten müssten, bestehe das Risiko einer erhöhten Volatilität im Anschluss daran.
Wechselseitige Einflüsse gebe es derzeit auf den hiesigen Rentenmarkt, wobei die kurzfristig anstehenden Zinserhöhungen dies- und jenseits des Atlantiks weitgehend eingepreist sein und daher ihren Schrecken verloren haben dürften. Vielmehr würden die Konjunktursorgen zunehmen, auch weil die Gasnotierungen vor dem Hintergrund des russischen Machtspiels wieder kräftig gestiegen seien. Die Beständigkeit des EZB-Plans zu deutlichen Zinserhöhungen werde damit auf die Probe gestellt.
Wie auch bei den US-Renditen scheinen die Marktteilnehmer zudem über die avisierten Zinserhöhungen hinwegzusehen und konzentrieren sich verstärkt auf die mittelfristige Perspektive, so die Analysten der Helaba. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe die Schwäche seit der zweiten Maihälfte komplett wettgemacht und bei 156,28 ein neues Hoch markiert. Das Indikatorenumfeld sei freundlich und die Rückkehr in den Aufwärtstrend ermögliche weitere Kursgewinne. Eine erste Hürde würden die Analysten bei 156,65 sehen. (27.07.2022/alc/a/a)
Vielmehr von Interesse dürfte die Kommunikation der FED im Nachgang zu der Entscheidung sein. Würden die Notenbanker um FED-Chef Powell weiterhin auf ein aggressives Vorgehen gegen die Inflation setzen, oder sie im Statement und der Pressekonferenz den sich eintrübenden konjunkturellen Perspektiven Rechnung tragen? Mehr noch: Gelinge eine glaubwürdige Kommunikation der Anti-Inflationspolitik ohne Rezessionsängste zu schüren? Während die Finanzmärkte vor der Entscheidung wohl in einer abwartenden Haltung verharren und auch auf die Entwicklungen rund um die Erdgaslieferungen aus Russland achten müssten, bestehe das Risiko einer erhöhten Volatilität im Anschluss daran.
Wechselseitige Einflüsse gebe es derzeit auf den hiesigen Rentenmarkt, wobei die kurzfristig anstehenden Zinserhöhungen dies- und jenseits des Atlantiks weitgehend eingepreist sein und daher ihren Schrecken verloren haben dürften. Vielmehr würden die Konjunktursorgen zunehmen, auch weil die Gasnotierungen vor dem Hintergrund des russischen Machtspiels wieder kräftig gestiegen seien. Die Beständigkeit des EZB-Plans zu deutlichen Zinserhöhungen werde damit auf die Probe gestellt.
Wie auch bei den US-Renditen scheinen die Marktteilnehmer zudem über die avisierten Zinserhöhungen hinwegzusehen und konzentrieren sich verstärkt auf die mittelfristige Perspektive, so die Analysten der Helaba. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe die Schwäche seit der zweiten Maihälfte komplett wettgemacht und bei 156,28 ein neues Hoch markiert. Das Indikatorenumfeld sei freundlich und die Rückkehr in den Aufwärtstrend ermögliche weitere Kursgewinne. Eine erste Hürde würden die Analysten bei 156,65 sehen. (27.07.2022/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


