Rentenmarkt: Renditerückgang gestoppt


10.08.22 09:04
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die heute anstehende US-Inflation hat das Potenzial, die Finanzmärkte zu bewegen, so die Analysten der Helaba.

Zwar scheine ein Rückgang in der Gesamtrate möglich, die Kernteuerung bleibe aber unerwünscht hoch, sodass es wohl keinen Grund für eine Reduzierung der Zinserwartungen geben werde. In diesem Fall würde das Umfeld für den Rentenmarkt schwierig bleiben.

Der seit Mitte Juni zu beobachtende Rückgang der Renditen scheine gestoppt, nachdem es Anfang August zu zyklischen Tiefständen gekommen sei. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen bewege sich Richtung 1,00%. Entsprechend tendiere der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) schwächer. Er könnte sein Potenzial nach oben ausgeschöpft haben. Zwar sei der übergeordnete Aufwärtsimpuls noch intakt, das MACD-Verkaufssignal und der rückläufige ADX würden aber zur Vorsicht mahnen. Unterstützung würden das letzte Tief bei 155,72 und die 21-Tagelinie bieten, die heute bei 155,14 verlaufe.

Wenig zu berichten gebe es derzeit von den EWU-Peripheriespreads, die sich in der letzten Zeit kaum verändert hätten. Auch bei den Inflationserwartungen habe sich wenig getan. Zwar seien die Konjunktursorgen groß, was sich auch an einer fortgesetzten Verflachung der Renditestrukturkurven ablesen lasse, von einem Rückgang der mittelfristigen Inflationserwartungen (5Y/5Y Forward) könne aber keine Rede sein. (10.08.2022/alc/a/a)




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