Rentenmarkt: Unter Druck


19.12.22 09:04
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In der letzten Woche haben wichtige Notenbanken die Leitzinsen erhöht, in Europa und den USA ging es dabei mit 50 Basispunkten weniger steil nach oben als zuletzt, die Geldpolitiker auf beiden Seiten des Atlantiks machten aber deutlich, dass es noch nicht das Ende der Fahnenstange sei, so die Analysten der Helaba.

Insbesondere das EZB-Statement zu der Entscheidung habe für erheblichen Aufwärtsdruck bei Zinserwartungen und Renditen gesorgt, während in den USA die Markterwartungen bezüglich des Zinstops der FED kaum verändert worden seien, im Verlauf der Woche sogar nachgegeben hätten. Die transatlantischen Zinsdifferenzen hätten sich demzufolge deutlich eingeengt, was dem Euro geholfen habe, das erhöhte Niveau zu halten und phasenweise auszubauen.

In der neuen Woche dürfte ein solider ifo-Index zunächst weiteres Abwärtspotenzial für den Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) mit sich bringen, zumal die technische Situation deutlich trüber sei als noch vor Wochenfrist. So sei der Bund-Future unter eine Vielzahl von Unterstützungen gerutscht. Dabei seien die 21- und die 55-Tagelinie zu nennen, sowie das 38,2%-Retracement und die Unterstützungslinie der Aufwärtsbewegung seit Ende Oktober. Die quantitativen Indikatoren stünden unisono auf Verkauf und weitere Verluste würden drohen. Haltemarken würden sich bei 137,01 und 136,80 zeigen. (19.12.2022/alc/a/a)




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