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Rentenmarkt: Schwieriges Fahrwasser
11.04.22 10:45
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Unsicherheit an den Finanzmärkten hält auch in dieser Woche an, so die Analysten der Helaba.
Neben dem fortdauernden Ukraine-Krieg spiele auch die Präsidentschaftswahl in Frankreich eine Rolle. Amtsinhaber Macron liege zwar in Umfragen vor Le Pen, er könne sich eines Sieges bei der Stichwahl in zwei Wochen aber noch nicht sicher sein. Sorgen vor einer Niederlage könnten den Euro tendenziell belasten, der schon wegen der forcierten US-Zinserwartungen unter Druck gekommen sei. Der Realrenditevorteil der USA sei in den letzten Tagen größer geworden, was dem Greenback zugutekomme.
Ein schwacher Außenwert des Euros dürfte wohl kaum im Interesse der EZB sein, denn dadurch werde die ohnehin schon viel zu hohe Inflation tendenziell weiter gefördert. Dennoch sei die Notenbank bezüglich des Gegensteuerns noch vergleichsweise zögerlich und die Inflationserwartungen würden trotz des jüngsten Rückgangs der Ölpreise steigen. Damit würden die Rentenmärkte in schwierigem Fahrwasser bleiben.
Mit Blick auf den Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei es bereits heute zu deutlichen Verlusten und einem neuen Kontrakttief bei 155,44 gekommen. Der MACD liege unterhalb seiner Signallinie, das Kursmomentum sei negativ und eine überverkaufte und korrekturbedürfte Marktlage nicht zu konstatieren. Entsprechend seien weitere Verluste zu erwarten. (11.04.2022/alc/a/a)
Neben dem fortdauernden Ukraine-Krieg spiele auch die Präsidentschaftswahl in Frankreich eine Rolle. Amtsinhaber Macron liege zwar in Umfragen vor Le Pen, er könne sich eines Sieges bei der Stichwahl in zwei Wochen aber noch nicht sicher sein. Sorgen vor einer Niederlage könnten den Euro tendenziell belasten, der schon wegen der forcierten US-Zinserwartungen unter Druck gekommen sei. Der Realrenditevorteil der USA sei in den letzten Tagen größer geworden, was dem Greenback zugutekomme.
Ein schwacher Außenwert des Euros dürfte wohl kaum im Interesse der EZB sein, denn dadurch werde die ohnehin schon viel zu hohe Inflation tendenziell weiter gefördert. Dennoch sei die Notenbank bezüglich des Gegensteuerns noch vergleichsweise zögerlich und die Inflationserwartungen würden trotz des jüngsten Rückgangs der Ölpreise steigen. Damit würden die Rentenmärkte in schwierigem Fahrwasser bleiben.
Mit Blick auf den Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei es bereits heute zu deutlichen Verlusten und einem neuen Kontrakttief bei 155,44 gekommen. Der MACD liege unterhalb seiner Signallinie, das Kursmomentum sei negativ und eine überverkaufte und korrekturbedürfte Marktlage nicht zu konstatieren. Entsprechend seien weitere Verluste zu erwarten. (11.04.2022/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,3059 € | 125,717 € | -0,4111 € | -0,33% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


