Rentenmarkt: Trend steigender Renditen intakt


18.03.22 09:51
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine setzen sich unvermindert fort, so die Analysten der Helaba.

Zwar gebe es auch weitere Gespräche zwischen der Ukraine und Russland, Hoffnungen auf eine baldige Einigung und Deeskalation seien zuletzt aber wieder gesunken und entsprechend sei die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer auch nicht größer geworden.

Dies habe die Aktienmärkte teilweise belastet, während der Euro oberhalb der 1,10er Marke weiter habe zulegen können. Spekulationen auf eine Zinserhöhung der EZB noch in diesem Jahr würden wohl schwerer als die Tatsache wiegen, dass die US-Notenbank den Zinserhöhungszyklus bereits gestartet habe und im Median weitere sechs Schritte in diesem Jahr für angemessen halte (Dot Plots). Dem Euro sei es gelungen, die Widerstände bei 1,1068 und 1,1120 USD zeitweise zu überwinden. Die nächste Hürde sei bei 1,1149 USD zu finden.

Am Rentenmarkt setze sich der Trend steigender Renditen unter Schwankungen fort und so habe die 10-jährige Bundrendite bei 0,41% den höchsten Stand seit November 2018 markiert. Für Druck sorge die Aussicht auf eine Ausweitung der Verschuldung (obwohl noch nicht klar sei, ob sich das Nettofinanzierungsangebot in diesem Jahr tatsächlich erhöhe), ebenso wie die zu erwartende Wende in der EZB-Geldpolitik. Entsprechend sei auch der Abwärtsimpuls des Bund-Futures (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) intakt und ein Test der runden Marke von 160,00 weiterhin möglich. (18.03.2022/alc/a/a)




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