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Renten: Die nächste Leitzinserhöhung in den USA im Juni dürfte unvermeidbar sein
31.05.17 10:45
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Nach den Aussagen der Notenbankgouverneurin Lael Brainard sind die Investoren gut beraten, sich auf die nächste Anhebung der FED Funds Zielzone Mitte Juni einzustellen, so die Analysten der National-Bank AG.
Sie halte eine baldige Anhebung aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für angemessen, auch wenn ihr die Inflationsentwicklung weiterhin Sorgen bereite, da die Kernrate bspw. des PCE-Deflators immer noch unter 2% verharre und die Lohnentwicklung trotz des erreichten Beschäftigungsniveaus unterdurchschnittlich ausfalle. Ihrer Einschätzung nach müsse evtl. der angepeilte Leitzinspfad noch einmal überdacht werden, wenn sich die Preise nicht in Richtung des Inflationsziels der FED bewegen würden.
Da sie jedoch in der Vergangenheit immer wieder durch ihre Kritik an einem zu frühen Drehen an der Zinsschraube auf sich aufmerksam gemacht habe, seien ihre Aussagen nun eine deutliche Einstimmung auf den nächsten Zinsschritt. Es müsste schon sehr viel passieren, damit die FED davon doch noch absehe. Die Politik der US-Administration reiche dafür jedenfalls nicht aus, obwohl die letzten Äußerungen aus dem Weißen Haus die Notenbanker nicht kalt gelassen haben dürften. Schließlich deute erneut sehr viel daraufhin, dass die US-Administration den freien Handel, so wie er jedenfalls über die vergangenen Jahrzehnte entwickelt und betrieben worden sei, beenden werde.
Die Daten aus dem Euroraum hätten gestern ein durchwachsenes Bild hinterlassen. Die Stimmungsindikatoren der Europäischen Kommission seien etwas schwächer ausgefallen, als es erwartet worden sei. Letztlich bleibe die europäische Wirtschaft aber auf Wachstumskurs. Die Preisdynamik habe im Mai etwas stärker abgenommen, als es bereits vermutet worden sei. Das sollte sich heute bei den weiteren Preisdaten, u. a. für den Euroraum, ebenfalls bestätigen. Auf die Geldpolitik der EZB werde das jedoch keinen Einfluss haben. Schließlich sei die nachlassende Dynamik des Preisauftriebs erwartet worden. Da würden 0,1%-Punkte mehr oder weniger keine Rolle spielen. Unter Zugzwang stehe die EZB jedenfalls nicht.
Von den Aussagen der europäischen Notenbanker würden sich zwar Hinweise darauf erhofft, in wie weit die EZB ihre Position ändere. Doch dazu sei "eigentlich" durch Mario Draghi alles gesagt. Ansonsten dürften die weiteren Konjunkturdaten Beachtung finden: Der deutsche Jobmotor laufe. Der Chicagoer PMI dürfte sich etwas stärker abgekühlt haben, als es erwartet werde. Und im Beige Book würden sich die üblichen Aussagen zu einem angespannten Arbeitsmarkt, steigenden Immobilienpreisen sowie einer Belebung des privaten Verbrauchs finden lassen.
Beschäftigen würden sich die Investoren zudem erneut mit der Situation in Italien wegen der möglichen Neuwahlen sowie Griechenland. Immerhin würden die Einkaufsmanagerindices aus China auf eine Fortsetzung des Wachstums hindeuten.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte behauptet starten. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 161,70 und 162,90 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,17 und 2,32% schwanken. (31.05.2017/alc/a/a)
Sie halte eine baldige Anhebung aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für angemessen, auch wenn ihr die Inflationsentwicklung weiterhin Sorgen bereite, da die Kernrate bspw. des PCE-Deflators immer noch unter 2% verharre und die Lohnentwicklung trotz des erreichten Beschäftigungsniveaus unterdurchschnittlich ausfalle. Ihrer Einschätzung nach müsse evtl. der angepeilte Leitzinspfad noch einmal überdacht werden, wenn sich die Preise nicht in Richtung des Inflationsziels der FED bewegen würden.
Da sie jedoch in der Vergangenheit immer wieder durch ihre Kritik an einem zu frühen Drehen an der Zinsschraube auf sich aufmerksam gemacht habe, seien ihre Aussagen nun eine deutliche Einstimmung auf den nächsten Zinsschritt. Es müsste schon sehr viel passieren, damit die FED davon doch noch absehe. Die Politik der US-Administration reiche dafür jedenfalls nicht aus, obwohl die letzten Äußerungen aus dem Weißen Haus die Notenbanker nicht kalt gelassen haben dürften. Schließlich deute erneut sehr viel daraufhin, dass die US-Administration den freien Handel, so wie er jedenfalls über die vergangenen Jahrzehnte entwickelt und betrieben worden sei, beenden werde.
Von den Aussagen der europäischen Notenbanker würden sich zwar Hinweise darauf erhofft, in wie weit die EZB ihre Position ändere. Doch dazu sei "eigentlich" durch Mario Draghi alles gesagt. Ansonsten dürften die weiteren Konjunkturdaten Beachtung finden: Der deutsche Jobmotor laufe. Der Chicagoer PMI dürfte sich etwas stärker abgekühlt haben, als es erwartet werde. Und im Beige Book würden sich die üblichen Aussagen zu einem angespannten Arbeitsmarkt, steigenden Immobilienpreisen sowie einer Belebung des privaten Verbrauchs finden lassen.
Beschäftigen würden sich die Investoren zudem erneut mit der Situation in Italien wegen der möglichen Neuwahlen sowie Griechenland. Immerhin würden die Einkaufsmanagerindices aus China auf eine Fortsetzung des Wachstums hindeuten.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte behauptet starten. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 161,70 und 162,90 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,17 und 2,32% schwanken. (31.05.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


