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Rentenmarkt: Sorgen über wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone kehren zurück
22.02.13 09:51
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Mit der überraschenden Stimmungseintrübung bei den Einkaufsmanagern im Verarbeitenden Gewerbe (47,8) und im Dienstleistungssektor (47,3) kehrten an den internationalen Finanzmärkten Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone zurück, so die Analysten der Helaba.
Hinzu gekommen sei die Furcht vor dem baldigen Ende der lockeren Geldpolitik in den USA sowie dem Ausgang der Parlamentswahl in Italien. Ein Comeback Berlusconis könne nach den letzten Meldungen nicht mehr gänzlich ausgeschlossen werden, sein Mitte-Rechts-Bündnis hole immer weiter auf.
In diesem explosiven Gemisch sei Sicherheit Trumpf gewesen. Während sich langlaufende Bundesanleihen ebenso wie mittlere Fälligkeiten lebhafter Nachfrage erfreut hätten, seien Anleihen der EU-Peripherie verkauft worden. Der Zinsvorsprung zehnjähriger spanischer (5,18%), italienischer (4,49%) und portugiesischer Bonds (6,18%) habe sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 10, 15 bzw. 20 BP ausgeweitet. Staatspapiere aus Frankreich (2,22%) und Belgien (2,44%) hätten gegen Bunds 3 BP verloren.
Aller Unkenrufe zum Trotz seien aber die Versteigerungen spanischer und französischer Schuldtitel recht reibungslos gelaufen. Die Iberer hätten sich über zwei-, sieben- und zehnjährige Bonds insgesamt 4,23 Mrd. Euro frisches Geld besorgt, wobei die Nachfrage bei kurzen Fälligkeiten die der langen deutlich übertroffen habe. Auch in Frankreich habe das Auktionsergebnis mit 7,984 Mrd. Euro am oberen Rand der Erwartungen gelegen. Den größten Anteil von über 4,3 Mrd. Euro hätten fünfjährige OATs ausgemacht, die bei einer Rendite von 1,12% den Besitzer gewechselt hätten.
Enttäuschende Konjunkturdaten hätten auch den Kursen am US-Bondmarkt einen Schub verliehen. Der Philadelphia-FED-Index się entgegen den Erwartungen von -5,8 auf -12,5 Punkte gefallen und setze hinter den prognostizierten Anstieg des ISM-Index ein großes Fragezeichen. US-Treasuries würden aber heute im fernöstlichen Handel angesichts der leichten Erholung der Aktienbörsen einen Teil der Gewinne wieder abgeben.
Der Bund-Kontrakt (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) (143,39) habe 72 Stellen zugelegt, Bobl (ISIN DE0009652651 / WKN 965265) (126,69) und Schatz (110,49) seien 30 bzw.3 Ticks höher aus dem Markt gegangen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sei auf 1,57% gefallen, der Renditeabstand zwischen zwei- und zehnjährigen Bundesanleihen habe sich auf 143 BP ermäßigt. Zehnjährige US-Treasuries würden 1 BP niedriger bei 1,99% rentieren, der JGB-Future (144,50) lege 7 Stellen zu. Der Euro falle auf 1,3210 US-Dollar, der Preis für das Barrel Öl auf 93,20 US-Dollar.
Zum Wochenschluss stehe mit dem ifo-Geschäftsklima(104,9 nach 104,2) nochmals ein Highlight auf dem Datenkalender. Nach den enttäuschenden Meldungen der Einkaufsmanager sei das Risiko einer negativen Überraschung für die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage (108,5 nach 108) und der Geschäftserwartungen (101,4 nach 100,5) gestiegen. Die Handelsbilanzstatistik Deutschlands im 4. Quartal, Verbraucherpreise Italiens (0,2%/2,2%) und das belgische Unternehmensvertrauen (-12 nach -13,2) würden nur am Rande interessieren. Außerdem veröffentliche die EZB um die Mittagszeit die Rückzahlungsbeträge für den zweiten Dreijahrestender. Überlagert werde das Ganze jedoch von der anstehenden Parlamentswahl in Italien.
Am Primärmarkt seien heute keine Transaktionen staatlicher europäischer Schuldner geplant. Die kommende Woche starte mit Versteigerungen von Linkern (1 bis 1,5 Mrd. Euro) und CTZ (2,5 bis 3,5 Mrd. Euro) in Italien sowie 2,5 bis 3,5 Mrd. Euro belgischer OLOs. Italien sei dann zur Wochenmitte nochmals mit BTPs im Volumen von 5 bis 7 Mrd. Euro am Zug.
Das amerikanische Schatzamt offeriere zwei-, fünf- und siebenjährige Notes im Volumen von 99 Mrd. USD.
Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich habe eine dreijährige ungesicherte Anleihe im Volumen von 500 Mio. Euro bei Midswap +64 BP begeben. Danske Bank habe für einen siebenjährigen Covered Bond im Volumen von 1 Mrd. Euro Midswap +30 BP gezahlt. (22.02.2013/alc/a/a)
Hinzu gekommen sei die Furcht vor dem baldigen Ende der lockeren Geldpolitik in den USA sowie dem Ausgang der Parlamentswahl in Italien. Ein Comeback Berlusconis könne nach den letzten Meldungen nicht mehr gänzlich ausgeschlossen werden, sein Mitte-Rechts-Bündnis hole immer weiter auf.
In diesem explosiven Gemisch sei Sicherheit Trumpf gewesen. Während sich langlaufende Bundesanleihen ebenso wie mittlere Fälligkeiten lebhafter Nachfrage erfreut hätten, seien Anleihen der EU-Peripherie verkauft worden. Der Zinsvorsprung zehnjähriger spanischer (5,18%), italienischer (4,49%) und portugiesischer Bonds (6,18%) habe sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 10, 15 bzw. 20 BP ausgeweitet. Staatspapiere aus Frankreich (2,22%) und Belgien (2,44%) hätten gegen Bunds 3 BP verloren.
Aller Unkenrufe zum Trotz seien aber die Versteigerungen spanischer und französischer Schuldtitel recht reibungslos gelaufen. Die Iberer hätten sich über zwei-, sieben- und zehnjährige Bonds insgesamt 4,23 Mrd. Euro frisches Geld besorgt, wobei die Nachfrage bei kurzen Fälligkeiten die der langen deutlich übertroffen habe. Auch in Frankreich habe das Auktionsergebnis mit 7,984 Mrd. Euro am oberen Rand der Erwartungen gelegen. Den größten Anteil von über 4,3 Mrd. Euro hätten fünfjährige OATs ausgemacht, die bei einer Rendite von 1,12% den Besitzer gewechselt hätten.
Der Bund-Kontrakt (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) (143,39) habe 72 Stellen zugelegt, Bobl (ISIN DE0009652651 / WKN 965265) (126,69) und Schatz (110,49) seien 30 bzw.3 Ticks höher aus dem Markt gegangen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sei auf 1,57% gefallen, der Renditeabstand zwischen zwei- und zehnjährigen Bundesanleihen habe sich auf 143 BP ermäßigt. Zehnjährige US-Treasuries würden 1 BP niedriger bei 1,99% rentieren, der JGB-Future (144,50) lege 7 Stellen zu. Der Euro falle auf 1,3210 US-Dollar, der Preis für das Barrel Öl auf 93,20 US-Dollar.
Zum Wochenschluss stehe mit dem ifo-Geschäftsklima(104,9 nach 104,2) nochmals ein Highlight auf dem Datenkalender. Nach den enttäuschenden Meldungen der Einkaufsmanager sei das Risiko einer negativen Überraschung für die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage (108,5 nach 108) und der Geschäftserwartungen (101,4 nach 100,5) gestiegen. Die Handelsbilanzstatistik Deutschlands im 4. Quartal, Verbraucherpreise Italiens (0,2%/2,2%) und das belgische Unternehmensvertrauen (-12 nach -13,2) würden nur am Rande interessieren. Außerdem veröffentliche die EZB um die Mittagszeit die Rückzahlungsbeträge für den zweiten Dreijahrestender. Überlagert werde das Ganze jedoch von der anstehenden Parlamentswahl in Italien.
Am Primärmarkt seien heute keine Transaktionen staatlicher europäischer Schuldner geplant. Die kommende Woche starte mit Versteigerungen von Linkern (1 bis 1,5 Mrd. Euro) und CTZ (2,5 bis 3,5 Mrd. Euro) in Italien sowie 2,5 bis 3,5 Mrd. Euro belgischer OLOs. Italien sei dann zur Wochenmitte nochmals mit BTPs im Volumen von 5 bis 7 Mrd. Euro am Zug.
Das amerikanische Schatzamt offeriere zwei-, fünf- und siebenjährige Notes im Volumen von 99 Mrd. USD.
Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich habe eine dreijährige ungesicherte Anleihe im Volumen von 500 Mio. Euro bei Midswap +64 BP begeben. Danske Bank habe für einen siebenjährigen Covered Bond im Volumen von 1 Mrd. Euro Midswap +30 BP gezahlt. (22.02.2013/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |
Werte im Artikel




