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Rentenmarkt: Korrektur nach neuem Kontrakthoch
15.12.23 09:04
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die geldpolitischen Entscheidungen und Statements der letzten beiden Tage haben die Volatilität an den Finanzmärkten massiv erhöht, so die Analysten der Helaba.
Zwar hätten FED, EZB, BoE und SNB die Leitzinsen erwartungsgemäß nicht verändert und es werde weiterhin ein datenbasierter Ansatz gefahren, die Statements und Äußerungen der Währungshüter hätten aber für Bewegung gesorgt. Während die FED über Zinssenkungen im kommenden Jahr gesprochen habe und Präsident Powell eher "dovish" wahrgenommen worden sei, seien Zinssenkungen laut Lagarde kein Thema bei der EZB gewesen.
Die Zinssenkungserwartungen seien im Anschluss an die FED-Sitzung massiv gestiegen, hätten aber im Zuge der europäischen Notenbankentscheidungen etwas korrigiert. Nachdem der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) noch am Morgen bei 137,28 ein neues Kontrakthoch markiert habe, sei er im Tagesverlauf wieder zurückgekommen. Insgesamt sei das Niveau aber deutlich erhöht und die Renditen seien massiv gesunken. Bundesanleihen mit 10-jähriger Laufzeit seien im Tief auf 2,03% gefallen - ein Rückgang von 20 BP innerhalb von zwei Handelstagen. Bei kurzen Laufzeiten sei der Renditerückgang zeitweise noch deutlicher ausgefallen. Entsprechend habe sich die Inversion der Bundkurve abgeschwächt.
Die Entscheidung der EZB, das PEPP-Portfolio in der zweiten Jahreshälfte im Durchschnitt um monatlich 7,5 Mrd. EUR zu reduzieren und die Wiederanlage aus dem PEPP zum Jahresende einzustellen, sei am Rentenmarkt positiv aufgenommen worden. Offensichtlich habe man ein stärkeres Abschmelzen befürchtet, denn die Peripheriespreads seien gesunken. Italienische Bonds mit 10-jähriger Laufzeit würden "nur" noch 166 BP über vergleichbare Bundrenditen und damit etwa 10 Ticks weniger als am Vortag rentieren. Auch die Aufschläge spanischer, portugiesischer oder griechischer Bonds seien stark rückläufig. (15.12.2023/alc/a/a)
Zwar hätten FED, EZB, BoE und SNB die Leitzinsen erwartungsgemäß nicht verändert und es werde weiterhin ein datenbasierter Ansatz gefahren, die Statements und Äußerungen der Währungshüter hätten aber für Bewegung gesorgt. Während die FED über Zinssenkungen im kommenden Jahr gesprochen habe und Präsident Powell eher "dovish" wahrgenommen worden sei, seien Zinssenkungen laut Lagarde kein Thema bei der EZB gewesen.
Die Zinssenkungserwartungen seien im Anschluss an die FED-Sitzung massiv gestiegen, hätten aber im Zuge der europäischen Notenbankentscheidungen etwas korrigiert. Nachdem der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) noch am Morgen bei 137,28 ein neues Kontrakthoch markiert habe, sei er im Tagesverlauf wieder zurückgekommen. Insgesamt sei das Niveau aber deutlich erhöht und die Renditen seien massiv gesunken. Bundesanleihen mit 10-jähriger Laufzeit seien im Tief auf 2,03% gefallen - ein Rückgang von 20 BP innerhalb von zwei Handelstagen. Bei kurzen Laufzeiten sei der Renditerückgang zeitweise noch deutlicher ausgefallen. Entsprechend habe sich die Inversion der Bundkurve abgeschwächt.
Die Entscheidung der EZB, das PEPP-Portfolio in der zweiten Jahreshälfte im Durchschnitt um monatlich 7,5 Mrd. EUR zu reduzieren und die Wiederanlage aus dem PEPP zum Jahresende einzustellen, sei am Rentenmarkt positiv aufgenommen worden. Offensichtlich habe man ein stärkeres Abschmelzen befürchtet, denn die Peripheriespreads seien gesunken. Italienische Bonds mit 10-jähriger Laufzeit würden "nur" noch 166 BP über vergleichbare Bundrenditen und damit etwa 10 Ticks weniger als am Vortag rentieren. Auch die Aufschläge spanischer, portugiesischer oder griechischer Bonds seien stark rückläufig. (15.12.2023/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,6050 € | 125,5072 € | 0,0978 € | +0,08% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


