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Rentenmärkte: FED überraschte den Markt
08.10.13 11:19
Alte Leipziger Trust
Oberursel (www.anleihencheck.de) - Die Konjunktur in der Eurozone hat sich im zweiten Quartal weiter verbessert, wodurch die Phase der Rezession beendet wurde, so die Experten der Alte Leipziger Trust.
Einer vergleichsweise hohen Wachstumsdynamik in den Euro-Kernländern Deutschland und Frankreich hätten erneut moderate Rückgänge der Entwicklung der Bruttoinlandprodukte in den Südländern der Eurozone Spanien und Italien gegenübergestanden. Die Frühindikatoren würden signalisieren, dass auch hier das Wachstum im zweiten Halbjahr 2013 zurückgekehrt sein sollte. Für 2014 würden Analysten laut der aktuellen ZEW-Übersicht im Median bereits ein Wachstum von 1% vorhersagen. Das sei eine leichte Aufwärtsrevision um 0,1 Prozentpunkte. Die Prognosen zu sämtlichen Verwendungskomponenten des Bruttoinlandsprodukts seien dabei nach oben korrigiert worden.
Gleichwohl werde die Entwicklung fragil bleiben, da am Arbeitsmarkt - mit Ausnahme von Deutschland - noch keine grundsätzliche Trendwende erkennbar sei. Gebremst werde die Besserung am Arbeitsmarkt durch eine teilweise zu starke Reglementierung. Dies gelte insbesondere für Italien, wo restriktive Kündigungsvorschriften Einstellungen behindern würden. In Frankreich erhöhe ein zu hoher Mindestlohn für noch unqualifizierte Berufsanfänger die Jugendarbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote der Eurozone verharre seit Jahresbeginn bei hohen 12%. Ein weiterer spürbarer Anstieg sei vor dem Hintergrund der konjunkturellen Besserung insgesamt nicht zu erwarten.
Der September-Bericht vom US-Arbeitsmarkt habe die hohen Erwartungen nicht erfüllt. Aufgrund einer deutlichen Abwärtsrevision der Vormonatsweite weise die Arbeitsmarktstatistik für das letzte halbe Jahr nur noch ein durchschnittliches Stellenwachstum von 160.000 pro Monat aus. Trotz des vergleichsweise geringen Stellenaufbaus habe die Arbeitslosenquote auf 7,3% sinken können. Eine weitere Verbesserung der Arbeitsmarktdaten in den nächsten Monaten sei wahrscheinlich.
Die Ankündigung der FED, die Anleihekäufe unverändert fortzusetzen, habe an den Rentenmärkten zu einem deutlichen Renditerückgang geführt. Der seit Mai gültige Aufwärtstrend bei den zehnjährigen Treasuries sei im letzten Monat gebrochen worden. Aufgrund der Unsicherheit bezüglich der weiteren Geldpolitik der FED dürfte die Rendite in eine erneute Seitwärtsbewegung übergehen, ein weiterer Rückgang sei unwahrscheinlich. Auch die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihen sei im September gesunken, der Aufwärtstrend sei allerdings noch nicht gebrochen worden. Die Abwärtsbewegung dürfte deutlich an Schwung verlieren, eine Seitwärtsbewegung sei auch hier die wahrscheinlichste Variante.
Sowohl Bundesanleihen als auch amerikanische Treasuries hätten also zum Teil kräftige Kursgewinne verbucht. So sei die Rendite der zehnjährigen Treasuries unter kräftigen Schwankungen im Monatsvergleich von 2,78% auf 2,61% gesunken. Auch in Deutschland habe sich die Zinskurve etwas abgeflacht. Hier sei die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen von 1,86% auf 1,78% gesunken. (Ausgabe Oktober 2013) (08.10.2013/alc/a/a)
Einer vergleichsweise hohen Wachstumsdynamik in den Euro-Kernländern Deutschland und Frankreich hätten erneut moderate Rückgänge der Entwicklung der Bruttoinlandprodukte in den Südländern der Eurozone Spanien und Italien gegenübergestanden. Die Frühindikatoren würden signalisieren, dass auch hier das Wachstum im zweiten Halbjahr 2013 zurückgekehrt sein sollte. Für 2014 würden Analysten laut der aktuellen ZEW-Übersicht im Median bereits ein Wachstum von 1% vorhersagen. Das sei eine leichte Aufwärtsrevision um 0,1 Prozentpunkte. Die Prognosen zu sämtlichen Verwendungskomponenten des Bruttoinlandsprodukts seien dabei nach oben korrigiert worden.
Der September-Bericht vom US-Arbeitsmarkt habe die hohen Erwartungen nicht erfüllt. Aufgrund einer deutlichen Abwärtsrevision der Vormonatsweite weise die Arbeitsmarktstatistik für das letzte halbe Jahr nur noch ein durchschnittliches Stellenwachstum von 160.000 pro Monat aus. Trotz des vergleichsweise geringen Stellenaufbaus habe die Arbeitslosenquote auf 7,3% sinken können. Eine weitere Verbesserung der Arbeitsmarktdaten in den nächsten Monaten sei wahrscheinlich.
Die Ankündigung der FED, die Anleihekäufe unverändert fortzusetzen, habe an den Rentenmärkten zu einem deutlichen Renditerückgang geführt. Der seit Mai gültige Aufwärtstrend bei den zehnjährigen Treasuries sei im letzten Monat gebrochen worden. Aufgrund der Unsicherheit bezüglich der weiteren Geldpolitik der FED dürfte die Rendite in eine erneute Seitwärtsbewegung übergehen, ein weiterer Rückgang sei unwahrscheinlich. Auch die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihen sei im September gesunken, der Aufwärtstrend sei allerdings noch nicht gebrochen worden. Die Abwärtsbewegung dürfte deutlich an Schwung verlieren, eine Seitwärtsbewegung sei auch hier die wahrscheinlichste Variante.
Sowohl Bundesanleihen als auch amerikanische Treasuries hätten also zum Teil kräftige Kursgewinne verbucht. So sei die Rendite der zehnjährigen Treasuries unter kräftigen Schwankungen im Monatsvergleich von 2,78% auf 2,61% gesunken. Auch in Deutschland habe sich die Zinskurve etwas abgeflacht. Hier sei die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen von 1,86% auf 1,78% gesunken. (Ausgabe Oktober 2013) (08.10.2013/alc/a/a)


