Rentenmarkt: Bild bleibt fragil


06.10.22 10:00
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Gute europäische Daten der Realwirtschaft (DE-Exporte, FR-Produktion) haben das Auspreisen der Zinserhöhungserwartungen unterbrochen, zumal die Inflationsproblematik noch immer nicht gelöst ist, so die Analysten der Helaba.

Auch die Ölpreise hätten wegen des OPEC+-Beschlusses zur Förderkürzung nochmals zugelegt. Die Notenbanken seien bemüht, die Zinserwartungen hoch zu halten, wenngleich der eine oder andere EZB-Vertreter jüngst auch die wirtschaftlichen Probleme thematisiert habe. Erfreulich aus Verbrauchersicht sei immerhin der erfolgte Rückgang der Erdgaspreise. Noch sei es viel zu früh, um von Entspannung zu reden, aber eine dauerhafte Fortsetzung des Preisrückgangs würde die Rezessionsrisiken reduzieren.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei letztlich daran gescheitert, die 21-Tagelinie (heute bei 141,00) dauerhaft zu überwinden und auch das 38,2%-Retracement des Kursverfalls seit Anfang August bei 143,68 sei mit der Kursspitze vom Montag nicht erreicht worden. Im Tief habe der Future gestern sogar wieder bei 139,52 notiert. Insofern bleibe das Bild fragil, denn zudem stehe der DMI noch auf Verkauf und der Abwärtstrend sei intakt. Allerdings sinke der ADX, was auf eine verringerte Trendstärke hinweise, und MACD und Stochastik würden sich oberhalb der Signallinien gen Norden richten. Um Chancen auf der Oberseite zu wahren, wäre es wohl wichtig, die Marke von 140 schnell wieder zu überwinden, denn ansonsten würde sich Potenzial bis zum Kontrakttief bei 135,52 eröffnen. (06.10.2022/alc/a/a)




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