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Renten: Die europäische Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs
21.04.17 09:45
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die Kurse der Bunds kamen nach behaupteter Eröffnung erneut unter Druck, so die Analysten der National-Bank AG.
Weitere Gewinnmitnahmen im Zuge der Emissionen aus Spanien und Frankreich dürften eine der Ursache gewesen sein. Zudem hätten die aktuellsten Umfragen zur französischen Präsidentschaftswahl gezeigt, dass das als worst case-Szenario gehandelte Ergebnis, wonach sich die rechte Kandidatin und der linke Kandidat durchsetzen könnten, unwahrscheinlicher geworden sei. Man sollte bei diesen Betrachtungen jedoch nicht übersehen, dass die Abstände zwischen den einzelnen Kandidaten sehr gering seien und dass eine große Zahl an Wahlberechtigten noch unentschlossen sei, wem die Stimmen gegeben werde. Durch die jüngsten Ereignisse in Paris könnten sich die Verhältnisse durchaus noch einmal verschieben.
Grundsätzlich sollte man den Ausgang der ersten Abstimmung am Sonntag jedoch nicht überbewerten. Selbst ein Ergebnis am 7. Mai, das den Investoren überhaupt nicht gefalle, könnte schnell an Schrecken verlieren. Schließlich benötige eine französische Präsidentin oder ein französischer Präsident immer noch die Zustimmung des Parlaments für die überwiegende Zahl der kritischen Vorhaben, die im Wahlkampf für Aufsehen sorgen würden. Und selbst nach den Parlamentswahlen im Juni gelte es sehr unwahrscheinlich, dass es tragfähige Mehrheiten für ein extrem rechtes oder linkes Lager, wie es von zwei Präsidentschaftskandidaten verkörpert werde, geben werde. Die Zusammenarbeit in Europa würde vermutlich erschwert werden. Das sei aber nichts Neues.
Da der Tag näher rücke, an dem der US-Präsident 100 Tage im Amt sei, scheine sich eine gewisse Hektik im Weißen Haus zu verbreiten. Schließlich habe der US-Präsident von seinen Zusagen bisher nichts erfüllen oder gar rechtskräftig auf den Weg bringen können. Das Weiße Haus scheine nun darauf zu drängen, dass in der kommenden Woche eine Abstimmung zur Reform des Gesundheitswesens im Repräsentantenhaus angesetzt werde. Selbst die republikanischen Abgeordneten seien sehr skeptisch, ob das erfolgen werde, denn ein neuer Gesetzentwurf liege bislang nicht vor.
Außerdem habe der US-amerikanische Finanzminister angekündigt, die US-Administration werde ihre Steuerpläne sehr bald vorlegen, sodass sie bis Ende des Jahres umgesetzt werden könnten. Von August sei also auch nichts mehr zu hören. Viel drängender dürfte jedoch das Problem der Anhebung der Verschuldungsobergrenze sein. Passiere diesbezüglich nicht bald etwas, drohe übereinstimmenden Aussagen zu Folge ein sukzessives Schließen der öffentlichen Verwaltung ab dem 29. April. Es werde zwar verhandelt. Über den Stand sei jedoch wenig bekannt. Nur so viel, an der Finanzierung der Mauer zu Mexiko würden sich die Geister scheiden.
Die wichtigsten Informationen zur Konjunktur würden aus dem Euroraum kommen. Die vorläufigen Werte der Markit Einkaufsmanagerindices dürften sich zwar etwas abgeschwächt haben. Das Wachstum im Euroraum werde sich jedoch fortsetzen. Daneben bleibe die französische Präsidentschaftswahl das Thema.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sollte in diesem Umfeld behauptet in den Tag starten und gut unterstützt bleiben. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 162,20 und 163,85 bewegen, wobei der ungewisse Ausgang der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl ein stützender Faktor bleibe. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,16 und 2,32% schwanken. (21.04.2017/alc/a/a)
Weitere Gewinnmitnahmen im Zuge der Emissionen aus Spanien und Frankreich dürften eine der Ursache gewesen sein. Zudem hätten die aktuellsten Umfragen zur französischen Präsidentschaftswahl gezeigt, dass das als worst case-Szenario gehandelte Ergebnis, wonach sich die rechte Kandidatin und der linke Kandidat durchsetzen könnten, unwahrscheinlicher geworden sei. Man sollte bei diesen Betrachtungen jedoch nicht übersehen, dass die Abstände zwischen den einzelnen Kandidaten sehr gering seien und dass eine große Zahl an Wahlberechtigten noch unentschlossen sei, wem die Stimmen gegeben werde. Durch die jüngsten Ereignisse in Paris könnten sich die Verhältnisse durchaus noch einmal verschieben.
Grundsätzlich sollte man den Ausgang der ersten Abstimmung am Sonntag jedoch nicht überbewerten. Selbst ein Ergebnis am 7. Mai, das den Investoren überhaupt nicht gefalle, könnte schnell an Schrecken verlieren. Schließlich benötige eine französische Präsidentin oder ein französischer Präsident immer noch die Zustimmung des Parlaments für die überwiegende Zahl der kritischen Vorhaben, die im Wahlkampf für Aufsehen sorgen würden. Und selbst nach den Parlamentswahlen im Juni gelte es sehr unwahrscheinlich, dass es tragfähige Mehrheiten für ein extrem rechtes oder linkes Lager, wie es von zwei Präsidentschaftskandidaten verkörpert werde, geben werde. Die Zusammenarbeit in Europa würde vermutlich erschwert werden. Das sei aber nichts Neues.
Außerdem habe der US-amerikanische Finanzminister angekündigt, die US-Administration werde ihre Steuerpläne sehr bald vorlegen, sodass sie bis Ende des Jahres umgesetzt werden könnten. Von August sei also auch nichts mehr zu hören. Viel drängender dürfte jedoch das Problem der Anhebung der Verschuldungsobergrenze sein. Passiere diesbezüglich nicht bald etwas, drohe übereinstimmenden Aussagen zu Folge ein sukzessives Schließen der öffentlichen Verwaltung ab dem 29. April. Es werde zwar verhandelt. Über den Stand sei jedoch wenig bekannt. Nur so viel, an der Finanzierung der Mauer zu Mexiko würden sich die Geister scheiden.
Die wichtigsten Informationen zur Konjunktur würden aus dem Euroraum kommen. Die vorläufigen Werte der Markit Einkaufsmanagerindices dürften sich zwar etwas abgeschwächt haben. Das Wachstum im Euroraum werde sich jedoch fortsetzen. Daneben bleibe die französische Präsidentschaftswahl das Thema.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sollte in diesem Umfeld behauptet in den Tag starten und gut unterstützt bleiben. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 162,20 und 163,85 bewegen, wobei der ungewisse Ausgang der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl ein stützender Faktor bleibe. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,16 und 2,32% schwanken. (21.04.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,6563 € | 125,717 € | -0,0607 € | -0,05% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


