Erweiterte Funktionen
Renten: Ab heute werden von der EZB 20 Mrd. Euro / Monat weniger angekauft
03.04.17 11:30
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die US-Wirtschaftsdaten vom vergangenen Freitag gaben ein durchwachsenes Bild ab, so die Analysten der National-Bank AG.
Der vorläufige Wert des Uni Michigan Indikators, der die Stimmung der Konsumenten messe, sei leicht zurückgegangen, während der Chicagoer PMI signalisiert habe, dass es im Verarbeitenden Gewerbe deutlich aufwärts gehen könnte. Und schließlich hätten die PCE-Deflatoren erneut im Monatsvergleich angezogen, sodass die Gesamtrate stabil oberhalb der 2%-Marke liege und die Kernrate davon nicht mehr weit entfernt sei. Zudem habe es von nahezu allen FED-Vertretern, die sich am Freitag geäußert hätten, eher zurückhaltende Aussagen zum Thema Leitzinsen gegeben. Allerdings seien sie auch alle dem Lager der "Tauben" zuzurechnen.
Im Laufe des heutigen Tages gebe es einmal mehr zahlreichen Auftritte von US-Notenbankern. Hierbei sei zu erwarten, dass die Mehrheit jedoch wieder auf die Notwendigkeit weiterer Leitzinsanhebungen im laufenden Jahr hinweisen werde. Von großem Interesse werde ebenfalls sein, ob es noch zusätzliche Informationen von der US-Administration zum Thema Außenhandel geben werde.
Mit seinem jüngsten Dekret, wonach alle Außenhandelsbeziehungen und Branchen auf evtl. unfaire Handelspraktiken geprüft werden sollten, dürfte die US-Regierung für erhebliche Unruhe bei exportorientierten Unternehmen rund um die Globus sorgen. Immerhin habe man sich davon die Stimmung noch nicht verderben lassen, zumal nicht klar sei, ob der US-Präsident seine Position überhaupt durchsetzen könne. Aus dem Desaster um die Abschaffung von Obamacare sei er geschwächt herausgekommen.
Mit der Reduzierung des monatlichen QE-Volumens von 80 auf 60 Mrd. Euro werde nun zu analysieren sein, wie die EZB die Reduzierung bewerkstelligen werde. Vermutlich würden weniger Corporates, Covered Bonds und ABS angekauft, wobei letztere kaum noch eine Rolle spielen würden. Ohne eine Verringerung des Ankaufvolumens von Staatsanleihen werde es jedoch nicht gehen.
Zu Griechenland gebe es ebenfalls neue Nachrichten: Die Prüfergruppe der Geldgeber kehre zurück. Es scheine also tatsächlich Fortschritte bei den Verhandlungen gegeben zu haben. Dass etwas Zählbares bis zum 7. April vorliegen werde, gelte jedoch als sehr ambitioniert. Daneben sei auf die endgültigen Werte der Markit Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende Gewerbe zu achten. Aus allen Euroländern dürfte es trotz der strukturellen Probleme positive Nachrichten geben. Am Nachmittag sei der ISM für das Verarbeitende Gewerbe von Bedeutung. Er könnte entgegen der Erwartungen durchaus angezogen sein. Die Bauausgaben dürften auf hohem Niveau verharren.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte mit den Vorgaben aus Asien sowie dem gar nicht schlechten Caixin Einkaufsmanagerindex kaum verändert in den Tag starten. Über den Tag dürfte er sich zwischen 160,70 und 162,25 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,33 und 2,49% schwanken. (03.04.2017/alc/a/a)
Der vorläufige Wert des Uni Michigan Indikators, der die Stimmung der Konsumenten messe, sei leicht zurückgegangen, während der Chicagoer PMI signalisiert habe, dass es im Verarbeitenden Gewerbe deutlich aufwärts gehen könnte. Und schließlich hätten die PCE-Deflatoren erneut im Monatsvergleich angezogen, sodass die Gesamtrate stabil oberhalb der 2%-Marke liege und die Kernrate davon nicht mehr weit entfernt sei. Zudem habe es von nahezu allen FED-Vertretern, die sich am Freitag geäußert hätten, eher zurückhaltende Aussagen zum Thema Leitzinsen gegeben. Allerdings seien sie auch alle dem Lager der "Tauben" zuzurechnen.
Im Laufe des heutigen Tages gebe es einmal mehr zahlreichen Auftritte von US-Notenbankern. Hierbei sei zu erwarten, dass die Mehrheit jedoch wieder auf die Notwendigkeit weiterer Leitzinsanhebungen im laufenden Jahr hinweisen werde. Von großem Interesse werde ebenfalls sein, ob es noch zusätzliche Informationen von der US-Administration zum Thema Außenhandel geben werde.
Mit der Reduzierung des monatlichen QE-Volumens von 80 auf 60 Mrd. Euro werde nun zu analysieren sein, wie die EZB die Reduzierung bewerkstelligen werde. Vermutlich würden weniger Corporates, Covered Bonds und ABS angekauft, wobei letztere kaum noch eine Rolle spielen würden. Ohne eine Verringerung des Ankaufvolumens von Staatsanleihen werde es jedoch nicht gehen.
Zu Griechenland gebe es ebenfalls neue Nachrichten: Die Prüfergruppe der Geldgeber kehre zurück. Es scheine also tatsächlich Fortschritte bei den Verhandlungen gegeben zu haben. Dass etwas Zählbares bis zum 7. April vorliegen werde, gelte jedoch als sehr ambitioniert. Daneben sei auf die endgültigen Werte der Markit Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende Gewerbe zu achten. Aus allen Euroländern dürfte es trotz der strukturellen Probleme positive Nachrichten geben. Am Nachmittag sei der ISM für das Verarbeitende Gewerbe von Bedeutung. Er könnte entgegen der Erwartungen durchaus angezogen sein. Die Bauausgaben dürften auf hohem Niveau verharren.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte mit den Vorgaben aus Asien sowie dem gar nicht schlechten Caixin Einkaufsmanagerindex kaum verändert in den Tag starten. Über den Tag dürfte er sich zwischen 160,70 und 162,25 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,33 und 2,49% schwanken. (03.04.2017/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,5595 € | 125,717 € | -0,1575 € | -0,13% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


