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Rentenmarkt: Macht die EZB ernst?
26.07.22 08:30
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der deutsche Rentenmarkt konnte zunächst nur kurzzeitig von den verstärkten Konjunkturzweifeln profitieren und stand wegen den von EZB-Ratsmitglied Kazaks forcierten Zinsspekulation unter Druck, so die Analysten der Helaba.
Kazaks habe gesagt, auch nach dem Juli-Schritt sei ein "Frontloading" weiterhin möglich - wobei der Begriff Frontloading bei einer Inflation jenseits von 8% skurril anmute. Derweil versuche Ratsmitglied Holzmann die Bedeutung der Konjunkturschwäche für den Zinspfad herunterzuspielen. Er sei bereit, eine leichte Rezession zur Inflationsbekämpfung zu riskieren.
Erst wegen der angekündigten Drosselung der Gaslieferungen über Nord Stream 1 hätten Aktienkurse sinken lassen und dem Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) Auftrieb gegeben. Schließlich habe dieser das Niveau oberhalb der 100-Tagelinie behaupten können, aber ein nachhaltiger Wiedereintritt in den Aufwärtstrend sei noch nicht zu konstatieren. Mit DMI und MACD im Kauf würden sich aber weiterhin technische Chancen auf der Oberseite bieten und Gegenwind von der US-Verbraucherstimmung würden die Analysten zudem nicht erwarten.
Die jüngste Ausweitungstendenz der BTP-Spreads gegenüber Bundesanleihen sei zum Stillstand gekommen. Hoffnungen darauf, dass das TPI der EZB letztlich große Verwerfungen verhindern werde, würden eine Rolle gespielt haben mögen. Italiens Notenbankchef Visco halte die Spreads für höher als die Fundamentaldaten anzeigen würden. Bezüglich des TPI gebe es aber noch jede Menge offene Fragen und so könnten sich weitende Spreads gerade auch im Vorlauf zu den Neuwahlen im September nicht ausgeschlossen werden. Zur Erinnerung: Das TPI sei zwar beschlossen, aber nicht aktiviert. (26.07.2022/alc/a/a)
Kazaks habe gesagt, auch nach dem Juli-Schritt sei ein "Frontloading" weiterhin möglich - wobei der Begriff Frontloading bei einer Inflation jenseits von 8% skurril anmute. Derweil versuche Ratsmitglied Holzmann die Bedeutung der Konjunkturschwäche für den Zinspfad herunterzuspielen. Er sei bereit, eine leichte Rezession zur Inflationsbekämpfung zu riskieren.
Erst wegen der angekündigten Drosselung der Gaslieferungen über Nord Stream 1 hätten Aktienkurse sinken lassen und dem Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) Auftrieb gegeben. Schließlich habe dieser das Niveau oberhalb der 100-Tagelinie behaupten können, aber ein nachhaltiger Wiedereintritt in den Aufwärtstrend sei noch nicht zu konstatieren. Mit DMI und MACD im Kauf würden sich aber weiterhin technische Chancen auf der Oberseite bieten und Gegenwind von der US-Verbraucherstimmung würden die Analysten zudem nicht erwarten.
Die jüngste Ausweitungstendenz der BTP-Spreads gegenüber Bundesanleihen sei zum Stillstand gekommen. Hoffnungen darauf, dass das TPI der EZB letztlich große Verwerfungen verhindern werde, würden eine Rolle gespielt haben mögen. Italiens Notenbankchef Visco halte die Spreads für höher als die Fundamentaldaten anzeigen würden. Bezüglich des TPI gebe es aber noch jede Menge offene Fragen und so könnten sich weitende Spreads gerade auch im Vorlauf zu den Neuwahlen im September nicht ausgeschlossen werden. Zur Erinnerung: Das TPI sei zwar beschlossen, aber nicht aktiviert. (26.07.2022/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


