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Rentenmärkte: bis zum Jahresende leichter Renditeanstieg erwartet


18.09.12 12:38
MFS Investment Management

Boston (www.anleihencheck.de) - Bis zum Jahresende ist weltweit mit einem Rückgang der konjunkturellen Extremrisiken und einem leichten Renditeanstieg zu rechnen, so die Experten von MFS Investment Management.

Das Ausmaß des Anstiegs dürfte sich aber wegen der weiter expansiven Geldpolitik, des schwachen Wachstums und der niedrigen Inflation in Grenzen halten. Angesichts ihrer sehr niedrigen Renditen und ihrer langen Laufzeit würden amerikanische Staatsanleihen alles andere als günstig bewertet erscheinen. Robert Hall, Institutional Fixed Income Portfolio Manager bei MFS: "Angesichts der sehr niedrigen Renditen und der langen Laufzeiten würden die Kurse selbst bei einem leichten Renditeanstieg so stark fallen, dass die gesamten Kuponerträge eines Jahres zunichte gemacht würden."

Die Spreads von Unternehmensanleihen seien ausreichend hoch, um die negativen Realrenditen der als sicher geltenden Staatsanleihen zu kompensieren und für den Fall steigender Renditen ein gewisses Maß an Schutz zu bieten. Insbesondere Papiere mit schwachem Investmentgrade-Rating seien günstig bewertet. High-Yield-Anleihen seien hingegen zu meiden, weil ihre Bewertungen nicht sehr attraktiv seien. Robert Hall: "Aufgrund der liquiditätsgetriebenen Rallye sind hochverzinsliche Unternehmensanleihen überkauft. Bei Durchschnittskursen über pari sind die Chancen auf Kursgewinne begrenzt. Kurse über pari sind bei High-Yield-Anleihen ungewöhnlich und meist nicht nachhaltig. Wegen der hohen Kurse und der konjunkturellen Extremrisiken rechnen wir daher mit weiteren Kursschwankungen und Verlusten."

Emerging-Markets-Papiere, insbesondere in USD notierte Unternehmensanleihen und hochverzinsliche Staatsanleihen würden günstig bewertet bleiben. Sowohl die Fundamentaldaten als auch die technische Marktverfassung würden stabil bleiben. Stadtanleihen seien mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, würden im Vergleich zu steuerbaren Papieren aber nach wie vor attraktiv erscheinen. Wie an anderen Spread-Märkten auch, komme es wesentlich auf die Einzelwertauswahl an, weil nicht alle Papiere günstige Risiko-Ertrags-Profile hätten. (18.09.2012/alc/a/a)