Rentenmarkt: Schwäche setzt sich fort


09.02.22 09:12
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Bemühungen der EZB-Chefin Lagarde, die Inflations- und Zinssorgen einzufangen, scheinen erste Früchte zu tragen, so die Analysten der Helaba.

Immerhin hätten sich die Zinserwartungen nicht weiter verstärkt. Die Schwäche am Rentenmarkt sei aber noch nicht beendet und 10-jährige Bundesanleihen hätten ein neues Hoch bei 0,27% erreicht. Papiere mit 30-jähriger Laufzeit würden im Bereich der 0,45% rentieren. Für etwas Druck am langen Ende der Kurve dürfte wohl das erhöhte Angebot am Primärmarkt sorgen. Heute werde Deutschland im 30-jährigen Segment aktiv und gestern habe die EU via Syndikat die NGEU Juli 2051 um 5 Mrd. EUR erweitert. Das Papier sei trotz des schwierigen Umfelds immerhin 12-fach überzeichnet gewesen.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe bei 165,03 ein neues Impulstief markiert. Damit bleibe der abwärts gerichtete Trend intakt. Zwar mache die inzwischen deutlich überverkaufte Marktlage eine vorübergehende Stabilisierung oder gar Erholung möglich, der Ausblick bleibe aber getrübt und die nächsten Unterstützungen seien im Bereich der Marke von 164,00 zu finden.

Schwächer würden die Anleihen der EWU-Peripherie performen und so setze sich der Spread-Anstieg insbesondere bei griechischen Anleihen im Trend fort. Die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen griechischen Bonds und Bundesanleihen sei seit der EZB-Ratssitzung in der letzten Woche um etwa 40 BP auf zeitweise über 210 BP gestiegen. Dies sei der höchste Stand seit knapp zwei Jahren. (09.02.2022/alc/a/a)




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