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Rentenmarkt: Positiver Trend hält an
23.05.14 13:14
Weberbank
Berlin (www.anleihencheck.de) - Die veröffentlichten Konjunkturdaten aus Amerika fielen insgesamt durchwachsen aus, so die Analysten der Weberbank.
Auf der positiven Seite hätten die regionalen Stimmungsindikatoren für das Verarbeitende Gewerbe sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestanden. So habe der Stimmungsindikator aus dem Raum New York (Empire Manufacturing Index) den höchsten Stand seit Mitte 2010 verzeichnet. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe seien auf das tiefste Niveau seit sieben Jahren gefallen. Dagegen hätten die amerikanischen Konsumenten sowie die US-Industrie erst einmal eine Pause eingelegt. Die Einzelhandelsumsätze seien nur marginal gegenüber dem Vormonat gestiegen und die Industrieproduktion habe sogar mit einem Rückgang enttäuscht.
Berücksichtige man allerdings bei den Einzelhandelsumsätzen die Revision der Vormonatszahlen, so habe das Ergebnis genau den Markterwartungen entsprochen. Auch die schwächere Industrieproduktion relativiere sich vor dem Hintergrund der Aufwärtsrevision des Vormonatsergebnis sowie des kräftigen Anstiegs seit Jahresanfang. Die Analysten der Weberbank beurteilen die Aussichten für die US-Konjunktur und den Arbeitsmarkt weiterhin als gut. So würden einige konjunkturelle Vorlaufindikatoren auf eine weitere Wachstumsbelebung der US-Wirtschaft hindeuten, was sich positiv auf den Arbeitsmarkt und damit auch auf die Konsumfreude der US-Verbraucher auswirken sollte.
Der Wirtschaftsaufschwung in Europa verlaufe schleppend. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das erste Quartal 2014 habe zwar einen kleinen Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal verzeichnen können. Dies habe aber unter den Markterwartungen der Volkswirte (0,4 Prozent) gelegen und sei in erster Linie von Deutschland (+0,8 Prozent) getragen worden. Ohne den deutschen Wachstumsbeitrag wäre das Wachstum stagniert. Vor allem die beiden anderen europäischen Schwergewichte Italien und Frankreich sowie Portugal und Niederlande kämen nicht in Schwung und hätten enttäuscht. Auch wenn in einigen Ländern die Konjunkturbelebung weniger dynamisch ausfalle als erhofft, stehe diese angesichts der verbesserten Vorlaufindikatoren nicht grundsätzlich infrage. Die Analysten der Weberbank gehen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Erholung in Europa in kleinen Schritten fortsetzen wird. Große Wachstumssprünge sollte man aber derzeit nicht erwarten.
Der positive Trend am deutschen Rentenmarkt setze sich fort. Deutliche Signale der Europäischen Zentralbank (EZB) in Richtung einer weiteren geldpolitischen Lockerung hätten die Rendite der langlaufenden Bundesanleihen auf ein neues Jahrestief fallen lassen. Dieses Niveau sei zuletzt zu Hochzeiten der Euro-Krise zu beobachten gewesen. Nach Aussagen von einigen EZB-Ratsmitgliedern dürfte auf der nächsten EZB-Sitzung am 5. Juni mit weiteren stimulierenden Maßnahmen gerechnet werden. Unklar sei lediglich noch die Auswahl der Instrumente. Man stelle sich die Frage, ob die EZB eine Kombination mehrerer Instrumente einschließlich einer Zinssenkung wähle oder sie sogar ein Ankaufprogramm von Staatsanleihen bzw. So genannter ABS Anleihen andeute. Man erwarte eine Fortsetzung des positiven Trends an den europäischen Rentenmärkten. Auch ein Test der alten Renditetiefststände sei bei einer positiven Überraschung der EZB nicht auszuschließen.
Getragen von der Hoffnung auf weitere geldpolitische Maßnahmen der EZB habe der Deutsche Aktienmarkt-Index (DAX) ein neues Allzeithoch bei 9.810 Punkten markiert, bevor Gewinnmitnahmen eingesetzt hätten. Ein nachhaltiges Überwinden des wichtigen Widerstandsbereiches bei 9.780 Punkten sei damit noch nicht gelungen. Von der Berichtssaison bleibe festzuhalten, dass die verbesserten konjunkturellen Rahmenbedingungen in Europa nur sehr zögerlich bei den europäischen Unternehmen angekommen seien. Vor allem der festere Euro sowie Absatzeinbußen in den wichtigen Schwellenländern hätten die Ergebnisse der europäischen Unternehmen belastet.
Die Analysten der Weberbank sind mittelfristig für die Aktienmärkte positiv eingestellt. Das weitere niedrige Zinsumfeld, die immer noch angemessenen fundamentalen Bewertungen, die Zunahme bei Fusionen und Übernahmen sowie das sich langsam aufhellende Konjunkturbild in Europa sollten die europäischen Aktienmärkte weiter unterstützen. Kurzfristig sei allerdings Vorsicht angebracht. Zum einen sei die politische Lage in der Ukraine weiterhin nicht einschätzbar. Zum anderen sei die technische Lage nach dem gescheiterten Versuch des DAX am Allzeithoch eingetrübt. Eine Konsolidierung wäre für die Analysten durchaus denkbar. (23.05.2014/alc/a/a)
Auf der positiven Seite hätten die regionalen Stimmungsindikatoren für das Verarbeitende Gewerbe sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestanden. So habe der Stimmungsindikator aus dem Raum New York (Empire Manufacturing Index) den höchsten Stand seit Mitte 2010 verzeichnet. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe seien auf das tiefste Niveau seit sieben Jahren gefallen. Dagegen hätten die amerikanischen Konsumenten sowie die US-Industrie erst einmal eine Pause eingelegt. Die Einzelhandelsumsätze seien nur marginal gegenüber dem Vormonat gestiegen und die Industrieproduktion habe sogar mit einem Rückgang enttäuscht.
Berücksichtige man allerdings bei den Einzelhandelsumsätzen die Revision der Vormonatszahlen, so habe das Ergebnis genau den Markterwartungen entsprochen. Auch die schwächere Industrieproduktion relativiere sich vor dem Hintergrund der Aufwärtsrevision des Vormonatsergebnis sowie des kräftigen Anstiegs seit Jahresanfang. Die Analysten der Weberbank beurteilen die Aussichten für die US-Konjunktur und den Arbeitsmarkt weiterhin als gut. So würden einige konjunkturelle Vorlaufindikatoren auf eine weitere Wachstumsbelebung der US-Wirtschaft hindeuten, was sich positiv auf den Arbeitsmarkt und damit auch auf die Konsumfreude der US-Verbraucher auswirken sollte.
Der positive Trend am deutschen Rentenmarkt setze sich fort. Deutliche Signale der Europäischen Zentralbank (EZB) in Richtung einer weiteren geldpolitischen Lockerung hätten die Rendite der langlaufenden Bundesanleihen auf ein neues Jahrestief fallen lassen. Dieses Niveau sei zuletzt zu Hochzeiten der Euro-Krise zu beobachten gewesen. Nach Aussagen von einigen EZB-Ratsmitgliedern dürfte auf der nächsten EZB-Sitzung am 5. Juni mit weiteren stimulierenden Maßnahmen gerechnet werden. Unklar sei lediglich noch die Auswahl der Instrumente. Man stelle sich die Frage, ob die EZB eine Kombination mehrerer Instrumente einschließlich einer Zinssenkung wähle oder sie sogar ein Ankaufprogramm von Staatsanleihen bzw. So genannter ABS Anleihen andeute. Man erwarte eine Fortsetzung des positiven Trends an den europäischen Rentenmärkten. Auch ein Test der alten Renditetiefststände sei bei einer positiven Überraschung der EZB nicht auszuschließen.
Getragen von der Hoffnung auf weitere geldpolitische Maßnahmen der EZB habe der Deutsche Aktienmarkt-Index (DAX) ein neues Allzeithoch bei 9.810 Punkten markiert, bevor Gewinnmitnahmen eingesetzt hätten. Ein nachhaltiges Überwinden des wichtigen Widerstandsbereiches bei 9.780 Punkten sei damit noch nicht gelungen. Von der Berichtssaison bleibe festzuhalten, dass die verbesserten konjunkturellen Rahmenbedingungen in Europa nur sehr zögerlich bei den europäischen Unternehmen angekommen seien. Vor allem der festere Euro sowie Absatzeinbußen in den wichtigen Schwellenländern hätten die Ergebnisse der europäischen Unternehmen belastet.
Die Analysten der Weberbank sind mittelfristig für die Aktienmärkte positiv eingestellt. Das weitere niedrige Zinsumfeld, die immer noch angemessenen fundamentalen Bewertungen, die Zunahme bei Fusionen und Übernahmen sowie das sich langsam aufhellende Konjunkturbild in Europa sollten die europäischen Aktienmärkte weiter unterstützen. Kurzfristig sei allerdings Vorsicht angebracht. Zum einen sei die politische Lage in der Ukraine weiterhin nicht einschätzbar. Zum anderen sei die technische Lage nach dem gescheiterten Versuch des DAX am Allzeithoch eingetrübt. Eine Konsolidierung wäre für die Analysten durchaus denkbar. (23.05.2014/alc/a/a)


