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Renten: Das US-Konsumentenvertrauen erreicht den höchsten Wert seit September 2000
29.03.17 09:45
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Eines muss man der US-Regierung trotz des Desasters um die Abschaffung bzw. Reform des Affordable Care Act lassen: Sie sorgt für sehr gute Stimmung, so die Analysten der National-Bank AG.
Das Verbrauchervertrauen des Conference Board habe im März um fas elf Punkte auf den höchsten Wert seit September 2000 zugelegt. Das sei zwar nicht allein der Verdienst der aktuellen US-Regierung, sondern auch den guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und vor allem dem Arbeitsmarkt geschuldet. Dennoch scheine der Regierungswechsel für Zuversicht zu sorgen. Was jedoch fehle, sei eine Bestätigung der guten Stimmung in harten Daten, wie z. B. einem deutlichen Anziehen der Einzelhandelsumsätze. Immerhin scheine der Kapitalmarkt das Gesundheitsreformdesaster zu verzeihen. Schließlich seien risikoreiche Assets wieder gefragt gewesen.
Die Investoren würden nun auf eine Umsetzung der anderen Vorhaben hoffen: Steuerreform und Infrastrukturausgaben. Sofern die Trump-Administration aus dem Vorgehen des Ersatzes von Obamacare gelernt habe, dürfte es keine Hauruckmaßnahmen mehr geben. Das werde jedoch zur Folge haben, dass alle Details zu einer Steuerreform von den republikanischen Abgeordneten im Kongress gebilligt würden, sodass die Regierung auf eine solide Mehrheit zurückgreifen könne. Bis diese Details inklusive einer Gegenfinanzierung in trockenen Tüchern seien, werde jedoch weit mehr Zeit vergehen, als es bspw. der US-Finanzminister angekündigt habe.
Eine Befassung des Kongresses mit einer umfassenden Steuerreform vor der Sommerpause im August sei sehr unwahrscheinlich. Daran hätten sich nämlich bereits andere Präsidenten die Zähne ausgebissen. Gerade die Gegenfinanzierung dürfte sich nämlich nicht so ohne weiteres organisieren lassen. Diese bestimme jedoch entscheidend, wo sich die Steuersätze letztlich einpendeln könnten.
Immerhin werde die FED bis auf weiteres an ihrem eingeschlagenen Kurs festhalten können. Es laufe derzeit auf zwei weiteren Zinsschritte im laufenden Jahr hinaus. Sollte sich die sehr gute Konsumentenstimmung in einer deutlichen Belebung der Nachfrage umsetzen, so würden die US-Notenbanker ihre Position überdenken und vielleicht doch in Richtung drei zusätzliche Schritte schwenken. Außerdem berücksichtige ihre derzeit gültige Einschätzung keine fiskalpolitischen Stimuli.
Die Konjunkturdaten würden heute eine Nebenrolle spielen. Die Zuversicht, die US-Regierung bekomme die Steuerreform hin, werde Investoren beflügeln. Getrübt werde das Bild jedoch von der dem offiziellen Austrittsgesuch UKs aus der EU, das heute in Brüssel eingehen solle. Die Interessenvertreter würden sich schon mal darin üben, schwarz zu malen. Was letztlich bei den Verhandlungen herauskommen werde, sei nicht abzusehen. Für alle dürfte es aber insgesamt zu einer lose-lose-Situation kommen. Auf irgendwelche Privilegien ohne Gegenleistungen brauche UK nicht hoffen. Mit den Verhandlungen habe Europa zusätzlich zu der Staatsschuldenkrise einen weiteren permanenten Unruheherd gewonnen.
In den Tag werde der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) mit Verlusten starten. Über den Tag dürfte er sich zwischen 159,70 und 161,05 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,36 und 2,49% schwanken. Von der Auktion der 7-jährigen T-Notes könnte am Abend etwas Belastung ausgehen, währen die 2-jährigen Floater gut ankommen dürften. (29.03.2017/alc/a/a)
Das Verbrauchervertrauen des Conference Board habe im März um fas elf Punkte auf den höchsten Wert seit September 2000 zugelegt. Das sei zwar nicht allein der Verdienst der aktuellen US-Regierung, sondern auch den guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und vor allem dem Arbeitsmarkt geschuldet. Dennoch scheine der Regierungswechsel für Zuversicht zu sorgen. Was jedoch fehle, sei eine Bestätigung der guten Stimmung in harten Daten, wie z. B. einem deutlichen Anziehen der Einzelhandelsumsätze. Immerhin scheine der Kapitalmarkt das Gesundheitsreformdesaster zu verzeihen. Schließlich seien risikoreiche Assets wieder gefragt gewesen.
Die Investoren würden nun auf eine Umsetzung der anderen Vorhaben hoffen: Steuerreform und Infrastrukturausgaben. Sofern die Trump-Administration aus dem Vorgehen des Ersatzes von Obamacare gelernt habe, dürfte es keine Hauruckmaßnahmen mehr geben. Das werde jedoch zur Folge haben, dass alle Details zu einer Steuerreform von den republikanischen Abgeordneten im Kongress gebilligt würden, sodass die Regierung auf eine solide Mehrheit zurückgreifen könne. Bis diese Details inklusive einer Gegenfinanzierung in trockenen Tüchern seien, werde jedoch weit mehr Zeit vergehen, als es bspw. der US-Finanzminister angekündigt habe.
Immerhin werde die FED bis auf weiteres an ihrem eingeschlagenen Kurs festhalten können. Es laufe derzeit auf zwei weiteren Zinsschritte im laufenden Jahr hinaus. Sollte sich die sehr gute Konsumentenstimmung in einer deutlichen Belebung der Nachfrage umsetzen, so würden die US-Notenbanker ihre Position überdenken und vielleicht doch in Richtung drei zusätzliche Schritte schwenken. Außerdem berücksichtige ihre derzeit gültige Einschätzung keine fiskalpolitischen Stimuli.
Die Konjunkturdaten würden heute eine Nebenrolle spielen. Die Zuversicht, die US-Regierung bekomme die Steuerreform hin, werde Investoren beflügeln. Getrübt werde das Bild jedoch von der dem offiziellen Austrittsgesuch UKs aus der EU, das heute in Brüssel eingehen solle. Die Interessenvertreter würden sich schon mal darin üben, schwarz zu malen. Was letztlich bei den Verhandlungen herauskommen werde, sei nicht abzusehen. Für alle dürfte es aber insgesamt zu einer lose-lose-Situation kommen. Auf irgendwelche Privilegien ohne Gegenleistungen brauche UK nicht hoffen. Mit den Verhandlungen habe Europa zusätzlich zu der Staatsschuldenkrise einen weiteren permanenten Unruheherd gewonnen.
In den Tag werde der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) mit Verlusten starten. Über den Tag dürfte er sich zwischen 159,70 und 161,05 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,36 und 2,49% schwanken. Von der Auktion der 7-jährigen T-Notes könnte am Abend etwas Belastung ausgehen, währen die 2-jährigen Floater gut ankommen dürften. (29.03.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,5328 € | 125,717 € | -0,1843 € | -0,15% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


