Rentenmarkt: Schwächer nach US-Inflation


13.03.24 09:17
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die gestern veröffentlichten Inflationszahlen in den USA geben der FED keinen Grund, die Leitzinsen schnell zu senken, so die Analysten der Helaba.

Zwar dürfte der Trend nachgebenden Preisdrucks intakt sein, dennoch würden die Geldpolitiker noch darauf warten, dass sich die Inflation nachhaltig in Richtung des 2%-Ziels bewege. Die Zinssenkungserwartungen seien im Nachgang zu den US-Inflationszahlen etwas zurückgedrängt worden. Dies habe am Rentenmarkt für Verluste und steigende Renditen gesorgt.

Der richtungsweisende Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe im Tief bei 132,95 notiert. Damit habe er sich aber oberhalb der 21-Tagelinie gehalten, die heute bei 132,74 verlaufe. Solange der Future jedoch unterhalb der Widerstandszone von 133,95 bis 134,15 notiere, bleibe der Ausblick getrübt. Hier seien die 55-Tagelinie, das Retracement des Februar-Abwärtsimpulses und das jüngste Zwischenhoch zu finden.

Auffällig seien die weiter rückläufigen EWU-Peripheriespreads. Hier habe sich seit Ende Oktober 2023 ein Abwärtstrend etabliert, der zuletzt nochmals Fahrt aufgenommen habe. Italienische Bonds mit 10-jähriger Laufzeit würden weniger als 130 BP über vergleichbare Bunds rentieren. Dies sei das niedrigste Niveau seit Ende 2021. Auch griechische Bonds würden derzeit besser als Bundesanleihen performen und der Renditespread zwischen portugiesischen und deutschen Bonds tendiere seitwärts. Der Rechtsruck in Portugal und die schwierige Regierungsbildung scheinen sich am Bondmarkt nicht negativ bemerkbar zu machen, so die Analysten der Helaba. (13.03.2024/alc/a/a)




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