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Rentenmarkt: Die Situation wird immer prekärer
10.09.14 13:06
Bankhaus Ellwanger & Geiger
Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Die ersten Tage im September zeichneten sich insbesondere im Süden der Republik durch ausnehmend trübes Wetter aus. Viele Investoren wurden hierfür zumindest mit weiter steigenden Aktien- und Rentenkursen entschädigt, berichten die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.
Trotz ungelöster geopolitischer Krisen und teils enttäuschender Konjunkturdaten hätten sich die Kurse an den internationalen Finanzmärkten auf einem auskömmlichen Niveau eingependelt - jedenfalls für Aktieninvestoren. Für Rentenanleger werde die Situation immer prekärer. Der Realzins verabschiede sich immer weiter ins Minus und ohne Inkaufnahme gehöriger Bonitätsrisiken sei kein Renditestaat mehr zu machen.
Wieder einmal scheine sich der September seinem statistisch basierten Ruf als schlechtester Börsenmonat entgegen zu stemmen. Zuspitzungen geopolitischer Krisen, zum Beispiel in der Ukraine, würden ebenso gleichgültig hingenommen wie enttäuschende Wirtschaftsdaten. Letztere würden sogar oft als Kaufargument für Aktien dienen, da etwa die enttäuschenden Arbeitsmarktdaten in den USA eine vorzeitige Leitzinserhöhung der US-amerikanischen Zentralbank FED eher unwahrscheinlich erscheinen lassen würden.
Gestützt würden die Aktienmärkte durch die offensive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank EZB, die nicht nur überraschend den Leitzins auf fast null Prozent (+0,05 Prozent) gesenkt habe, sondern auch kurz vor dem Ankauf von Wertpapieren stehe. Damit greife sie direkt in den Wirtschaftskreislauf ein mit dem Ziel, deflationären Tendenzen entgegenzuwirken. Inwieweit dies funktioniere, müsse die Zeit zeigen, ihren britischen Zentralbank-Kollegen und Kolleginnen jedenfalls dürfte dies zunächst egal sein. Ihnen stehe die eine oder andere Schweißperle auf der Stirn, da sie befürchten müssten, dass sich Schottland per Referendum von England lossagen möchte. Welche Folgen dies habe, wisse noch niemand so recht. Die Welt würde sich zwar weiterdrehen, die Finanzmärkte hätten aber ein weiteres Unsicherheitsthema zu bewältigen. Noch könne man sich also im September nicht in Sicherheit wiegen. (10.09.2014/alc/a/a)
Trotz ungelöster geopolitischer Krisen und teils enttäuschender Konjunkturdaten hätten sich die Kurse an den internationalen Finanzmärkten auf einem auskömmlichen Niveau eingependelt - jedenfalls für Aktieninvestoren. Für Rentenanleger werde die Situation immer prekärer. Der Realzins verabschiede sich immer weiter ins Minus und ohne Inkaufnahme gehöriger Bonitätsrisiken sei kein Renditestaat mehr zu machen.
Wieder einmal scheine sich der September seinem statistisch basierten Ruf als schlechtester Börsenmonat entgegen zu stemmen. Zuspitzungen geopolitischer Krisen, zum Beispiel in der Ukraine, würden ebenso gleichgültig hingenommen wie enttäuschende Wirtschaftsdaten. Letztere würden sogar oft als Kaufargument für Aktien dienen, da etwa die enttäuschenden Arbeitsmarktdaten in den USA eine vorzeitige Leitzinserhöhung der US-amerikanischen Zentralbank FED eher unwahrscheinlich erscheinen lassen würden.
Gestützt würden die Aktienmärkte durch die offensive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank EZB, die nicht nur überraschend den Leitzins auf fast null Prozent (+0,05 Prozent) gesenkt habe, sondern auch kurz vor dem Ankauf von Wertpapieren stehe. Damit greife sie direkt in den Wirtschaftskreislauf ein mit dem Ziel, deflationären Tendenzen entgegenzuwirken. Inwieweit dies funktioniere, müsse die Zeit zeigen, ihren britischen Zentralbank-Kollegen und Kolleginnen jedenfalls dürfte dies zunächst egal sein. Ihnen stehe die eine oder andere Schweißperle auf der Stirn, da sie befürchten müssten, dass sich Schottland per Referendum von England lossagen möchte. Welche Folgen dies habe, wisse noch niemand so recht. Die Welt würde sich zwar weiterdrehen, die Finanzmärkte hätten aber ein weiteres Unsicherheitsthema zu bewältigen. Noch könne man sich also im September nicht in Sicherheit wiegen. (10.09.2014/alc/a/a)


