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Rentenmärkte: Gewinnmitnahmen und Positionsglattstellungen zum Wochenschluss
15.04.13 08:57
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Positionsglattstellungen den Handel zum Wochenschluss, so die Analysten der Helaba.
Nach den kräftigen Bewegungen in dieser Woche hätten die Anleger erst einmal durchatmen und brachten ihre Schäfchen ins Trockene müssen. Nur in Japan komme der Rentenmarkt nicht zur Ruhe. Erneut habe der Handel in JGB-Futures nach einem freien Fall von über einem vollen Punkt zeitweise ausgesetzt werden müssen. Schwache Konjunkturdaten aus China und USA würden heute in Fernost die Risikoneigung erhöhen und mit nachgebenden Aktiennotierungen den Bondmarkt stabilisieren.
Steuererhöhungen, Kürzungen der Staatsausgaben und das schlechte Wetter hätten beim US-Einzelhandel (-0,4%; ex Autos -0,1%) Spuren hinterlassen und würden auch die Stimmung bei den Verbrauchern (Michigan Sentiment 72,3 nach 78,6) trüben. In China hätten die Produktionszahlen im März (9,5%) sowie das Wachstum im ersten Quartal (+1,6%/7,7%) unter den Erwartungen gelegen.
Moderatem Abgabedruck beim Euro, Aktien und an den Kreditmärkten hätten Kursgewinne bei Bundesanleihen, Gilts und US-Treasuries gegenübergestanden. Gründe für die Bewegung seien mit dem höheren Finanzbedarf Zyperns, Spekulationen über ein zweites Hilfspaket für Portugal oder der Zuspitzung der Lage auf der koreanischen Halbinsel schnell gefunden gewesen.
Der Zinsvorsprung zehnjähriger italienischer (4,32%) und spanischer Bonds (4,67%) habe sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 2 bzw. 3 BP ausgeweitet, der portugiesischer Papiere (6,18%) habe sich um 4 BP ermäßigt. Anleihen aus Frankreich (1,80%) und Belgien (2,05%) würden 2 BP auf Bunds verlieren.
Den höheren Sicherheitsansprüchen folgend seien Bundesanleihen erstmals in dieser Woche gut gesucht gewesen. Technisch bedingt hätten lange und mittlere Fälligkeiten den Kursanstieg angeführt, kurze Laufzeiten seien kaum nachgefragt worden. Die im Jahresvergleich deutlich schwächere Industrieproduktion in der Eurozone im Februar (-3,1% nach -2,4%) habe zudem den Aufschwung gestützt.
Auch US-Treasuries hätten einen großen Teil ihrer Wochenverluste korrigiert. Im fernöstlichen Handel würden sich die US-Anleihen gut behauptet präsentieren.
Der Bund-Kontrakt (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) (145,88) habe 65 Stellen zugelegt, Bobl (ISIN DE0009652651 / WKN 965265) (126,74) und Schatz (110,74) seien 28 bzw. 4 Ticks höher aus dem Markt gegangen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe falle auf 1,26%,der Renditeabstand zwischen zwei- und zehnjährigen Bundesanleihen ermäßige sich auf 124 BP. Zehnjährige US-Treasuries würden 7 BP niedriger bei 1,72% rentieren. Der JGB-Future(143,63) verliere trotz schwacher Aktiennotierungen 15 Ticks. Der Euro verbillige sich auf 1,3080 US-Dollar, der Preis für das Barrel Öl falle auf 88,80 US-Dollar.
Zum Wochenauftakt richte sich das Augenmerk auf Stimmungsindikatoren in den Vereinigten Staaten. Neben dem NAHB-Wohnungsmarktindex (45 nach 44) werde mit dem Empire-State-Index (7 nach 9,24) die erste Lagebeurteilung im Verarbeitenden Gewerbe für April veröffentlicht. Preisdaten, Indikatoren aus dem Bausektor, Produktionszahlen und der Philadelphia-FED-Index würden jenseits des Atlantiks das Konjunkturbild abrunden. Zur Wochenmitte veröffentliche die Notenbank ihren Konjunkturbericht ("Beige Book").
Zentrales Thema in der Eurozone sei die ZEW-Umfrage am Dienstag. Die jüngst doch enttäuschenden Daten würden sowohl beim Konjunkturausblick (42 nach 48,5), als auch der Lagebeurteilung (10,5 nach 13,6) für einen deutlichen Rückgang sprechen. Das Hauptinteresse dürfte sich aber auf Preis- und Wirtschaftsdaten aus Großbritannien konzentrieren.
Am Primärmarkt versteigere die Finanzagentur des Bundes am Mittwoch zehnjährige Bundesanleihen im Volumen von 4 Mrd. Euro. Frankreich sei mit zwei- und fünfjährigen OATs sowie zehnjährigen OATei-Linkern im Volumen von insgesamt knapp 8,5 Mrd. Euro am Start. Auch Spanien biete wieder fünf- und zehnjährige Bonos über insgesamt 5 Mrd. Euro an. Im Gespräch sei zudem die Syndizierung einer 15-jährigen Anleihe. Italien werde einen neuen vier jährige "Patriotenbond" begeben, der sich vor allem an Kleinanleger richte. Die französische CADES habe eine im April 2023 fällige Anleihe um 250 Mio. Euro 9 BP über vergleichbaren OATs aufgestockt. (15.04.2013/alc/a/a)
Nach den kräftigen Bewegungen in dieser Woche hätten die Anleger erst einmal durchatmen und brachten ihre Schäfchen ins Trockene müssen. Nur in Japan komme der Rentenmarkt nicht zur Ruhe. Erneut habe der Handel in JGB-Futures nach einem freien Fall von über einem vollen Punkt zeitweise ausgesetzt werden müssen. Schwache Konjunkturdaten aus China und USA würden heute in Fernost die Risikoneigung erhöhen und mit nachgebenden Aktiennotierungen den Bondmarkt stabilisieren.
Steuererhöhungen, Kürzungen der Staatsausgaben und das schlechte Wetter hätten beim US-Einzelhandel (-0,4%; ex Autos -0,1%) Spuren hinterlassen und würden auch die Stimmung bei den Verbrauchern (Michigan Sentiment 72,3 nach 78,6) trüben. In China hätten die Produktionszahlen im März (9,5%) sowie das Wachstum im ersten Quartal (+1,6%/7,7%) unter den Erwartungen gelegen.
Moderatem Abgabedruck beim Euro, Aktien und an den Kreditmärkten hätten Kursgewinne bei Bundesanleihen, Gilts und US-Treasuries gegenübergestanden. Gründe für die Bewegung seien mit dem höheren Finanzbedarf Zyperns, Spekulationen über ein zweites Hilfspaket für Portugal oder der Zuspitzung der Lage auf der koreanischen Halbinsel schnell gefunden gewesen.
Der Zinsvorsprung zehnjähriger italienischer (4,32%) und spanischer Bonds (4,67%) habe sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 2 bzw. 3 BP ausgeweitet, der portugiesischer Papiere (6,18%) habe sich um 4 BP ermäßigt. Anleihen aus Frankreich (1,80%) und Belgien (2,05%) würden 2 BP auf Bunds verlieren.
Auch US-Treasuries hätten einen großen Teil ihrer Wochenverluste korrigiert. Im fernöstlichen Handel würden sich die US-Anleihen gut behauptet präsentieren.
Der Bund-Kontrakt (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) (145,88) habe 65 Stellen zugelegt, Bobl (ISIN DE0009652651 / WKN 965265) (126,74) und Schatz (110,74) seien 28 bzw. 4 Ticks höher aus dem Markt gegangen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe falle auf 1,26%,der Renditeabstand zwischen zwei- und zehnjährigen Bundesanleihen ermäßige sich auf 124 BP. Zehnjährige US-Treasuries würden 7 BP niedriger bei 1,72% rentieren. Der JGB-Future(143,63) verliere trotz schwacher Aktiennotierungen 15 Ticks. Der Euro verbillige sich auf 1,3080 US-Dollar, der Preis für das Barrel Öl falle auf 88,80 US-Dollar.
Zum Wochenauftakt richte sich das Augenmerk auf Stimmungsindikatoren in den Vereinigten Staaten. Neben dem NAHB-Wohnungsmarktindex (45 nach 44) werde mit dem Empire-State-Index (7 nach 9,24) die erste Lagebeurteilung im Verarbeitenden Gewerbe für April veröffentlicht. Preisdaten, Indikatoren aus dem Bausektor, Produktionszahlen und der Philadelphia-FED-Index würden jenseits des Atlantiks das Konjunkturbild abrunden. Zur Wochenmitte veröffentliche die Notenbank ihren Konjunkturbericht ("Beige Book").
Zentrales Thema in der Eurozone sei die ZEW-Umfrage am Dienstag. Die jüngst doch enttäuschenden Daten würden sowohl beim Konjunkturausblick (42 nach 48,5), als auch der Lagebeurteilung (10,5 nach 13,6) für einen deutlichen Rückgang sprechen. Das Hauptinteresse dürfte sich aber auf Preis- und Wirtschaftsdaten aus Großbritannien konzentrieren.
Am Primärmarkt versteigere die Finanzagentur des Bundes am Mittwoch zehnjährige Bundesanleihen im Volumen von 4 Mrd. Euro. Frankreich sei mit zwei- und fünfjährigen OATs sowie zehnjährigen OATei-Linkern im Volumen von insgesamt knapp 8,5 Mrd. Euro am Start. Auch Spanien biete wieder fünf- und zehnjährige Bonos über insgesamt 5 Mrd. Euro an. Im Gespräch sei zudem die Syndizierung einer 15-jährigen Anleihe. Italien werde einen neuen vier jährige "Patriotenbond" begeben, der sich vor allem an Kleinanleger richte. Die französische CADES habe eine im April 2023 fällige Anleihe um 250 Mio. Euro 9 BP über vergleichbaren OATs aufgestockt. (15.04.2013/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |
Werte im Artikel



