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Renten: Wie interpretieren die US-Notenbanker die jüngsten Daten zur Teuerung?
23.06.17 10:15
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Erwartungsgemäß hatten die Konjunkturdaten gestern allenfalls einen sehr überschaubaren Einfluss auf das Marktgeschehen, so die Analysten der National-Bank AG.
Die Investoren hätten sich vielmehr mit der zusehends flacher werdenden Renditestrukturkurve in den USA sowie der Entwicklung der Ölpreise beschäftigt. Trotz der Verlängerung der Fördermengenbegrenzung gelinge es den OPEC-Ländern nicht, den Ölpreis zu stabilisieren. Saudi-Arabien habe zwar angekündigt, alles Notwendige zu veranlassen, den Preis auf einem angemessenen Niveau zu halten. Doch allein werde das Land das kaum schaffen können. Und ob weitere Förderkürzungen aufgrund der Abhängigkeit der OPEC- und nicht-OPEC-Länder von den Einnahmen aus der Ölförderung umsetzbar seien, sei zu bezweifeln.
Ob der schwache Ölpreis sowie die Renditestrukturkurvenbewegung in den USA jedoch Vorboten für rauere konjunkturelle Zeiten seien, bleibe völlig offen. Die US-Konjunkturdaten vom aktuellen Rand seien zwar schwächer ausgefallen, als es erwartet worden sei. Solche Phasen habe es in der Vergangenheit immer einmal gegeben, ohne dass das tatsächlich in einer nachhaltigen Verlangsamung der wirtschaftlichen Aktivität gemündet sei.
Immerhin sei es dem republikanisch geführten Teil des Senats gelungen, einen Entwurf für die US-Gesundheitsreform vorzulegen. Es sollten jedoch nicht alle republikanischen Senatoren hinter dem Entwurf stehen. Medien würden von mindestens vier Abweichlern berichten. Es müssten jedoch nur zwei davon überzeugt werden, um eine Mehrheit im Senat zu haben. Dem Vernehmen nach seien die Unterschiede zum Vorschlag des Repräsentantenhauses gar nicht so groß, sodass ein gemeinschaftlicher Kompromiss durchaus möglich erscheine, vielleicht sogar noch vor der Sommerpause. In den kommenden Tagen dürfte also die Hoffnung zurückkehren, dass die US-Regierung möglicherweise doch in der Lage sein werde, einige ihrer zentralen Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Die vorläufigen Werte der Markit Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende und das Dienstleistungsgewerbe würden anzeigen, dass die europäische Wirtschaft in den kommenden Monaten auf Wachstumskurs bleibe. Daneben seien die Aussagen der US-Notenbanker zu beachten, auch wenn mit Jerome Powell lediglich ein Vertreter im FOMC derzeit stimmberechtigt sei. Ihre Einschätzung zur Entwicklung der Teuerung sowie dem weiteren Leitzinspfand sei von Bedeutung, sofern sie sich dazu äußern würden.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sollte kaum verändert in den letzten Handelstag der Woche starten. Im Tagesverlauf dürfte er sich zwischen 164,30 und 165,50 bewegen. Gegen Abend könnte es nach der durchaus positiven Wochenendwicklung zu Gewinnmitnahmen kommen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,09 und 2,23% schwanken. (23.06.2017/alc/a/a)
Die Investoren hätten sich vielmehr mit der zusehends flacher werdenden Renditestrukturkurve in den USA sowie der Entwicklung der Ölpreise beschäftigt. Trotz der Verlängerung der Fördermengenbegrenzung gelinge es den OPEC-Ländern nicht, den Ölpreis zu stabilisieren. Saudi-Arabien habe zwar angekündigt, alles Notwendige zu veranlassen, den Preis auf einem angemessenen Niveau zu halten. Doch allein werde das Land das kaum schaffen können. Und ob weitere Förderkürzungen aufgrund der Abhängigkeit der OPEC- und nicht-OPEC-Länder von den Einnahmen aus der Ölförderung umsetzbar seien, sei zu bezweifeln.
Immerhin sei es dem republikanisch geführten Teil des Senats gelungen, einen Entwurf für die US-Gesundheitsreform vorzulegen. Es sollten jedoch nicht alle republikanischen Senatoren hinter dem Entwurf stehen. Medien würden von mindestens vier Abweichlern berichten. Es müssten jedoch nur zwei davon überzeugt werden, um eine Mehrheit im Senat zu haben. Dem Vernehmen nach seien die Unterschiede zum Vorschlag des Repräsentantenhauses gar nicht so groß, sodass ein gemeinschaftlicher Kompromiss durchaus möglich erscheine, vielleicht sogar noch vor der Sommerpause. In den kommenden Tagen dürfte also die Hoffnung zurückkehren, dass die US-Regierung möglicherweise doch in der Lage sein werde, einige ihrer zentralen Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Die vorläufigen Werte der Markit Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende und das Dienstleistungsgewerbe würden anzeigen, dass die europäische Wirtschaft in den kommenden Monaten auf Wachstumskurs bleibe. Daneben seien die Aussagen der US-Notenbanker zu beachten, auch wenn mit Jerome Powell lediglich ein Vertreter im FOMC derzeit stimmberechtigt sei. Ihre Einschätzung zur Entwicklung der Teuerung sowie dem weiteren Leitzinspfand sei von Bedeutung, sofern sie sich dazu äußern würden.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sollte kaum verändert in den letzten Handelstag der Woche starten. Im Tagesverlauf dürfte er sich zwischen 164,30 und 165,50 bewegen. Gegen Abend könnte es nach der durchaus positiven Wochenendwicklung zu Gewinnmitnahmen kommen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,09 und 2,23% schwanken. (23.06.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


