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Rentenmärkte: Griechenland und Spanien werfen ihre Schatten


11.05.12 16:58
BayernLB

München (www.anleihencheck.de) - Die Entwicklung an den Rentenmärkten stand in der ablaufenden Woche stark im Zeichen der politischen Unsicherheit nach den Parlamentswahlen in Griechenland sowie der Zweifel an der Stabilität des spanischen Bankensektors, so die Analysten der BayernLB.

Die Renditen und Risikoaufschläge auf Staatsanleihen der im Fokus stehenden Staaten seien teils deutlich angestiegen. Besonders kräftig sei der Anstieg neben griechischen auch für spanische und portugiesische Papiere ausgefallen. Dagegen seien die Spreadausweitungen bei italienischen und irischen Staatsanleihen weniger stark ausgeprägt gewesen. In Spanien arbeite die Regierung weiter an einem Plan zur Stabilisierung des Bankensystems. So seien Kredite des spanischen Bankenrettungsfonds (Frob) an die Großbank Bankia in Höhe von 4,6 Mrd. Euro in Aktien der Muttergesellschaft BFA umgewandelt worden. Zudem strebe die Regierung höhere Rücklagen der Banken zur Abdeckung ausfallgefährdeter Immobilienkredite an.

Die EU-Kommission rechne in ihrer Frühjahresprognose indes nicht damit, dass Spanien das gesamtstaatliche Defizitziel von 5,3% im Jahr 2012 ohne zusätzliche Konsolidierungsmaßnahmen einhalten werde. Die EZB habe in der Vorwoche im Rahmen des Staatsanleihe-Kaufprogramms (SMP) am Markt für Staatsanleihen erneut nicht interveniert. In der ablaufenden Woche seien keine neuen Daten zur Entwicklung der zentralstaatlichen Defizite veröffentlicht worden. (11.05.2012/alc/a/a)