Rentenmarkt nach EZB-Sitzung deutlich unter Druck


04.02.22 08:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die von der EZB in Aussicht gestellte, mögliche Anpassung der Geldpolitik im März hat zu einer Forcierung der Zinserhöhungserwartungen beigetragen, so die Analysten der Helaba.

Entsprechend sei der Rentenmarkt kräftig unter Druck gekommen und der Trend steigender Renditen habe sich mit hoher Dynamik fortgesetzt. Zehnjährige Bundesanleihen hätten mit über 0,15% das höchste Niveau seit knapp drei Jahren erreicht. Auch 2-jährige Papiere würden deutlich höher und inzwischen auch klar oberhalb des Einlagenzinses (-0,50%) rentieren. Mit über -0,35% sei der höchste Stand seit gut sechs Jahren markiert worden.

Der Spread zwischen 10- und 2-jährigen Bundrenditen sei zuletzt gesunken und auch die Differenz zwischen US-Anleihen und Bundesanleihen werde zur Freude des Euros merklich kleiner, während die Peripheriespreads kräftig gestiegen seien. Dies sei damit zu erklären, dass die EZB vermutlich schneller die Anleihekäufe zurückfahren werde, denn sie halte an der Reihenfolge fest: Erst die Nettoankäufe beenden, dann die Zinsen erhöhen.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe Federn lassen müssen und ein neues Kontrakttief markiert. Damit bleibe der Abwärtsimpuls intakt, allerdings scheine nach den massiven Verlusten und wegen der überverkauften Marktlage eine vorübergehende Erholung möglich. Dazu beitragen könnte auch ein schwacher Arbeitsmarktbericht in den USA. (04.02.2022/alc/a/a)




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