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Rentenmarkt: Renditen steigen
12.10.22 09:30
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Finanzmärkte bleiben unter dem Eindruck zahlreicher Unsicherheitsfaktoren volatil, so die Analysten der Helaba.
Pläne, wonach zur Finanzierung der Energiekrise weitere gemeinsame EU-Schulden aufgenommen werden könnten, seien von deutscher Seite abgelehnt worden. Dies habe Bundesanleihen zumindest nicht weiter belastet. Dennoch sei die Emission einer neuen, 30-jährigen Bundesanleihen via Syndikat schleppend verlaufen. Das Volumen von 4 Mrd. EUR sei mit einem Selbstbehalt von 1 Mrd. EUR erreicht worden. Die Zuteilungsrendite habe bei 2,35% gelegen.
Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sei zeitweise noch etwas höher auf 2,38% und damit auf ein 11-Jahreshoch gestiegen. Entsprechend sei der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) auf dem Weg zu seinem Kontrakttief bei 135,52. Ein Unterschreiten sei weiterhin möglich, zumal die Inflations- und Zinssorgen mit den heute anstehenden US-Erzeugerpreisen insbesondere abseitig der Energie- und Nahrungsmittel bestehen bleiben würden. Das technische Bild sei mit dem intakten Abwärtsimpuls zudem getrübt.
Hohen Schwankungen sei derzeit der Rentenmarkt in Großbritannien ausgesetzt, was mit den Steuersenkungsplänen und offenen Finanzierungsfragen zu erklären sei. Nun wolle Finanzminister Kwarteng Ende dieses Monats den Finanzplan präsentieren. Ob er Marktteilnehmer überzeugen werde, bleibe abzuwarten. Die Bank von England habe bereits interveniert und langlaufende Gilts gekauft, wolle diese Unterstützung aber planmäßig Ende dieser Woche beenden. Die Renditen würden unter großen Schwankungen steigen und das Britische Pfund neige zur Schwäche, insbesondere gegenüber dem US-Dollar. (12.10.2022/alc/a/a)
Pläne, wonach zur Finanzierung der Energiekrise weitere gemeinsame EU-Schulden aufgenommen werden könnten, seien von deutscher Seite abgelehnt worden. Dies habe Bundesanleihen zumindest nicht weiter belastet. Dennoch sei die Emission einer neuen, 30-jährigen Bundesanleihen via Syndikat schleppend verlaufen. Das Volumen von 4 Mrd. EUR sei mit einem Selbstbehalt von 1 Mrd. EUR erreicht worden. Die Zuteilungsrendite habe bei 2,35% gelegen.
Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sei zeitweise noch etwas höher auf 2,38% und damit auf ein 11-Jahreshoch gestiegen. Entsprechend sei der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) auf dem Weg zu seinem Kontrakttief bei 135,52. Ein Unterschreiten sei weiterhin möglich, zumal die Inflations- und Zinssorgen mit den heute anstehenden US-Erzeugerpreisen insbesondere abseitig der Energie- und Nahrungsmittel bestehen bleiben würden. Das technische Bild sei mit dem intakten Abwärtsimpuls zudem getrübt.
Hohen Schwankungen sei derzeit der Rentenmarkt in Großbritannien ausgesetzt, was mit den Steuersenkungsplänen und offenen Finanzierungsfragen zu erklären sei. Nun wolle Finanzminister Kwarteng Ende dieses Monats den Finanzplan präsentieren. Ob er Marktteilnehmer überzeugen werde, bleibe abzuwarten. Die Bank von England habe bereits interveniert und langlaufende Gilts gekauft, wolle diese Unterstützung aber planmäßig Ende dieser Woche beenden. Die Renditen würden unter großen Schwankungen steigen und das Britische Pfund neige zur Schwäche, insbesondere gegenüber dem US-Dollar. (12.10.2022/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


