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Renten: Einige US-Notenbanker plädieren für Verschiebung der nächsten Leitzinserhöhung auf Dezember
22.06.17 09:15
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die Konjunkturdaten hatten gestern wenig Einfluss auf das Handelsgeschehen, so die Analysten der National-Bank AG.
Vielmehr würden sich vor allem US-amerikanische Investoren Sorgen darüber machen, wie sich die Renditestrukturkurve für Treasuries entwickele. Aufgrund des Auspreisens von Inflationserwartungen komme das lange Ende unter Druck. Am kurzen Ende würden die Leitzinserwartungen dominieren. Dort scheine sich der Fokus nach den Aussagen einiger US-Notenbanker jedoch etwas zu verschieben. Es gebe nämlich nicht wenige Stimmen, die eine Verschiebung des nächsten Leitzinsschrittes von September auf Dezember propagieren würden. Dafür könnten sie sich vorstellen, den Abbau der Notenbankbilanz bereits im September anzugehen.
Aufgrund des jüngst doch schwach ausgefallenen Preisauftriebs in den USA stünden die US-Notenbanker sowieso unter Erklärungsdruck: Warum sollten sie die Leitzinsen anheben, wenn das Inflationsziel in absehbarer Zeit wohl doch nicht nachhaltig erreicht werden könne? Nichtsdestotrotz täte die FED gut daran, ihren Kurs der graduellen Zinserhöhungen beizubehalten. Schließlich habe sie bisher kaum Möglichkeiten, mit traditioneller Geldpolitik rezessiven Tendenzen entgegen zu wirken. Sollte sich die jüngste Entwicklung bei den Energiepreisen fortsetzen, so dürfte der Druck auf die FED sogar noch wachsen, geldpolitische Maßnahmen weiter in die Zukunft zu verschieben.
Von der EZB werde es dagegen nichts Neues geben. Einige Bestandteile des Economic Bulletins seien bereits vorab veröffentlicht worden. Die europäischen Notenbanker würden sich zurecht über die Zukunft des Außenhandels sorgen. Die Signale aus den USA würden zu diesem Thema wenig ermutigend bleiben. Außerdem würden sich die Notenbankvertreter sicher Gedanken machen, welche Auswirkungen die politische Situation in UK nun auf die Austrittsverhandlungen der Briten sowie die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum haben werde.
Konjunkturdatenseitig werde es heute kaum Impulse geben. Der Index der US-Frühindikatoren sowie der vorläufige Wert für das europäische Konsumentenvertrauen dürften die Datenhighlights des Tages sein. Die Konsumenten hierzulande dürften durchaus weiterhin optimistisch in die Zukunft blicken. Schließlich scheine der Aufschwung an Breite zu gewinnen, auch wenn das an den Arbeitsmärkten in vielen Ländern noch nicht so richtig ankomme. Daneben sollten die politischen Entwicklungen in den USA nicht ganz außer Acht gelassen werden. Der Senat - genauer genommen, der republikanische Teil - wolle heute seinen Entwurf für die Ablösung von Obamacare vorlegen, dessen Auswirkungen dann zügig vom Congressional Budget Office bewertet werden sollten.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte kaum verändert in den Handelstag starten. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 164,30 und 165,50 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,09 und 2,23% schwanken. Gegen Abend könnte es im Zuge der Aufstockung der 30-jährigen TIPS durchaus zu einer leichten Belastung kommen. In Anbetracht der sich ermäßigenden Inflationserwartungen könnte die Platzierung durchaus etwas schwieriger werden. (22.06.2017/alc/a/a)
Vielmehr würden sich vor allem US-amerikanische Investoren Sorgen darüber machen, wie sich die Renditestrukturkurve für Treasuries entwickele. Aufgrund des Auspreisens von Inflationserwartungen komme das lange Ende unter Druck. Am kurzen Ende würden die Leitzinserwartungen dominieren. Dort scheine sich der Fokus nach den Aussagen einiger US-Notenbanker jedoch etwas zu verschieben. Es gebe nämlich nicht wenige Stimmen, die eine Verschiebung des nächsten Leitzinsschrittes von September auf Dezember propagieren würden. Dafür könnten sie sich vorstellen, den Abbau der Notenbankbilanz bereits im September anzugehen.
Von der EZB werde es dagegen nichts Neues geben. Einige Bestandteile des Economic Bulletins seien bereits vorab veröffentlicht worden. Die europäischen Notenbanker würden sich zurecht über die Zukunft des Außenhandels sorgen. Die Signale aus den USA würden zu diesem Thema wenig ermutigend bleiben. Außerdem würden sich die Notenbankvertreter sicher Gedanken machen, welche Auswirkungen die politische Situation in UK nun auf die Austrittsverhandlungen der Briten sowie die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum haben werde.
Konjunkturdatenseitig werde es heute kaum Impulse geben. Der Index der US-Frühindikatoren sowie der vorläufige Wert für das europäische Konsumentenvertrauen dürften die Datenhighlights des Tages sein. Die Konsumenten hierzulande dürften durchaus weiterhin optimistisch in die Zukunft blicken. Schließlich scheine der Aufschwung an Breite zu gewinnen, auch wenn das an den Arbeitsmärkten in vielen Ländern noch nicht so richtig ankomme. Daneben sollten die politischen Entwicklungen in den USA nicht ganz außer Acht gelassen werden. Der Senat - genauer genommen, der republikanische Teil - wolle heute seinen Entwurf für die Ablösung von Obamacare vorlegen, dessen Auswirkungen dann zügig vom Congressional Budget Office bewertet werden sollten.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte kaum verändert in den Handelstag starten. Im Tagesverlauf sollte er sich zwischen 164,30 und 165,50 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,09 und 2,23% schwanken. Gegen Abend könnte es im Zuge der Aufstockung der 30-jährigen TIPS durchaus zu einer leichten Belastung kommen. In Anbetracht der sich ermäßigenden Inflationserwartungen könnte die Platzierung durchaus etwas schwieriger werden. (22.06.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


