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Renten: Die US-Notenbanker planen den Beginn der Bilanzreduzierung gegen Ende des Jahres
06.04.17 11:15
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die Markit Einkaufsmanagerindices für das Dienstleistungsgewerbe aus verschiedenen Euroländer enttäuschten nicht, so die Analysten der National-Bank AG.
Die Zeichen stünden auf eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Expansion. Die US-Daten hätten dagegen Licht und Schatten geboten. Während der ADP-Bericht einmal mehr auf einen sehr guten Arbeitsmarktbericht für den März hindeute, sei der Wert des ISM für das Dienstleistungsgewerbe deutlich stärker zurückgegangen, als es prognostiziert worden sei. Er liege jedoch immer noch in dem Bereich, in dem Wachstum signalisiert werde.
Das gestrige Tagesereignis, nämlich das Protokoll der letzten Tagung des FOMC, habe tatsächlich Informationen zur Einschätzung der US-Notenbanker zur Reduzierung der Bilanzsumme enthalten. Eine Mehrzahl der FOMC-Mitglieder habe sich für eine Reduzierung der Bilanzsumme gegen Ende des laufenden Jahres ausgesprochen.
Die Aussagen der Notenbanker in den vergangenen Wochen seien also die Wiedergabe der Diskussion im FOMC. Der Bilanzabbau solle dabei schonend und vorhersehbar gestaltet werden, was dafür spreche, dass erst einmal die Reinvestitionen von Tilgungen und Zinszahlungen eingestellt würden. Man werde also sehr vorsichtig beginnen. Dass diese Aussagen nicht zu steigenden Renditen geführt hätten, dürfte auf andere Ereignisse zurückzuführen sein: Paul Ryan habe keine sonderlich ermutigenden Aussagen zur Gesundheitsreform gemacht.
Vor der Osterpause werde es keine Ergebnisse geben. Dementsprechend hätten die Investoren erneut angefangen, die Umsetzbarkeit der Agenda der US-Regierung anzuzweifeln.
Heute Morgen sei bereits der Caixin Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe veröffentlicht worden. Er habe etwas unter dem Vormonatswert gelegen, deute aber weiterhin auf Wachstum hin. Zu Handelsbeginn dürfte der Fokus auf der deutschen Wirtschaft liegen: Die Auftragseingänge würden veröffentlicht. Aufgrund des schwachen Vormonatswertes sollte es zu einem kräftigen Anstieg gekommen sein, was auch zur sehr guten Stimmung der deutschen Unternehmer passen würde.
Das Protokoll der letzten Tagung des EZB-Rats sollte gegen Mittag Aufschluss darüber geben, ob die Stimmung im Gremium doch etwas mehr hawkish geworden sei, wie es die Ausführungen des EZB-Chefs auf der Pressekonferenz hätten vermuten lassen. Zudem würden der EZB-Chef und sein Vize die Aussagen erneut in das "richtige" Licht zu rücken versuchen. Wahrscheinlich würden sie betonen, dass die Geldpolitik vorerst noch unterstützend tätig bleiben müsse, weil der Preistrend immer noch schwach sei.
Zweifelsohne sei das Treffen zwischen dem US-Präsidenten und seinem chinesischen Amtskollegen das Tagesereignis. Ein "Treffen unter Freunden" werde das sicher nicht werden. Hier könnte es durchaus richtungsweisende Signale geben, ob es zu deutlich mehr Protektionismus kommen werde.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte trotz der Refinanzierungsaktivitäten aus Frankreich und Spanien freundlich in den Handelstag starten. Das Thema Gewinnmitnahmen dürfte erst einmal aufgeschoben werden. Dennoch würden sich die Investoren in Anbetracht des morgen zur Veröffentlichung anstehenden Arbeitsmarktberichts mit Positionierungen zurückhalten. Über den Tag dürfte sich der Bund-Future zwischen 161,90 und 163,35 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,27 und 2,43% schwanken. (06.04.2017/alc/a/a)
Die Zeichen stünden auf eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Expansion. Die US-Daten hätten dagegen Licht und Schatten geboten. Während der ADP-Bericht einmal mehr auf einen sehr guten Arbeitsmarktbericht für den März hindeute, sei der Wert des ISM für das Dienstleistungsgewerbe deutlich stärker zurückgegangen, als es prognostiziert worden sei. Er liege jedoch immer noch in dem Bereich, in dem Wachstum signalisiert werde.
Das gestrige Tagesereignis, nämlich das Protokoll der letzten Tagung des FOMC, habe tatsächlich Informationen zur Einschätzung der US-Notenbanker zur Reduzierung der Bilanzsumme enthalten. Eine Mehrzahl der FOMC-Mitglieder habe sich für eine Reduzierung der Bilanzsumme gegen Ende des laufenden Jahres ausgesprochen.
Die Aussagen der Notenbanker in den vergangenen Wochen seien also die Wiedergabe der Diskussion im FOMC. Der Bilanzabbau solle dabei schonend und vorhersehbar gestaltet werden, was dafür spreche, dass erst einmal die Reinvestitionen von Tilgungen und Zinszahlungen eingestellt würden. Man werde also sehr vorsichtig beginnen. Dass diese Aussagen nicht zu steigenden Renditen geführt hätten, dürfte auf andere Ereignisse zurückzuführen sein: Paul Ryan habe keine sonderlich ermutigenden Aussagen zur Gesundheitsreform gemacht.
Heute Morgen sei bereits der Caixin Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe veröffentlicht worden. Er habe etwas unter dem Vormonatswert gelegen, deute aber weiterhin auf Wachstum hin. Zu Handelsbeginn dürfte der Fokus auf der deutschen Wirtschaft liegen: Die Auftragseingänge würden veröffentlicht. Aufgrund des schwachen Vormonatswertes sollte es zu einem kräftigen Anstieg gekommen sein, was auch zur sehr guten Stimmung der deutschen Unternehmer passen würde.
Das Protokoll der letzten Tagung des EZB-Rats sollte gegen Mittag Aufschluss darüber geben, ob die Stimmung im Gremium doch etwas mehr hawkish geworden sei, wie es die Ausführungen des EZB-Chefs auf der Pressekonferenz hätten vermuten lassen. Zudem würden der EZB-Chef und sein Vize die Aussagen erneut in das "richtige" Licht zu rücken versuchen. Wahrscheinlich würden sie betonen, dass die Geldpolitik vorerst noch unterstützend tätig bleiben müsse, weil der Preistrend immer noch schwach sei.
Zweifelsohne sei das Treffen zwischen dem US-Präsidenten und seinem chinesischen Amtskollegen das Tagesereignis. Ein "Treffen unter Freunden" werde das sicher nicht werden. Hier könnte es durchaus richtungsweisende Signale geben, ob es zu deutlich mehr Protektionismus kommen werde.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte trotz der Refinanzierungsaktivitäten aus Frankreich und Spanien freundlich in den Handelstag starten. Das Thema Gewinnmitnahmen dürfte erst einmal aufgeschoben werden. Dennoch würden sich die Investoren in Anbetracht des morgen zur Veröffentlichung anstehenden Arbeitsmarktberichts mit Positionierungen zurückhalten. Über den Tag dürfte sich der Bund-Future zwischen 161,90 und 163,35 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,27 und 2,43% schwanken. (06.04.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,5403 € | 125,717 € | -0,1767 € | -0,14% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


