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Renten: Weiter seitwärts
11.04.14 15:17
Weberbank
Berlin (www.anleihencheck.de) - Die Konjunkturdaten aus Amerika fielen zuletzt erfreulich aus und bestätigen, dass vor allem die Wetterverhältnisse für die Wachstumsabschwächung im 1. Quartal 2014 verantwortlich waren, so die Analysten der Weberbank.
Positiv hervorzuheben sei der US-Arbeitsmarktbericht: Im März seien 192.000 neue Stellen geschaffen und gleichzeitig das Beschäftigungsplus in den Vormonaten nach oben revidiert worden. Im Schnitt habe der monatliche Stellenaufbau für das erste Quartal bei 178.000 gelegen. Die Arbeitslosenquote sei im März unverändert bei 6,7 Prozent geblieben.
Erfreulich hätten sich auch die Stimmung der US-Verbraucher sowie die Einkaufsmanagerindices entwickelt: Mittlerweile würden die Konsumenten wieder so zuversichtlich in die Zukunft wie vor dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 blicken. Auch die deutlich über den Markterwartungen liegenden US-Autoverkäufe würden für die Konsumfreudigkeit der US-Konsumenten sprechen. Die Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende Gewerbe und für den Dienstleistungssektor hätten beide zulegen können und würden eine anhaltende Wachstumsbeschleunigung signalisieren.
Insgesamt würden die Daten bestätigen, dass das Wirtschaftswachstum in den USA wieder in Gang komme und dass die witterungsbedingten Belastungen für die US-Wirtschaft zunehmend an Bedeutung verlieren würden. Die Analysten würden davon ausgehen, dass sich dieser Trend trotz stets möglicher kurzfristiger Gegenbewegungen fortsetzen werde.
In Europa habe die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Mittelpunkt des Marktinteresses gestanden. Erwartungsgemäß sei der Leitzins unverändert auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent belassen und der Ausblick auf unveränderte Leitzinsen bekräftigt worden.
Für Überraschung habe die intensive Diskussion im EZB-Rat über weitere Zinssenkungen sowie den Einsatz von unkonventionellen Maßnahmen gesorgt. Selbst ein Anleihenankaufprogramm (Quantitative Easing) sei explizit erwähnt worden. Sollte die niedrige Inflationsrate in Europa für einen längeren Zeitraum anhalten bzw. sogar sinken, erhöhe sich die Wahrscheinlichkeit für ein umfangreiches "Quantitative Easing".
Die EZB verspreche sich mit dem Ankauf von Wertpapieren wie z.B. Unternehmensanleihen oder Bankkrediten zum einen die Bankbilanzen zu entlasten und damit die Kreditvergabe zu stimulieren. Zum anderen könnte sie mit diesen Maßnahmen gegen Deflationsrisiken vorgehen. Momentan halte sich die EZB aufgrund der zuletzt positiven Entwicklung der Konjunktur in Europa sowie den aus ihrer Sicht immer noch ausgewogenen Inflationsrisiken noch zurück.
Die Rendite der 10-jährigen öffentlichen Anleihen bewege sich weiter in einem engen Band zwischen 1,50 Prozent und 1,70 Prozent. Die Analysten würden davon ausgehen, dass das niedrige Zinsniveau, die gedämpfte Inflation in Europa sowie Spekulationen auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik bzw. unkonventionellen Maßnahmen die Rentenseite unterstützen werde.
Der deutsche Aktienmarkt (DAX) habe seine Jahreshöchststände nicht überwinden können und vor dem Hintergrund neuerlicher Unruhen im Osten der Ukraine sowie Gewinnmitnahmen an den US-Technologiemärkten eine Konsolidierung eingeleitet. Mit dem Beginn der US-Berichtssaison für das 1. Quartal 2014 würden die Unternehmensgewinne wieder stärker in den Fokus der Anleger rücken.
Im Vorfeld der Berichtssaison hätten die Analysten ihre Gewinnwachstumserwartungen für die Unternehmen im S&P 500 bereits kräftig aufgrund der extremen Kältephase von zum Teil 4 Prozent auf nur noch 1,0 Prozent revidiert. Die Hürde für die US-Unternehmen, die Schätzungen zu schlagen, liege damit relativ niedrig.
Insgesamt seien die Analysten für die Aktienmärkte positiv gestimmt. Auch wenn kurzfristig aufgrund von geopolitischen Unsicherheiten (Krim-Krise) immer wieder mit Rückschlägen gerechnet werden müsse, sollte sich der positive Trend an den Aktienmärkten weiter fortsetzen. Das anziehende Wachstum der Weltwirtschaft, die soliden Gewinnwachstumsaussichten der Unternehmen, ein auf lange Sicht niedriges Zinsumfeld, eine fortgesetzte Beruhigung der Euro-Staatsschuldenkrise sowie die moderaten Bewertungen insbesondere an den europäischen und deutschen Aktienmärkten würden aus Sicht der Analysten mittelfristig für weiter steigende Kurse sprechen.
Zusätzliche Unterstützung würden die Märkte von der immer noch relativ hohen Kassenhaltung und der niedrigen Aktiengewichtung institutioneller Anleger erhalten. Das Risiko einer größeren Korrektur an den Aktienmärkten sollte vor diesem Hintergrund gering bleiben. Auch die Charttechnik bestätige den Aufwärtstrend beim DAX: Der langfristige Aufwärtstrend sei weiterhin intakt und würde erst bei einem Unterschreiten der 8.900-Punkte-Marke in Frage gestellt werden. (11.04.2014/alc/a/a)
Positiv hervorzuheben sei der US-Arbeitsmarktbericht: Im März seien 192.000 neue Stellen geschaffen und gleichzeitig das Beschäftigungsplus in den Vormonaten nach oben revidiert worden. Im Schnitt habe der monatliche Stellenaufbau für das erste Quartal bei 178.000 gelegen. Die Arbeitslosenquote sei im März unverändert bei 6,7 Prozent geblieben.
Erfreulich hätten sich auch die Stimmung der US-Verbraucher sowie die Einkaufsmanagerindices entwickelt: Mittlerweile würden die Konsumenten wieder so zuversichtlich in die Zukunft wie vor dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 blicken. Auch die deutlich über den Markterwartungen liegenden US-Autoverkäufe würden für die Konsumfreudigkeit der US-Konsumenten sprechen. Die Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende Gewerbe und für den Dienstleistungssektor hätten beide zulegen können und würden eine anhaltende Wachstumsbeschleunigung signalisieren.
Insgesamt würden die Daten bestätigen, dass das Wirtschaftswachstum in den USA wieder in Gang komme und dass die witterungsbedingten Belastungen für die US-Wirtschaft zunehmend an Bedeutung verlieren würden. Die Analysten würden davon ausgehen, dass sich dieser Trend trotz stets möglicher kurzfristiger Gegenbewegungen fortsetzen werde.
In Europa habe die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Mittelpunkt des Marktinteresses gestanden. Erwartungsgemäß sei der Leitzins unverändert auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent belassen und der Ausblick auf unveränderte Leitzinsen bekräftigt worden.
Die EZB verspreche sich mit dem Ankauf von Wertpapieren wie z.B. Unternehmensanleihen oder Bankkrediten zum einen die Bankbilanzen zu entlasten und damit die Kreditvergabe zu stimulieren. Zum anderen könnte sie mit diesen Maßnahmen gegen Deflationsrisiken vorgehen. Momentan halte sich die EZB aufgrund der zuletzt positiven Entwicklung der Konjunktur in Europa sowie den aus ihrer Sicht immer noch ausgewogenen Inflationsrisiken noch zurück.
Die Rendite der 10-jährigen öffentlichen Anleihen bewege sich weiter in einem engen Band zwischen 1,50 Prozent und 1,70 Prozent. Die Analysten würden davon ausgehen, dass das niedrige Zinsniveau, die gedämpfte Inflation in Europa sowie Spekulationen auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik bzw. unkonventionellen Maßnahmen die Rentenseite unterstützen werde.
Der deutsche Aktienmarkt (DAX) habe seine Jahreshöchststände nicht überwinden können und vor dem Hintergrund neuerlicher Unruhen im Osten der Ukraine sowie Gewinnmitnahmen an den US-Technologiemärkten eine Konsolidierung eingeleitet. Mit dem Beginn der US-Berichtssaison für das 1. Quartal 2014 würden die Unternehmensgewinne wieder stärker in den Fokus der Anleger rücken.
Im Vorfeld der Berichtssaison hätten die Analysten ihre Gewinnwachstumserwartungen für die Unternehmen im S&P 500 bereits kräftig aufgrund der extremen Kältephase von zum Teil 4 Prozent auf nur noch 1,0 Prozent revidiert. Die Hürde für die US-Unternehmen, die Schätzungen zu schlagen, liege damit relativ niedrig.
Insgesamt seien die Analysten für die Aktienmärkte positiv gestimmt. Auch wenn kurzfristig aufgrund von geopolitischen Unsicherheiten (Krim-Krise) immer wieder mit Rückschlägen gerechnet werden müsse, sollte sich der positive Trend an den Aktienmärkten weiter fortsetzen. Das anziehende Wachstum der Weltwirtschaft, die soliden Gewinnwachstumsaussichten der Unternehmen, ein auf lange Sicht niedriges Zinsumfeld, eine fortgesetzte Beruhigung der Euro-Staatsschuldenkrise sowie die moderaten Bewertungen insbesondere an den europäischen und deutschen Aktienmärkten würden aus Sicht der Analysten mittelfristig für weiter steigende Kurse sprechen.
Zusätzliche Unterstützung würden die Märkte von der immer noch relativ hohen Kassenhaltung und der niedrigen Aktiengewichtung institutioneller Anleger erhalten. Das Risiko einer größeren Korrektur an den Aktienmärkten sollte vor diesem Hintergrund gering bleiben. Auch die Charttechnik bestätige den Aufwärtstrend beim DAX: Der langfristige Aufwärtstrend sei weiterhin intakt und würde erst bei einem Unterschreiten der 8.900-Punkte-Marke in Frage gestellt werden. (11.04.2014/alc/a/a)


