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Rentenmarkt: Unternehmensanleihen bevorzugen
20.04.18 11:12
Weberbank
Berlin (www.anleihencheck.de) - Die Finanzmärkte wurden in den letzten Wochen von den Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie dem Syrien-Konflikt beherrscht, so Sören Wiedau, CEFA bei der Weberbank.
Für eine Entspannung habe dann Donald Trump gesorgt, indem er eine Einigung mit China in Aussicht gestellt habe. Auf der anderen Seite beabsichtige der chinesische Präsident Xi eine weitere Öffnung der Wirtschaft und eine Senkung der Zölle auf Autoimporte. Auch durch die schwindenden Sorgen um eine Eskalation des Konfliktes in Syrien, eine mögliche Annäherung der USA mit Nordkorea sowie Meldungen über einen Wiedereinstieg der USA in das transpazifische Freihandelsabkommen (TPP) habe sich die Stimmung aufgehellt. In den nächsten Wochen werde die Unternehmens-Berichtssaison zum ersten Quartal 2018 stärker in den Fokus der Anleger rücken und sollte den Blick wieder auf die fundamentalen Daten lenken.
Widme man sich den Konjunkturdaten aus Amerika, so zeige sich ein positives Bild. Auch wenn der letzte Arbeitsmarktbericht und einige Stimmungsindikatoren etwas schwächer ausfielen und die Volkswirte ihre Prognosen für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im 1. Quartal 2018 leicht reduziert haben, halten die Analysten der Weberbank die Perspektiven für die US-Wirtschaft für aussichtsreich. Der Arbeitsmarkt und der private Konsum als wichtigste Konjunkturstütze würden weiterhin auf Spur bleiben. Zusätzlich sollten sich die Steuerentlastungen für Unternehmen und private Haushalte sowie die damit verbundenen positiven Einkommenseffekte positiv auf die Konjunktur auswirken.
In Europa seien die konjunkturellen Daten zuletzt etwas schwächer ausgefallen. Industrieproduktion, Auftragseingänge, Einzelhandel und Einkaufsmanagerindices hätten unter den Markterwartungen gelegen und könnten für ein schwächeres Wachstum im 1. Quartal 2018 sorgen. Hier wirke sich u.a. die Furcht vor protektionistischen Maßnahmen negativ aus. Die Analysten der Weberbank sehen die leichte Wachstumsabschwächung in Europa nur temporär und sind für den weiteren Verlauf des Jahres zuversichtlich gestimmt.
Aufgrund der soliden Konjunktur dürften sich die USA nicht von ihrem graduellen Zinserhöhungspfad abbringen lassen, auch wenn das kürzlich veröffentlichte Zinssitzungsprotokoll der US-Notenbank (FED) die durch die Handelsstreitigkeiten ausgelösten Risiken in den Vordergrund gerückt sei. Die Analysten der Weberbank gehen davon aus, dass die FED im Juni ihre Zinsen weiter erhöhen wird.
Der deutsche Rentenmarkt habe von der gestiegenen Risikoaversion profitieren können. Die 10-jährige Bundrendite habe sich wieder auf das Niveau von 0,55% zurückgebildet. Mittelfristig würden die Analysten davon ausgehen, dass die soliden Fundamentaldaten wieder an Gewicht gewinnen und zusammen mit einer sich weltweit gemächlich normalisierenden Geldpolitik für höhere Renditen sorgen würden. In diesem Umfeld geben die Analysten der Weberbank Unternehmens- sowie Schwellenländeranleihen weiterhin den Vorzug, denn sie bieten aus ihrer Sicht ein attraktives Chance/Risiko-Verhältnis.
Der deutsche Aktienmarkt (DAX) habe sich vor dem Hintergrund der geopolitischen Risiken erstaunlich robust gezeigt. Für positive Stimmung habe der erfolgreiche Start in die US-Berichtssaison zum 1. Quartal 2018 gesorgt. Analysten würden für die Unternehmen im S&P 500-Index ein Gewinnwachstum von 17% gegenüber dem Vorjahresquartal erwarten. Das wäre die beste Bilanzsaison seit sieben Jahren. Vor allem die Gewinne von Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Energie, Rohstoffe und Finanzen sollten die stärksten Zuwächse verzeichnen. Neben dem freundlichen konjunkturellen Umfeld seien vor allem die positiven Effekte aus der US-Steuerreform dafür verantwortlich. Das besondere Interesse der Marktteilnehmer liege auf den Ausblicken und den Prognosen der Unternehmen. Hier würden sich die Marktakteure Informationen über die Auswirkungen der Handelsbeschränkungen und Währungseinflüsse auf die Gewinne und Umsätze erwarten.
Mittelfristig bleiben die Analysten der Weberbank für den deutschen Aktienmarkt optimistisch gestimmt. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld, die robuste Weltwirtschaft, steigende Unternehmensgewinne, attraktive Dividendenrenditen sowie die im relativen Vergleich günstigen Bewertungen sprächen für steigende Aktienmärkte. Allerdings sollten die Risiken nicht außer Acht gelassen werden. Ein möglicher Handelskrieg zwischen den USA und China, eine Ausweitung der Russlandsanktionen sowie geopolitischer Auseinandersetzungen würden nach wie vor potenzielle Belastungsfaktoren darstellen. Außerdem sei die Zinsentwicklung ungewiss und mit welchen Maßnahmen die Europäische Union und China auf die Importzölle der USA antworten werden. Eine weitere kurzfristige Kurskorrektur könne somit nicht ausgeschlossen werden. Diese würden die Analysten der Weberbank aber für strategische Käufe nutzen. (20.04.2018/alc/a/a)
Für eine Entspannung habe dann Donald Trump gesorgt, indem er eine Einigung mit China in Aussicht gestellt habe. Auf der anderen Seite beabsichtige der chinesische Präsident Xi eine weitere Öffnung der Wirtschaft und eine Senkung der Zölle auf Autoimporte. Auch durch die schwindenden Sorgen um eine Eskalation des Konfliktes in Syrien, eine mögliche Annäherung der USA mit Nordkorea sowie Meldungen über einen Wiedereinstieg der USA in das transpazifische Freihandelsabkommen (TPP) habe sich die Stimmung aufgehellt. In den nächsten Wochen werde die Unternehmens-Berichtssaison zum ersten Quartal 2018 stärker in den Fokus der Anleger rücken und sollte den Blick wieder auf die fundamentalen Daten lenken.
Widme man sich den Konjunkturdaten aus Amerika, so zeige sich ein positives Bild. Auch wenn der letzte Arbeitsmarktbericht und einige Stimmungsindikatoren etwas schwächer ausfielen und die Volkswirte ihre Prognosen für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im 1. Quartal 2018 leicht reduziert haben, halten die Analysten der Weberbank die Perspektiven für die US-Wirtschaft für aussichtsreich. Der Arbeitsmarkt und der private Konsum als wichtigste Konjunkturstütze würden weiterhin auf Spur bleiben. Zusätzlich sollten sich die Steuerentlastungen für Unternehmen und private Haushalte sowie die damit verbundenen positiven Einkommenseffekte positiv auf die Konjunktur auswirken.
Aufgrund der soliden Konjunktur dürften sich die USA nicht von ihrem graduellen Zinserhöhungspfad abbringen lassen, auch wenn das kürzlich veröffentlichte Zinssitzungsprotokoll der US-Notenbank (FED) die durch die Handelsstreitigkeiten ausgelösten Risiken in den Vordergrund gerückt sei. Die Analysten der Weberbank gehen davon aus, dass die FED im Juni ihre Zinsen weiter erhöhen wird.
Der deutsche Rentenmarkt habe von der gestiegenen Risikoaversion profitieren können. Die 10-jährige Bundrendite habe sich wieder auf das Niveau von 0,55% zurückgebildet. Mittelfristig würden die Analysten davon ausgehen, dass die soliden Fundamentaldaten wieder an Gewicht gewinnen und zusammen mit einer sich weltweit gemächlich normalisierenden Geldpolitik für höhere Renditen sorgen würden. In diesem Umfeld geben die Analysten der Weberbank Unternehmens- sowie Schwellenländeranleihen weiterhin den Vorzug, denn sie bieten aus ihrer Sicht ein attraktives Chance/Risiko-Verhältnis.
Der deutsche Aktienmarkt (DAX) habe sich vor dem Hintergrund der geopolitischen Risiken erstaunlich robust gezeigt. Für positive Stimmung habe der erfolgreiche Start in die US-Berichtssaison zum 1. Quartal 2018 gesorgt. Analysten würden für die Unternehmen im S&P 500-Index ein Gewinnwachstum von 17% gegenüber dem Vorjahresquartal erwarten. Das wäre die beste Bilanzsaison seit sieben Jahren. Vor allem die Gewinne von Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Energie, Rohstoffe und Finanzen sollten die stärksten Zuwächse verzeichnen. Neben dem freundlichen konjunkturellen Umfeld seien vor allem die positiven Effekte aus der US-Steuerreform dafür verantwortlich. Das besondere Interesse der Marktteilnehmer liege auf den Ausblicken und den Prognosen der Unternehmen. Hier würden sich die Marktakteure Informationen über die Auswirkungen der Handelsbeschränkungen und Währungseinflüsse auf die Gewinne und Umsätze erwarten.
Mittelfristig bleiben die Analysten der Weberbank für den deutschen Aktienmarkt optimistisch gestimmt. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld, die robuste Weltwirtschaft, steigende Unternehmensgewinne, attraktive Dividendenrenditen sowie die im relativen Vergleich günstigen Bewertungen sprächen für steigende Aktienmärkte. Allerdings sollten die Risiken nicht außer Acht gelassen werden. Ein möglicher Handelskrieg zwischen den USA und China, eine Ausweitung der Russlandsanktionen sowie geopolitischer Auseinandersetzungen würden nach wie vor potenzielle Belastungsfaktoren darstellen. Außerdem sei die Zinsentwicklung ungewiss und mit welchen Maßnahmen die Europäische Union und China auf die Importzölle der USA antworten werden. Eine weitere kurzfristige Kurskorrektur könne somit nicht ausgeschlossen werden. Diese würden die Analysten der Weberbank aber für strategische Käufe nutzen. (20.04.2018/alc/a/a)


