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Rentenmärkte überkauft oder mit weiterem Potenzial?
06.05.16 10:27
Alte Leipziger Trust
Oberursel (www.anleihencheck.de) - An den Anleihemärkten gehen Investoren derzeit größere Risiken ein als jemals zuvor, so die Experten der Alte Leipziger Trust.
Die Renditen von Staatsanleihen im Gesamtvolumen von 6.9 Billionen Euro seien bedingt durch die weltweiten Wachstumssorgen in den meisten Laufzeitenbereichen unter null gedrückt worden. Auf der Suche nach Rendite würden Vermögensverwalter aufgrund dieser Entwicklung teilweise sogar auch auf Papiere mit einer Laufzeit von bis zu 100 Jahren setzen. Die internationalen Notenbanken würden die Situation verschärfen. da ihre im historischen Vergleich einmaligen Aktionen zur Ankurbelung der Wirtschaft die Risiken quasi aufgesaugt hätten, sodass es für Käufer nur noch wenige Handlungsoptionen gebe.
Zwar zeige die Nachfrage wenig Anzeichen für ein Nachlassen. Aber auf die Anleger könnten Kursrückgänge zukommen, wenn die Renditen auch nur ein wenig von ihrem äußerst niedrigen Niveau steigen sollten. In diesem Kontext interessant: Anleger würden weiterhin Bonds kaufen, auch wenn diese praktisch keine Renditen abwerfen würden. Diese Tatsache spiegle die tiefe Besorgnis über den Zustand der Volkswirtschaft der wichtigsten Industrienationen wieder.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) warne deshalb vor einer Zunahme der Gefahren einer weltweiten Stagnation. Die effektive Duration am globalen Bondmarkt, die in Jahren gemessen werde und festlege, wie stark die Kurse sich ändern dürfen, wenn sich die Zinsen bewegen würden, sei im April auf ein Allzeithoch von 6,84 Jahren geklettert. Das bedeute einen Kursrückgang von 6,84% bei Bonds im Falle eines Renditeanstiegs von jeweils einem Prozentpunkt.
Die Meinungen über die weitere Entwicklung an den Rentenmärkten würden auseinander gehen. So würden einige Ökonomen meinen, der Bondmarkt unterschätze das Zinserhöhungsrisiko, und im Falle von US-Leitzinserhöhungen mit fallenden Anleihekursen rechnen. Andere würden die Auffassung vertreten, dass die Renditen bei ultralangen Bonds weiter sinken könnten, da das schwache Wachstum eine weitere geldpolitische Lockerung in Europa und Japan ankurbele und die FED davon abhalte, die Zinsen konsequent zu erhöhen. (Ausgabe Mai 2016) (06.05.2016/alc/a/a)
Die Renditen von Staatsanleihen im Gesamtvolumen von 6.9 Billionen Euro seien bedingt durch die weltweiten Wachstumssorgen in den meisten Laufzeitenbereichen unter null gedrückt worden. Auf der Suche nach Rendite würden Vermögensverwalter aufgrund dieser Entwicklung teilweise sogar auch auf Papiere mit einer Laufzeit von bis zu 100 Jahren setzen. Die internationalen Notenbanken würden die Situation verschärfen. da ihre im historischen Vergleich einmaligen Aktionen zur Ankurbelung der Wirtschaft die Risiken quasi aufgesaugt hätten, sodass es für Käufer nur noch wenige Handlungsoptionen gebe.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) warne deshalb vor einer Zunahme der Gefahren einer weltweiten Stagnation. Die effektive Duration am globalen Bondmarkt, die in Jahren gemessen werde und festlege, wie stark die Kurse sich ändern dürfen, wenn sich die Zinsen bewegen würden, sei im April auf ein Allzeithoch von 6,84 Jahren geklettert. Das bedeute einen Kursrückgang von 6,84% bei Bonds im Falle eines Renditeanstiegs von jeweils einem Prozentpunkt.
Die Meinungen über die weitere Entwicklung an den Rentenmärkten würden auseinander gehen. So würden einige Ökonomen meinen, der Bondmarkt unterschätze das Zinserhöhungsrisiko, und im Falle von US-Leitzinserhöhungen mit fallenden Anleihekursen rechnen. Andere würden die Auffassung vertreten, dass die Renditen bei ultralangen Bonds weiter sinken könnten, da das schwache Wachstum eine weitere geldpolitische Lockerung in Europa und Japan ankurbele und die FED davon abhalte, die Zinsen konsequent zu erhöhen. (Ausgabe Mai 2016) (06.05.2016/alc/a/a)


