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Rentenmärkte USA: Weitere Kursgewinne
13.08.21 11:47
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der US-Rentenmarkt präsentierte sich im Juli in einer ausgesprochen guten Verfassung, so die Experten von Union Investment.
Vor allem langlaufende Anleihen hätten Kursgewinne verbuchen können. Dies sei umso erstaunlicher gewesen, als dass die Rahmenbedingungen eigentlich für eine entgegengesetzte Entwicklung gesprochen hätten. Denn auch wenn die konjunkturelle Dynamik zuletzt etwas abnehme, würden die Experten aktuell Zuwachsraten beobachten, die in anderen Jahren bei vielen Volkswirten noch Ängste vor einer möglichen Überhitzung ausgelöst hätten. Hinzu würden Inflationsraten von mehr als fünf Prozent kommen. Ungeachtet dessen hätten US-Staatsanleihen im Juli, gemessen am JP Morgan Global Bond US-Index, 1,3 Prozent zugelegt. Zehnjährige US-Papiere hätten damit nur noch bei 1,22 Prozent rentiert. Zum Vergleich: Ende März habe die Rendite kurzzeitig sogar 1,75 Prozent betragen.
Für die gute Wertentwicklung sei vor allem die US-Notenbank FED verantwortlich gewesen. Die Währungshüter hätten unmissverständlich klargemacht, dass die höheren Teuerungsraten auf Sondereffekte zurückzuführen seien und der Preisdruck daher schon bald wieder nachlasse. Darüber hinaus hätten die Notenbanker die Fortschritte am Arbeitsmarkt zwar anerkannt, die bisherige Erholung rechtfertige aber noch keine Änderung ihrer Politik. Innerhalb der FED würden die Meinungen allerdings darüber auseinander zu gehen beginnen, wann der geeignete Zeitpunkt gekommen sei, um die Anleihekäufe zu reduzieren.
Bislang gelinge es der US-Notenbank aber noch sehr gut, die Marktteilnehmer darauf behutsam vorzubereiten. Nach der jüngsten Notenbanksitzung habe man den Eindruck gewinnen können, dass die Währungshüter es damit noch nicht eilig hätten. Ein Stück weit habe Anleger auch die Delta-Variante des Corona-Virus verunsichert. Höhere Infektionszahlen würden in Ländern mit gutem Impffortschritt bislang nicht mit einer Erhöhung der Krankenhausaufenthalte einhergehen. Die ehrgeizigen Ziele der Herdenimmunität dürfte die USA bis zum Herbst aber nur schwer erreichen können.
Der August sei traditionell ein eher ruhiger Monat, ehe die Transaktionen zum September hin dann wieder anziehen würden. Mit Blick auf das Wachstums- und Inflationsbild erscheinen uns die Renditen zu niedrig, sodass mit wieder leicht steigenden Renditen zu rechnen ist, so die Experten von Union Investment. (Ausgabe vom 12.08.2021) (13.08.2021/alc/a/a)
Vor allem langlaufende Anleihen hätten Kursgewinne verbuchen können. Dies sei umso erstaunlicher gewesen, als dass die Rahmenbedingungen eigentlich für eine entgegengesetzte Entwicklung gesprochen hätten. Denn auch wenn die konjunkturelle Dynamik zuletzt etwas abnehme, würden die Experten aktuell Zuwachsraten beobachten, die in anderen Jahren bei vielen Volkswirten noch Ängste vor einer möglichen Überhitzung ausgelöst hätten. Hinzu würden Inflationsraten von mehr als fünf Prozent kommen. Ungeachtet dessen hätten US-Staatsanleihen im Juli, gemessen am JP Morgan Global Bond US-Index, 1,3 Prozent zugelegt. Zehnjährige US-Papiere hätten damit nur noch bei 1,22 Prozent rentiert. Zum Vergleich: Ende März habe die Rendite kurzzeitig sogar 1,75 Prozent betragen.
Bislang gelinge es der US-Notenbank aber noch sehr gut, die Marktteilnehmer darauf behutsam vorzubereiten. Nach der jüngsten Notenbanksitzung habe man den Eindruck gewinnen können, dass die Währungshüter es damit noch nicht eilig hätten. Ein Stück weit habe Anleger auch die Delta-Variante des Corona-Virus verunsichert. Höhere Infektionszahlen würden in Ländern mit gutem Impffortschritt bislang nicht mit einer Erhöhung der Krankenhausaufenthalte einhergehen. Die ehrgeizigen Ziele der Herdenimmunität dürfte die USA bis zum Herbst aber nur schwer erreichen können.
Der August sei traditionell ein eher ruhiger Monat, ehe die Transaktionen zum September hin dann wieder anziehen würden. Mit Blick auf das Wachstums- und Inflationsbild erscheinen uns die Renditen zu niedrig, sodass mit wieder leicht steigenden Renditen zu rechnen ist, so die Experten von Union Investment. (Ausgabe vom 12.08.2021) (13.08.2021/alc/a/a)


